Kunst an der TAE

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Impressionen der Ausstellungseröffnung

mit dem Künstler Rémy Trevisan in Diskussion
Christof Bolay, Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern
Christof Bolay, Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern
Marcus Wittkamp, Kreissparkasse Esslingen
Marcus Wittkamp, Kreissparkasse Esslingen
Reiner Anwander und Rémy Trevisan
Dr. Johann-Peter Regelmann, Kunsthistoriker
Dr. Johann-Peter Regelmann, Kunsthistoriker

Bereits kurz nach dem Aufbau der Ausstellung, gab es zahlreiche positive Rückmeldungen zu den Werken der Künstler Reiner Anwander und Rémy Trevisan. Und so war es nicht verwunderlich, dass sich zur Vernissage zahlreiche Kunstinteressierte an der TAE einfanden.

Hans-Joachim Mesenholl hat in seiner Begrüßungsrede "IPOTESI", die Brücken-Skulptur von Reiner Anwander, zum Anlass genommen, den Bogen zwischen Kunst und Bildung zu spannen, denn "Brücken BILDEN". Er dankte nicht nur den Künstlern, Rémy Trevisan und Reiner Anwander, für die großartigen Werke, die für 1 Jahr die Räume der TAE bereichern. Auch dem TAE-Kunst-Kuratorium, das seit 2015 wechselnde Ausstellungen organisiert, sprach er seinen Dank aus.

Christof Bolay, Oberbürgermeister der Stadt Ostfildern, ließ es sich nicht nehmen, die Gäste der Vernissage zu begrüßen. Ostfildern und die Kunst haben eine enge Verbindung: im Stadthaus im Scharnhauser Park finden regelmäßig Kunstausstellungen statt. Sein Fazit: „Wenn es um Weiterbildung geht, denkt man sofort an die TAE in Ostfildern. Und wer künftig an die TAE denkt, denkt auch an die Kunst.“

Marcus Wittkamp von der Kreissparkasse Esslingen begrüßte als Dritter im Bunde die Gäste.
Er betonte die langjährige Geschäftsbeziehung zwischen der TAE und der Kreissparkasse Esslingen und, dass dies nicht der einzige Berührungspunkt sei, den es gibt: Die KSK prämiert herausragende Leistungen von Studierenden, die ihren Bachelor oder Master-Abschluss nebenberuflich an der TAE erworben haben. Die Kreissparkasse Esslingen-Nürtingen ist für ihr großes Engagement im Bereich Kunst und Kultur bekannt. Marcus Wittkamp formulierte dann auch den bekannten Werbeslogan „Wenn’s um Geld geht, Kreissparkasse“ kurzfristig um:  „Wenn’s um Kunst geht – Kreissparkasse“. „Insofern war es der KSK Esslingen“, wie Marcus Wittkamp ausdrücklich betonte, „ein Anliegen, die diesjährige Kunstausstellung an der TAE zu unterstützen.“

"Der künstlerische Zustand ist das Wichtigste (...) Sobald man sich für etwas begeistern kann, sobald man an das Unmögliche glaubt, ist es wahrscheinlich da." Nicht nur mit dem Zitat von Willi Baumeister hat Dr. Johann-Peter Regelmann den mit Interesse lauschenden Zuhörern die Kunst von Rémy Trevisan nahe gebracht. Seine anschaulichen Erläuterungen zu den Werken beider Künstler, Reiner Anwander und Rémy Trevisan, haben die Zuhörer an den unterschiedlichen Entstehungsprozessen teilhaben lassen. Es war ein Blick durchs Schlüsselloch ins Atelier - keine Selbstverständlichkeit. Arbeiten die Künstler doch zurückgezogen, bis das Werk vollendet ist. Und so verwundert es nicht, dass nach der Einführungsrede von Dr. Regelmann die Kunstinteressierten die Skulpturen von Reiner Anwander und die Bilder von Rémy Trevisan nochmals mit ganz anderen Augen betrachten konnten.

Wenn Sie die Einführungsrede von Herrn Dr. Regelmann nachlesen möchten: PDF


Zwei neue Künstler stellen in der TAE aus

Das Schönste, was wir erleben können, ist das Geheimnisvolle. Es ist das Grundgefühl, das an der Wiege von wahrer Kunst und Wissenschaft steht. Wer es nicht kennt und sich nicht wundern, nicht mehr staunen kann, der ist sozusagen tot und sein Auge erloschen.
Albert Einstein , Physiker 1879-1955

Brücken BILDEN

Man kann nicht über sie hinübergehen und muss dennoch an ihr vorbei.
Sie steht im Eingangsbereich der TAE und symbolisiert die gedanklichen Vorstellungen in die subjektive Zukunft. Wofür die Brücke „IPOTESI“ letztendlich steht, überlassen wir dem Betrachter. Reiner Anwander hat uns mit seiner Skulptur IPOTESI, die als letzte seiner Werke Einzug bei uns gehalten hat, thematisch eine Steilvorlage geliefert. Denn: sie kommt von der Ausstellung in Allensbach „Brücken bilden“.

Das Werk von Reiner Anwander besteht aus einem alten Eichenbalken, wie viele seiner Werke, die an der TAE ausgestellt sind. Einst in Räumen eingebaut, hatte er eine statische Funktion. Aus einem Stück geschaffen, hat er seine neue Bestimmung erhalten: er überbrückt den freien Raum.

„Brücken bilden“: Die TAE als größtes Weiterbildungsinstitut im süddeutschen Raum wagt – bereits zum dritten Mal – den Brückenschlag, Bildung und Kunst zusammenzubringen.

In Verbindung mit dem Künstler Rémy Trevisan, der eine große Werkschau seines Schaffens an der TAE präsentiert, ist ein weiterer Brückenschlag gelungen. Rémy Trevisan hat, inspiriert durch die Natur, eine eigenständige gegenstandsfreie Bildsprache entwickelt. Er definiert Formen, die durch Farbe zum Leben erweckt werden. Wer sich auf seine Bilder einlässt, erkennt die Themen existenzieller Grundfragen. Man wird zum Sehen, Schauen und Staunen angehalten.
Neben den großen farbintensiven Bildern, lädt der „Wandelgang“ der TAE mit den ausgestellten Zeichnungen zum inne halten ein.

Gehen Sie mit uns auf Entdeckungsreise durch die Räumlichkeiten der TAE.

Am 26. April 2018 um 18 Uhr laden wir Sie herzlich zur Vernissage ein.

Einladungskarte zum Herunterladen

Bitte melden Sie sich telefonisch, oder per Mail an:
Andrea Buchdrucker
0711 34008-13
andrea.buchdrucker@tae.de

Wer an der Vernissage nicht dabei sein kann, hat die Möglichkeit, die Ausstellung bis Ende März 2019 von Montag bis Freitag, jeweils von 9.00 bis 17.00 Uhr, anzuschauen.

Einhorn und Sternenstaub

R. Anwander, Einhorn
R. Anwander, Einhorn
R. Trevisan, Sternenstaub
R. Trevisan, Sternenstaub

Sie fragen sich, was das Einhorn mit Sternenstaub verbindet?
Sie kommen wirklich nicht darauf?
Die Auflösung gibt es am 26. April 2018 um 18.00 Uhr an der Technischen Akademie Esslingen. Da findet die nächste Vernissage zweier außergewöhnlicher Künstler statt. So unterschiedlich ihre Werke auch sein mögen – vereint in den Räumlichkeiten der TAE bilden sie eine Symbiose.

Über unsere neuen Künstler

Reiner Anwander
Reiner Anwander

Reiner Anwander

Reiner Anwander lebt und arbeitet als Bildhauer in Hoßkirch (Kreis Ravensburg).

Er arbeitet vorwiegend mit alten Eichenbalken, oftmals ehemalige Stützpfeiler, die schon eine plastische Grundgestalt mitbringen. „Sie haben zum Teil schon die Zeit von Friedrich Schiller erlebt“, erklärt Reiner Anwander. Eichenbalken, die einst vom Zimmermann mit konstruktiven Kerben und Höhlungen für den Hausbau versehen wurden. Objekte also, die schon vor der Bearbeitung durch Reiner Anwander eine Menge zu erzählen hätten. Er arbeitet mit und gegen diese Gegebenheiten, und am Ende stellt man sich die Frage, welche Formen vorhanden waren und welche er selbst geschaffen hat.


Rémy Trevisan
Rémy Trevisan

Rémy Trevisan

Der in Schramberg lebende französische Maler Rémy Trevisan verbindet in seinen Werken den Farb- und Strukturreichtum der abstrakten Bildsprache mit existentiellen Fragen nach dem Wesen des Menschen und nach seiner Einbindung in die Natur. So entsteht eine gleichermaßen sinnliche wie philosophische Malerei, die zum Sehen verführt und zum Innehalten anregt. Trevisans Gemälde verbinden die Tradition der abstrakten Bildsprache der europäischen Moderne mit der amerikanischen Nachkriegsmalerei zu einer eigenständigen Ästhetik, in der ein interkulturelles, gleichsam in Europa wie in Asien geschultes Bewusstsein seinen Ausdruck findet.

Zwar handelt es sich um abstrakte Bilder aber deren Formen und Farbreichtum erinnert an die filigranen Strukturen von Pflanzen und Zellgewebe, an die majestätische Weite von Landschaften und die Unendlichkeit des Kosmos. Trevisans Werk stellt eine Auseinandersetzung und Weiterentwicklung der systematischen Erforschung von Ausdrucksmöglichkeiten des Geistigen in ungegenständlichen Formen dar, wie sie von Wassily Kandinsky und Paul Klee, später von Mark Rothko und Ad Reinhard vorangetrieben wurde.

Für die Betrachter ist damit eine besondere Herausforderung verbunden: „Das Kunstwerk als „Spiegelung“ urexistenzieller Fragen zu begreifen, setzt allerdings die Bereitschaft voraus, jene Langsamkeit des Sehens wiederzuentdecken, das dem Blick überhaupt die Chance einräumt, sich zum Schauen zu weiten, um gleichsam dem Universum und dem Selbst begegnen zu können.“ (Dr. Joachim Penzel)

Dr. Johann-Peter Regelmann
Dr. Johann-Peter Regelmann

Dr. Johann-Peter Regelmann, M.A.

Studium der Philosophie, Soziologie, Biologie sowie Kunst- und Wissenschaftsgeschichte in Bochum und Marburg

Seit 1997 Ausweitung der Aktivitäten als Kunstkritiker, Kunsthistoriker und Kurator

2004-2008 zahlreiche feste Lehraufträge für Business and Technical English bei regionalen Unternehmen (Inhouse-Kurse, u.a. BW-Bank, ASC-Tec),
von 2009 bis 2013 auch an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg Ravensburg, Campus Friedrichshafen;
für Kunstgeschichte seit 2005 an der Bernd-Blindow-Schule in Friedrichshafen (bis Januar 2013, im Schuljahr 2011/12 auch das Fach Geschichte), an der Bodensee-Jugendkunstschule des Landkreises Friedrichshafen in Meersburg seit 2006,
an der Hochschule für Technik, Wirtschaft und Gestaltung in Konstanz seit 2007 (Fachbereich Architektur und Gestaltung) und an der Freien Kunstakademie Überlingen (z.Zt. ausgesetzt);
vertretungsweise unterrichtete ich 2010/2011 zeitweise Anatomie und Physiologie an der Bio-Kosmetikschule Dr. Gümbel in Konstanz, seit 2014 dort das Fach Sozial- und Berufskunde.

Seit dem 4. Quartal 2013 unterrichte ich an der Dualen Hochschule Villingen-Schwenningen in der Fakultät für Sozialwesen in den Studiengängen Soziale Arbeit die Fächer „Philosophie und Soziale Arbeit“ für Erstsemester sowie „Ethik und professionelles Handeln“ für Fünftsemester.

Bis 2018 insgesamt über 130 selbstständige Lehrveranstaltungen an Universitäten und Fachhochschulen, ca. 90 selbstständige wissenschaftliche und Fach-Veröffentlichungen, über 100 journalistische (Klein)Publikationen und Katalogbeiträge.

Ausführliche Vita als PDF


Rundgang durch die TAE

Sturmwarner und Spiegelung im TAE-Eingangsbereich
Blick ins hintere Foyer der TAE
Picasso's Präsenz und Gold/Blau
Moorpylon, 2-köpfige Figuren, a.d.S. Voller Leerraum 1
Geheime Durchblicke an der TAE
Im Fluss des Lebens
Blick ins große Foyer der TAE
mit Blick ins "Mondlicht"
Im "Wandelgang" der TAE: a.d.S. Kartographie des Schauens
Im "Wandelgang" der TAE: a.d.S. Lacis
mit Blick auf Silence
 

Wir laden Sie auf einen kleinen Rundgang durch die Räumlichkeiten der TAE ein. Machen Sie sich ein Bild von den ausgestellten Werken der Künstler Reiner Anwander und Rémy Trevisan. Und wenn Sie an der Vernissage am 26.4.2018 nicht dabei sein konnten: Sie können die Ausstellung jederzeit zu unseren üblichen Öffnungszeiten – montags bis freitags, von 9.00 bis 17.00 Uhr – anschauen.

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