Digitale Modulation und Codierung

Methoden – Technologische Grenzen – Anwendungen

In Zusammenarbeit mit dem VDE-Bezirksverein Württemberg e.V. (VDE)

Auf einen Blick

3 Tages-Seminar
neuer Termin in Planung in Ostfildern
Veranstaltung Nr. 34392.00.004


Inhouse Training anfordern

Infomaterial anfordern

Seminar weiterempfehlen


Teilnehmer dieser Veranstaltung interessierten sich auch für

Beschreibung

Eine der erfolgreichsten technologischen Errungenschaften der jüngsten Vergangenheit ist die stationäre sowie mobile digitale Datenübertragung. Unter extremer interferenz- und störbehafteter Umgebung kann mit passendem Modulations- und Codierungsverfahren eine ausgezeichnete Übertragungsqualität der Daten erreicht werden. Dabei spielen vor allem Konzepte der Quellsignal-, Leitungs- und Kanal-Codierung sowie der digitalen Modulation eine wesentliche Rolle. Der Grund für deren Einsatz ist die dadurch erzielbare hohe Störfestigkeit der Nachrichtenübertragung. Redundante Kodierung und darauf aufbauende Fehlerkorrekturen sowie höherwertige digitale Modulationsverfahren erlauben hervorragende Übertragungsqualität bei geringem Bandbreitenbedarf und somit hohe Bandbreiteneffizienz bis nah an das Shannonsche Limit.

Ziel des Seminars

Sie lernen die verschiedenen Möglichkeiten digitaler Modulation, Demodulation, Codierung und Decodierung kennen. Sie können für unterschiedliche Anwendungen das optimale Modulationskonzept auswählen und einsetzen. Sie werden in der Lage sein Bewertungskriterien wie Bitfehlerrate, Bandbreite-Effizienz, Nachbarkanal-Interferenz und Signal-Rausch-Verhältnis anzuwenden. Sie lernen Hardware- und Softwarelösungen kennen, mit denen die Systeme simuliert und realisiert werden können. Neben den theoretischen Grundlagen erhalten Sie praktische Beispiele und Aufgaben, die das Erlernte vertiefen, ferner Lernerleichterung anhand von PC-Vorführungen. Last but not least, Sie haben die Möglichkeit, das Erlernte am PC einzuüben.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Techniker, Ingenieure und Informatiker, die sich im Aufgabengebiet der digitalen Datenübertragung einen Einblick in moderne Modulations-und Codierungsverfahren verschaffen wollen. Ausdrücklich sind nicht nur Nachrichtentechniker angesprochen, da sichere Datenübertragung auch in vielen Embedded Systemen im industriellen Umfeld, vor allem im Kontext Industrie 4.0, zu finden ist.

Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Dienstag, 16. bis Donnerstag, 18. Mai 2017
9.00 bis 12.15 und 13.45 bis 17.00 Uhr

1. Einleitung
> Überblick über Einsatzgebiete der digitalen Modulation und Codierung (drahtgebundene und drahtlose Übertragungssysteme z.B. DSL-Varianten, Kabelnetze, Glasfasernetze, Satelliten, GSM, GPRS, Edge, UMTS, LTE, DAB, DVBs, WLAN u. a.)
> Überblick über Funktionseinheiten eines digitalen Datenübertragungssystems (Quell-Codierung/Decodierung, Verschlüsselung/Entschlüsselung, Kanal-Codierung/Decodierung, digitale Modulation/Demodulation, Spektrum-Spreizung/Despreizung, Entzerrung)
> Überblick über Modelle für gestörte Übertragungskanäle (rauschsignalgestörte (AWGN-)Kanäle, Mehrfachempfangkanäle, Fading-, Rayleigh-Kanäle u.a.)
> Shannonsche Beziehungen für Information und Kanalkapazität
> Einiges aus der Algebra (Gruppen, Galois-Felder, Polynome, Modulo-Arithmetik u.a.)
> PC-Demonstration

2. Digitale Modulations-/Demodulationsverfahren
> Analoge Modulationsverfahren (Amplituden-Modulation (AM), Frequenz-Modulation (FM), Phasen-Modulation (PM))
> Grundmerkmale der digitalen Modulation/Demodulation: Diskretisierung, Frequenzspektrum, Signal/Rausch-Abstand, kohärente und nicht-kohärente Decodierung, NYQUIST-Bandbreite, Inter-Symbol-Interferenz (ISI), Augendiagramm
> Amplituden-Umtastung (Amplitude Shift Keying ASK)
> Phasen-Umtastung (Phase Shift Keying PSK)
– Binäre PSK (BPSK), Differentielle PSK (DPSK), Quartinäre (Quadratur) PSK (QPSK), Offset QPSK (OQPSK), Pi/4 QPSK, Phasenkontinuierliche PSK (CPPSK)
> Frequenz-Umtastung (Frequency Shift Keying FSK)
– Binäre FSK (BFSK), Minimum FSK (MFSK), GAUSS FSK (GMSK)
> Hybride Modulationsverfahren
– M-ary PSK (MPSK), M-ary Quadratur ASM (QAM), M-ary FSK (MFSK)
> kohärente und nicht-kohärente Demodulationsverfahren
> Vergleich hinsichtlich Bandbreiten-Effizienz, Bitfehler-Häufigkeit (BER) und Realisierungsaufwand
> Überblick über weitere Modulationsverfahren (Trellis codierte Modulation, Spread Spectrum, OFDM u.a.)
> PC-Einübung

3. Kanal-Codierungs-/Decodierungsverfahren
> grundsätzliche Vorgehensweise bei der Codierung/Decodierung
> Block-Codes
– Zyklische Codes, Reed/Solomon (RS) Code, Bose/Chaudhuri/Hocquenghem (BCH) Code
> Faltungs-Codes
– Trellis-Diagramm, Maximum-Likelihood, Viterbi-Decoder
> Turbo-Codes
– Turbo-Convolutional-Code (TCC), Turbo-Product Code (TPC)
> Fehlererkennung, Fehlerkorrektur
> Vergleich hinsichtlich Leistung und Effizienz
> PC-Einübung

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die nächsten Termine

neuer Termin in Planung

© Technische Akademie Esslingen e.V., An der Akademie 5, 73760 Ostfildern  | Impressum