Zuverlässigkeit und Sicherheit von Embedded Systems

Schwerpunkt: Sichere Software nach IEC 61508 und abgeleitete Normen

Beschreibung

„Sicherheit durch Zuverlässigkeit“ oder „Sicherheit durch Qualität“ – unter diesem Motto steht dieses Premium-Seminar.

Ziel der Weiterbildung

Den Teilnehmern wird aufgezeigt, wie bei Zuverlässigkeits- und (funktionalen) Sicherheitsanforderungen Software/Eingebettete Systeme entwickelt und getestet werden können und wie die Prozesse zu gestalten sind, damit sie entsprechende Normen und Standards erfüllen.
Grundlage ist die IEC 61508, die ausführlich anhand von Beispielen aus der Praxis dargestellt wird. Hintergrund sind regulatorische und gesetzliche Anforderungen (BGB, Produkthaftung) sowie generelle ökonomische Aspekte (Return on Investment).
Hohe Zuverlässigkeit und (funktionale) Sicherheit gelten aber vor allem, wenn Geräte, Systeme oder Anlagen für sicherheitsrelevante Anwendungen eingesetzt werden. Wesentlich hierbei sind die Kritikalitätslevel (SIL, Safety Integrity Level) der IEC 61508 resp. abgeleiteter Normen wie der ISO 26262 (Automotive) oder verwandter Anforderungen wie der RTCA DO-178C.

Methodik
Das Seminar zeigt anhand von Beispielen und einem kompletten Entwicklungsprozess praxistaugliche Ansätze, basierend auf langjährigen Erfahrungen.
Am Abend des ersten Tages findet bei einem Abendessen ein Round-Table-Gespräch mit den Referenten statt.
Am zweiten Tag wird ein konkretes Tool (QA-C) zu einem speziellen Aspekt (statistische Codeanalyse) vorgestellt, um generelle Umsetzungsfragen zu diskutieren (keine Tool-Werbung).
Das Seminar ist vom VDSI Verband Deutscher Sicherheitsingenieure e.V. als geeignet für die Weiterbildung von Sicherheitsfachkräften nach § 5 (3) ASiG eingestuft worden, und die Teilnehmer erhalten auf der qualifizierten Teilnahmebescheinigung 1 VDSI-Punkt Arbeitsschutz.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Fach- und Führungskräfte aus Entwicklung/Pflege sowie Auftraggeber und Auftragnehmer von Software, insbesondere von Embedded Systems, Konstruktion sowie dem Qualitätswesen produzierender und dienstleistender Unternehmen aller Branchen

Inhalte

Stand der letzten Durchführung:

Mittwoch, 7. und Donnerstag, 8. November 2018
8.30 bis 12.00 und 13.00 bis 18.00 Uhr
1. Allgemeine Einführung: Begriffe und Grundlagen (F. Schweiggert)
> Zuverlässigkeit und Sicherheit (Safety, Security), RAMS
> Besonderheiten bei Software
> Zuverlässigkeit bei software-bestimmten Systemen
> Qualitätsmanagement nach ISO9001:2015 als Basis
> rechtliche Randbedingungen (BGB, Produkthaftung, Produktsicherheit)
2. Management der funktionalen Sicherheit und Sicherheitseinstufung (R. Jung)
> Anforderungen aus den relevanten Sicherheitsnormen
> IEC 61508 als Basisnorm: Übersicht
> Sicherheitseinstufungen: Safety Integrity Level (SIL, ASIL), Performance Level (PL)
> ALARP-Modell
> IEC 61508: abgeleitete/thematisch verwandte Normen wie ISO13849, ISO 26262, DIN EN 50128 und RTCA DO-178C
3. Systembezogene Darstellung eines kompletten Entwicklungsprozesses anhand der Sicherheitsnormen IEC 61508, ISO 26262, RTCA DO-178C u.a. (M. Heininger)
> Projekt-/Branchen-Kontext
> Planung auf Hard-/Software-Ebene: Aktivitäten, Dokumente
> System-Entwicklung: Requirements, Architektur, Design, Validation & Verifikation
> Hardware-Entwicklung: Requirements, Architektur und Design, Traceability, Validation & Verifikation, Umweltqualifikation
> Software-Entwicklung: Life Cycle, System-/Software-Requirements Traceability, Requirement-Kategorien und -Ebenen, Software-Architektur und -Design, Mechanismen zu Fehlerentdeckung und -behandlung
4. Funktionssicherheit in der E/E-Entwicklung aus Herstellersicht (N. Porta)
> Sicherheitstechnik: ergänzende Grundlagen
> Sicherheitslebenszyklus nach ISO 26262
> Sicherheits- und Zuverlässigkeitsmaßnahmen
> Sicherheitsanalyse-Methoden (FMEA, FTA)
5. Grundlegende Verfahren und Methoden im sicherheitsbezogenen Entwicklungsprozess (M. Heininger, R. Jung)
> FMEA
> Requirements-Management
> Konfigurations-Management
> Fehler- und Änderungs-Management
> Tool Qualifikation
> Reviews, Inspektionen und statische Analysen (MISRA)
6. Software-Test: Organisation und Verfahren (M. Heininger)
> Testprozess-Management (nach ISO/IEC 29119)
> Testmethoden, modellbasiertes Testen
> Grenzen der White-Box-Tests
> Testmetriken
> Fehlerklassifikation
7. Präsentation eines Tools (QA-C) und Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen (M. Heininger, R. Jung)
8. Abschlussdiskussion (M. Heininger, R. Jung)

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die nächsten Termine

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