Fachtagung Industrie 4.0 und das Internet of Things

Mutige Digitalisierer - wir erleben Best Practices

Nächster Termin

20. und 21. November 2019
in Ostfildern bei Stuttgart

Leitung: Dipl.-Ing. (FH) K. Stark

 

Das Call for Papers erscheint am 10. April 2019.

 

 

Nachlese 2018

21. und 22. November 2018
in Ostfildern bei Stuttgart

 

 

 

Highlights 2018 – Fachtagung Industrie 4.0 und das IoT
 

Mit Werteorientierung, neuen Geschäftsmodellen und Kompetenzentwicklung zum Erfolg

„Es geht nicht nur um das Vernetzen von Maschinen, das eigentliche Thema sind die neuen Geschäftsmodelle.“ Eine klare Botschaft, die Ernst Esslinger, Director Methods/Tools der HOMAG GmbH, den Teilnehmern auf der diesjährigen Fachtagung „Industrie 4.0 und Internet of Things“ der Technischen Akademie Esslingen mitgab.

Damit war Herr Esslinger in guter Gesellschaft. Best Practice und Trends aber auch Herausforderungen und Risiken standen auf dem Programm der Keynote-Speaker, Referenten und Aussteller. Die namhaften Experten aus Wirtschaft, Forschung und Lehre spannten in zwei Tagen den Bogen von der Führungsverantwortung, über Sicherheit, KI und Daten bis hin zu neuen Geschäftsmodellen, Qualifizierung und interdisziplinärem Arbeiten.

Letztlich sind die Menschen entscheidend für den Erfolg des digitalen Wandels

In Ihrer Keynote betonte Susanne Kunschert die Rolle der Führungskräfte als Erfolgsfaktor für den digitalen Wandel. Für die geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG geht erfolgreiche Führung einher mit Selbstliebe, Übernahme von Verantwortung und dauerhaft an sich arbeiten. Nur mit dieser Basis, so Frau Kunschert, wird eine kreative und ganzheitliche Entwicklung möglich.

Ein ebenso authentisches, wie auch persönliches und emotionales Bekenntnis, das viele Teilnehmer so sicherlich nicht erwartet hätten und das großen Anklang fand.

Auf einmal geht eine Tür auf – Industrie 4.0 eröffnet Chancen für neue Geschäftsmodelle

Ernst Esslinger hob in diesem Zusammenhang die Unterstützung der Geschäftsleitung hervor: Möchte man die Digitalisierung erfolgreich im Unternehmen einführen, ist die Förderung von „ganz oben“ essenziell.

Im Falle der HOMAG GmbH bedeutete dies auch, Hilfe von außerhalb anzunehmen. Da das Know-how und die Qualifikation intern fehlten, es um Themen ging, die keiner beherrschte, ließ sich das Unternehmen beraten. Heute sieht Ernst Esslinger in Industrie 4.0 eine klare Chance, die es zu ergreifen gilt, indem man „einfach offen quer denkt“, den Mitarbeitern Freiräume gibt, aber auch bereit ist, Kooperationen einzugehen.

Ein Appell, der bei den Teilnehmern ankam: „Eine unglaublich tolle Keynote. Herr Esslinger hat mit wenigen Folien in klaren Worten sehr emotional seine Begeisterung an die Zuschauer übertragen“, so Roland Regler, Leiter Konstruktion und Steuerungsentwicklung der Kadia Produktion GmbH + Co., Nürtingen.

Mit Krealytics zukünftigen Herausforderungen begegnen

Daten sammeln, analysieren, nutzen: Dieser Thematik widmete sich Prof. Oliver Riedel vom Fraunhofer IAO in der Podiumsdiskussion. Er sieht in Krealytics – Kreativität in Verbindung mit großen Datenmengen – eine der zentralen Herausforderungen der Zukunft.

Er propagierte aber nicht nur das Nutzbarmachen von Daten: Für die weitere Entwicklung in der Digitalisierung sei eine ganzheitliche Kompetenzentwicklung der Schlüssel zum Erfolg.
Dies verdeutlichte auch Lisa Unkelhäußer, IBM Deutschland GmbH. Sie stellte die Rolle der Menschen in den Mittelpunkt. Die Bewertung der Arbeit könne nur vom Mitarbeiter ausgehen. Deren Veränderung werde folglich nur mit ihm gemeinsam gelingen. Dabei fokussierte Sie die Betrachtung mit Blick auf die ersten Umsetzungsschritte ganz konkret auf den europäischen Markt.
Lebenslanges Lernen und interdisziplinäres Arbeiten prägen die künftige Arbeitswelt

Eine Einschätzung, die die Teilnehmer teilten. In einer Live-online-Umfrage zum Thema zukünftiger Trends nannte das Publikum die Weiterbildung und das interdisziplinäre Arbeiten als wichtigste zukünftige Aspekte bei der Digitalisierung, gefolgt von Kooperationen/ Start-ups und agiler Selbstorganisation.

Und wie geht es nun weiter?

So verwundert es nicht, dass bei den Wunschthemen für die nächste Fachtagung Change Management sowie Lernen und Arbeiten 4.0, selbstredend neben der Best Practice, ganz oben auf der Agenda stehen. Die Aufbruchsstimmung nimmt der Programmausschuss mit in die Vorbereitungen für die nächste Fachtagung Industrie 4.0 und das IoT am 20. und 21. November 2019.


Pressemeldung 50041 Fachtagung Industrie 4.0 und das IoT – Zitate:

Ernst Esslinger, DIrector Methods/Tools, HOMAG GmbH:
… bekannte: „Ich bin vom Thema Industrie 4.0 begeistert!“
„ es geht nicht nur um das Vernetzen von Maschinen, das eigentliche Thema sind die neuen Geschäftsmodelle!“
… hielt der Industrie den Spiegel vor: „Daten: Es nutzt sie keiner, aber wir sammeln sie auf Teufel komm raus!“
… Ernst Esslinger nahm die Teilnehmer mit auf eine Reise in die Entscheidungssituationen, in denen sich sein Unternehmen befand.  „Es ging um Themen, die wir nicht beherrschten, also haben wir uns beraten lassen!“

Und zum Qualitätsanspruch des Maschinen- und Anlagenbaus bemerkte er herausfordernd: „ Eine App mit 90% Qualität ist eine gute App – aber das ist doch nicht unser Qualitätsanspruch…“
…er mahnte die Unterstützung der Geschäftsleitung an: „ Wenn das nicht von ganz oben gefördert wird, dann wird das nix!“
… und zu einem neuen Verständnis von Arbeit der nachfolgenden Generationen: „ Sie müssen den leuten Freiräume geben – es geht um die Zukunft!“
… er mahnte die Bereitschaft zu Kooperationen an und ermutigte, „einfach mal über seinen Schatten zu springen“
Seine Ermutigung zum Abschluss: „Einfach offen Quer denken! Denn wenn wir nichts machen, ist die Chance irgendwann einfach vorbei!“
In seinem Vortrag zu IUNO:
„IT-Sicherheit ist der Enabling-Factor für viele Anwendungen der Industrie 4.0“
… macht die Notwendigkeit des interdisziplinären Arbeitens bewusst: „Security und Maschinenbau sprechen nicht die selbe Sprache“
Honigtopf = im Rahmen der IT-Security eine geschickte Falle, durch die Hacker bewusst im Unternehmens- System gehalten und beobachtet werden können. Aus den Beobachtungen kann das Unternehmen lernen, wie es sich gegen solche Angriffe künftig wappnet.
Roland Regler, Leiter Konstruktion und Steuerungsentwicklung Kadia Produktion GmbH + Co., Nürtingen:
(zur Keynote von Ernst Esslinger, HOMAG)
„Eine unglaublich tolle Keynote! Herr Esslinger hat mit wenigen Folien in klaren Worten sehr emotional seine Begeisterung an die Zuschauer übertragen.“

Prof. Riedel (in der Podiumsdiskussion)
… sprach davon, dass künftig Kreativität und große Datenmengen zusammen eine der Herausforderungen darstellen, die sogenannten Krealytics.
Zur weiteren Entwicklung in der Digitalisierung: In seiner Keynote „Advanced Systems Engineering“ nannte er eine „ganzheitliche Kompetenzentwicklung“ den Schlüssel zum Erfolg.
Prof. Eichinger:
… proklamierte das Ineinandergreifen der Disziplinen: „Der Systemgedanke muss im Mittelpunkt stehen“
… betonte den hohen Stellenwert der Weiterbildung von Ingenieuren im Berufsleben und stellt innovative Lernkonzepte von Problem Based Learning bis zum Makeathon vor.
… schloss mit einem Appell an die Unternehmensvertreter: „Es ist an Ihnen, Verantwortung zu übernehmen und Begeisterung weiterzugeben!“
Susanne Kunschert:
… nahm die Teilnehmer gefangen von ihrem authentischen Plädoyer für Wertorientierung für Selbstachtung als Grundstock jeder echten Führung. Auf der Reise in die eigene Vergangenheit verriet sie den gespannten Zuhörern, welche Personen sie geprägt haben und was ihr wirklich wichtig ist. Selbstliebe, die Übernahme von Verantwortung,  und dauerhaft an sich arbeiten wollen – nannte Frau Kunschert als wichtige Merkmale erfolgreicher Führungskräfte.
Und dass diese Basis wirklich gute, kreative und ganzheitliche Entwicklung fördere – ihr Familienunternehmen mit seiner … jährigen Erfolgsgeschichte spricht da für sich.
… das gut gefüllte Plenum wurde still – solch persönliche und emotionale Bekenntnisse hatten viele Teilnehmer nicht erwartet.

Dr. Sauer:
Die Zeichen der Zeit stehen auf Kooperation. Dr. Sauer, Fraunhofer IOSB, motivierte die Teilnehmer, langfristig mit Forschungspartnern  zusammen zu arbeiten.

Lumir Boureanu:
… nahm die Angst vor Kooperationen und Partnern: „Ecosysteme sind wichtig für die Geschwindigkeit“
… skizzierte Use Cases für Blockchain, gab Tipps zu Off-Chain- und Side-Chain-Lösungen und demonstrierte die vertrauensbildende Transparenz. Gleichzeitig gab er Entwarnung an all diejenigen Anwender, die auch ohne diese Technologie vertrauensvoll mit ihren Partnern in der Prozesskette zusammen arbeiteten. Blockchain sei in diesem Fall nicht notwendig.

Grußwort der Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Wohnungsbau des Landes Baden-Württemberg, Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut MdL

Künstliche Intelligenz und neue Geschäftsmodelle zeigen, dass wir uns inmitten der „Industrie 4.0“ befinden. Um individuelle Kundenwünsche und schwankendes Nach-frageverhalten meistern zu können, gilt es Produktionsprozesse flexibler zu gestalten. Mithilfe der Digitalisierung können diese Herausforderungen bewältigt werden.
Das Innovationsland Baden-Württemberg hat sich als Leitanbieter und Leitmarkt für die Produktion der Zukunft fest etabliert. Viele Unternehmen arbeiten bereits mit Hochdruck daran, die Wertschöpfungsketten intelligent zu vernetzen.
Die Fachtagung der Technischen Akademie Esslingen bietet eine ausgezeichnete Möglichkeit, um einen Überblick über die aktuellen Entwicklungen zu erhalten. Nutzen Sie die Gelegenheit und kommen Sie ins Gespräch darüber, wie Ihr Unternehmen die Chancen der Digitalisierung nutzt.
Ich wünsche Ihnen einen interessanten Austausch und zukunftsweisende Impulse für Ihre Arbeit!

Die Fachtagung

Viele reden nur von Industrie 4.0 und Internet der Dinge – wir gehen den nächsten Schritt: auf dieser TAE-Fachtagung zeigen wir Ihnen wie die praktische Anwendung gelingt und die Digitalisierung in der Industrie erfolgreich umgesetzt werden kann.
Dabei geht es nicht nur darum, wie große Unternehmen dies erfolgreich meistern, sondern wie gerade auch kleine und mittlere Unternehmen davon profitieren können. Doch wie geht man das an, was sind die notwendigen Schritte, wo liegen die Erfolgsfaktoren?
KMUs, IT-Anbieter und „Global Player“ diskutieren gemeinsam über diese Fragen der digitalen Zukunft. An zwei Programmtagen erleben Sie hautnah spannende Keynotes und Vorträge, in denen Experten aus Industrie und Wissenschaft Praxisbeispiele zur Diskussion in Ihrer Anwendung stellen. In der begleitenden Fachausstellung werden Beispiele dieser Best-Practice-Anwendungen präsentiert. Sie erhalten dazu wertvolle Hintergrundinformationen und haben die Möglichkeit zur Vernetzung mit den Fachexperten.

Zusätzlich findet für Studierende, Start-ups und Professionals der Hackathon „Smart Factory – The Next Revolution“ bereits ab 19. November 2018, 17:30 Uhr statt. Preisgelder bis zu € 3000,00 sowie Sachpreise werden im Get-together der Fachtagung prämiert.

Keynotes

Susanne Kunschert, geschäftsführende Gesellschafterin der Pilz GmbH & Co. KG

"Letztlich sind die Menschen entscheidend für den Erfolg des Digitalen Wandels"

Ernst Esslinger, Director Methods/Tools der HOMAG GmbH

"Auf einmal geht eine neue Tür auf - Industrie 4.0 eröffnet Chancen für neue Geschäftsmodelle"

Univ.-Prof. Oliver Riedel, Fraunhofer IAO

"Die Zukunft des Systems Engineering"

Teilnehmerkreis

Mittelständische und kleine Unternehmen, Technische Leiter, Entwicklungs-, IT-, Produktions-, Fertigungsleiter, Leiter von Industrie 4.0-Projekten, technische und kaufmännische Führungskräfte und Entscheider, Geschäftsführer kleiner und mittlerer Unternehmen.

© Technische Akademie Esslingen e.V., An der Akademie 5, 73760 Ostfildern  | Impressum