5. Kolloquium Betonbauwerke in der Trinkwasserspeicherung

TAE-Kolloquium Betonbauwerke in der Trinkwasserspeicherung

Planung, Bau und Instandhaltung
12. und 13. Juni 2018
in Ostfildern/Stuttgart

Bereits zum 5. Mal findet an der Technischen Akademie Esslingen e.V. das Kolloquium „Betonbauwerke in der Trinkwasserspeicherung“ statt. Ca. 40 Plenar- und Fachvorträge setzen sich mit der Speicherung eines der sensibelsten Lebensmittel unserer Zeit auseinander. Trinkwasser ist das wichtigste Lebensmittel für den Menschen. An die Gewinnung, Speicherung, Aufbereitung und Verteilung des Trinkwassers werden sehr hohe Anforderungen gestellt.

Für die Trinkwasserspeicherung sind besondere Regelwerke erarbeitet worden (DVGW W 270, W 300, W 312, W 316, W 347), die sich mit Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung sowie den Materialien, den Instandsetzungs- und Auskleidungsprinzipien und den Fachfirmen befassen.

Bauliche Anlagen in der Trinkwasserspeicherung werden in der ganzen Welt überwiegend aus zementgebundenen Baustoffen erstellt, da man sich seine hygienischen Eigenschaften durch die hohe Alkalität dieses Werkstoffs zu Nutze macht. Hierbei handelt es sich jedoch nicht um Baukonstruktionen des allgemeinen Hoch- und Tiefbaus. An die Betonbauwerke selbst, die verwendeten Materialien sowie deren Langzeiteigenschaften werden sehr viel höhere Anforderungen gestellt. Die Baukörper müssen von innen und von außen dicht sein, sie sollen möglichst keine Risse aufweisen, die Oberflächen müssen fest, glatt und eben sowie poren- und lunkerfrei sein und dürfen nicht die Gefahr einer mikrobiologischen Beeinträchtigung durch bioverfügbare Materialien oder raue, morbide und aufgeweichte Oberflächen bergen. Alternative Auskleidungen und Beschichtungen haben ihre Gebrauchstauglichkeit bewiesen.

Weitere zahlreiche Besonderheiten sind bei der Planung, beim Bau, beim Betrieb und bei der Instandhaltung und Instandsetzung von Trinkwasserbehältern zu beachten: infolge der täglichen Fluktuation treten permanente hydraulische Druckschwankungen auf. Das Trinkwasser weist regionale Unterschiede hinsichtlich seiner kalkangreifenden Eigenschaften und seiner Zusammensetzung auf, es übt einen ständigen hydrolytischen Angriff auf zementgebundene Baustoffe aus. Die Versorgungssicherheit der Bevölkerung und öffentlicher Einrichtungen wie Krankenhäuser, Schulen oder Pflegeheime muss sichergestellt sein, Trinkwasserbehälter dienen der Löschwasserreserve und sind häufig in Katastrophenschutzpläne eingebunden. Die Lage der Wasserwerke in gewachsenen Bebauungsgebieten und ihre hydraulische Höhe im Versorgungsnetz erschweren vielfach die Überlegungen für einen Neubau. Dies führt dazu, dass die Nutzungsdauer theoretisch mit “unendlich“ angesehen wird. Tatsächlich sind viele Trinkwasserspeicher aus der Gründerzeit der Trinkwasserversorgung in Europa Ende des 18. und Beginn des 19. Jahrhunderts heute noch in Betrieb. Aus diesen Überlegungen heraus muss der regelmäßigen Instandhaltung dieser Bauwerke besondere Aufmerksamkeit gewidmet werden. Der demografische und industrielle Wandel erfordert heute vielfach eine Anpassung an die vorhandenen Kapazitäten.

Die Hauptthemen des 5. Kolloquiums sind

  • Qualitätssicherung
  • Mineralische Werkstoffe in Trinkwasserbehältern
  • Folien / Platten
  • Abdichtungen
  • Flüssigkunststoffe
  • Reinigung/Desinfektion
  • Praxisbeispiele

Am Nachmittag des ersten Tages findet eine Podiumsdiskussion „Hygienekonzept – Alter Hut im neuen Kleid“ statt- Der durchaus provokante Titel soll zur Diskussion anregen. Die Begleitausstellung, die Kaffeepausen und der Grillabend am ersten Tag bieten eine sehr gute Möglichkeit zum Networking, zum fachlichen Meinungsaustausch und zur Pflege persönlicher Kontakte.

Das Kolloquium “Trinkwasserspeicherung“ richtet sich an alle Verantwortlichen, die mit dem Umgang des Trinkwassers in der Planung, dem Bau, dem Betrieb und der Instandhaltung von Trinkwasserbehältern befasst sind.

Hinweis: Vertreter der öffentlichen Hand erhalten 25 % Nachlass auf die Teilnehmergebühren.

In Zusammenarbeit mit dem S.I.T.W. Schutz und Instandsetzung von Trinkwasserbehältern e.V.

Mitglieder der S.I.T.W. erhalten bei Angabe ihrer S.I.T.W.-Mitgliedsnummer einen Nachlass in Höhe von 10 % auf die Teilnehmergebühren.

Ansprechpartner

Bauwesen, Energieeffizienz und Umwelt

Dipl.-Ing. Wolfgang Krause
wolfgang.krause@tae.de

Telefon +49 711 3 40 08-57
Telefax +49 711 3 40 08-65

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