Biofilme in Trinkwasseranlagen

Nr. 33827.00.003

22.06.2012

Leitung:
Prof. Dr. P. M. Kunz

in Ostfildern
Teilnahmegebühr 650,00 EUR

Trinkwasseranlagen verkeimen natürlicherweise, weil Trinkwasser in der Regel Keime in nicht unerheblicher Anzahl aufweist, die allerdings für den Menschen nicht grundsätzlich pathogen, also krankmachend, sind.
Keime können sich an Wänden von Behältern und Rohrleitungen sessil anheften und Besiedlung oder Bewuchs bilden. Wenn sich pathogene Keime auf einem Bewuchs, das heißt einem voluminösen Biofilm oder mikrobiologischem Rasen ansiedeln und vermehren, kann es bei schwallweisem Austritt zur Belastung des Trinkwassers beispielsweise mit Legionellen oder Pseudomonaden kommen.
Solange das Thema nicht sonderlich „aufkeimt“, wird nicht darüber gesprochen; insbesondere nicht in Unternehmen, die Wasser verkaufen (auch die Brauereien, Milch-verarbeitenden Betriebe oder Limonadenabfüller usw.).

Das Seminar beschäftigt sich intensiv mit der Identifikation von Problemen in Trinkwasseranlagen, klärt über die kritischen Mikroorganismen und deren Wachstumsbedingungen auf und erläutert anlagen- und chemisch-technisch, wie Trinkwasseranlagen saniert werden können.
Im Detail: Welche Wege des Nachweises gibt es? Welche Probleme sind zu erwarten/beachten, wenn man nichts tut und wenn man etwas tut (wo bleiben denn die Einsatzchemikalien?) und welche Erfahrungen gibt es, diese zu lösen? Gelingt es, Entwicklungen von Mikroorganismen ohne chemische Keule zu begrenzen? Was muss man bereits beim Bau der Einrichtungen alles berücksichtigen?

Die Veranstaltung will dem Praktiker Wissen vermitteln und anhand von Fallbeispielen Probleme und Problemlösungen aufzeigen. Da Teilnehmer bereits über eigene Erfahrungen verfügen, wird dem Erfahrungsaustausch und den persönlichen Fragen breiter Raum eingeräumt.

Referenten:
Dr. A. Goppelsröder
Gesundheitsamt Pforzheim
Dr.-Ing. Dipl.-Chem. H.-J. Greunig
DFLW Deutscher Fachverband für Luft- und, Wasserhygiene e. V., Berlin
Dr. N. Klein
Hammann GmbH, Annweiler
Prof. Dr. P. M. Kunz
Bio-Logik-Control, Mannheim