Kunst an der TAE

  • Geist

  • Uli Gsell

    Gsell

H.-J. Mesenholl, Vorstand
Vivien Sigmund, Kunsthistorikerin

Die Vernissage

Bei strahlendem Sonnenschein und sommerlichen Temperaturen fanden sich am 30. März 2017 zahlreiche Kunstinteressierte an der TAE ein. Anlass war die Eröffnung der neuen Ausstellung der beiden Künstler Martina Geist und Uli Gsell. Joachim Mesenholl, Vorstand der TAE, freute sich über den regen Zuspruch und übermittelte Grüße von Oberbürgermeister Jürgen Bolay, der wegen anderweitiger Termine leider nicht teilnehmen konnte. „Weiterbildung und Kunst ist kein Widerspruch“, so H.- J. Mesenholl „schließlich ist das Bild im Wort Weiterbildung enthalten“.

Die Kunsthistorikerin Vivien Sigmund warf gleich zu Beginn ihrer Einführungsrede die schwierige Frage auf, „was ein Raum eigentlich ist?“ „Denn“, so Vivien Sigmund, „beide Künstler setzen sich mit dem Raum auseinander – wenn auch auf unterschiedliche Art und Weise.“

Sehr anschaulich nahm sie die Gäste „an die Hand“ und entführte in die Welt der Kunst, die für manchen Betrachter nicht immer leicht nachvollziehbar ist. Im Anschluss konnten die Gäste durch die weitläufigen Räumlichkeiten „flanieren“, Bilder und Skulpturen genau unter die Lupe nehmen und sich aufdrängende Fragen direkt an die Künstler richten. Ein ausgiebiger Rundgang durch die Räumlichkeiten der TAE macht hungrig. Und so wurde am Buffet und in gemütlicher Runde munter weiterdiskutiert.

Zwei neue Künstler stellen in der TAE aus

Nach zweijähriger Laufzeit wurde die erste Ausstellung an der Technischen Akademie Esslingen abgebaut. Drei Objekte der Künstler F.-Michael Starz und Christoph Traub haben eine dauerhafte "Bleibe" bei uns gefunden.

Inzwischen haben neue Kunstobjekte Einzug gehalten. Die Motivwahl der Holzschnitte von Martina Geist scheinen wie für unser weitläufiges Foyer gemacht: Tische und Stühle, Früchte und Gläser. Manches kippt und fällt – wie in Zeitlupe, allerdings nicht zur Nachahmung gedacht.

Das passende Gegenstück zu den "bewegten" Motiven von Martina Geist sind die Skulpturen von Uli Gsell. Bei seinen Arbeiten darf man es sich erlauben, tiefe Einblicke zu nehmen. Manches erinnert in Form und Farbe an einen Meteoriten. Und dennoch scheint "Kontinent" zu schweben. Leider nicht mitten im Raum, da bei aller Begeisterung für die Kunst, die Flucht- und Rettungswege oberste Priorität haben.

Über unsere neuen Künstler

Martina Geist
Martina Geist
Uli Gsell
Uli Gsell

Martina Geist

Auf Martina Geists Holzschnitten ist alles in Bewegung. Sie lässt in ihren Stillleben Früchte, Gläser, Tassen und Stühle wie in Zeitlupe kippen. Raum und Zeit verharren in diesem Augenblick. In der Regel gibt es von jeder Holztafel nur einen Druck.

Als Gegenstück zum starren Druckstock Holz, gestaltet Martina Geist großformatige Fahnen mit leuchtenden Früchten und strukturvollen Blättern, die mit einer Leichtigkeit im Raum hängen oder zwischen Häuserzeilen im Wind flattern.

Uli Gsell

Uli Gsell findet seine Steine u.a. in einem Steinbruch in der Nähe von Koblenz, aber wenn man seine Werke betrachtet, könnte man auch sagen, die Steine fanden ihn. Er lässt sie lange in seinem Atelier liegen, bis er die Form aufnimmt, die ihm der Stein anbietet. Er findet bereits „Geschöpftes“ vor zersprengt ihn dennoch und setzt ihn wieder zusammen.
Auf diese Weise entstehen Landschaften, Räume in denen man herumwandern kann, die – je nach Lichteinfall – immer wieder neue Einblicke bieten. Andere Steine entpuppen sich als Kopf(landschaft) und bleiben dennoch Stein.

Werke von Martina Geist

Geist Fahne
Geist roter Stuhl
Fahne
Gesit Zankapfel

Werke von Uli Gsell

Kontinent 1
Kontinent 2
Kontinent 3
Kontinent 4
black site
Circo 13
Gelege
 
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