Effiziente Fertigungsplanung und Fertigungsplanerstellung

Fertigungspläne automatisiert und aus CAD-Modellen erstellen – Digitalisierung und PLM

Auf einen Blick

2 Tages-Seminar
02.04.2019 - 03.04.2019
9:00 Uhr
in Ostfildern bei Stuttgart

Technische Akademie Esslingen
An der Akademie 5
73760 Ostfildern

EUR 1.150,00(MwSt.-frei)

Veranstaltung Nr. 35301.00.001


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Referenten:
Dr.-Ing. E. Bendeich
Industrieberatung, Stuttgart
Dipl.-Ing. A. Heß
HSi GmbH, IT solutions for manufacturing, Erfurt
Dipl.-Inform. S. Kühner
Karlsruhe
Dr.-Ing. J. Weißkopf
simus systems GmbH, Karlsruhe

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Beschreibung

In der Entwicklung und Konstruktion entstehen wesentliche Informationen und die Produktstrukturen für die Fertigungsplanung, die automatisch an eine ERP- oder PPS-Lösung zu übergeben sind. PDM-/PLM-Lösungen übernehmen die Datenverwaltung für alle Gewerke, generieren mechatronische Stücklisten und sorgen für die Synchronisation von Daten und Dokumenten zwischen Entwicklung, AV, Fertigung sowie Service.

Kunden erwarten kurze Lieferzeiten, höhere Qualität, längere Nutzungszeiten, Wartungsfreundlichkeit, Betriebssicherheit und Umweltfreundlichkeit ohne Mehrkosten.

Die Anwendung nach der Konzeptphase besteht in der Optimierung einer bereits ausgewählten Konstruktion. Ein Ansatz sollte mehrere Methoden, zum Beispiel DFA, DFM und Design-to-cost, frühzeitig anwenden können und danach noch einzelne Parameter optimieren.
Fertigungsverfahren werden auf Grundlage von ca. 10 Kriterien wie Material, Fertigungsmenge, Produktivität, Abmessungstoleranzen, Oberflächengüte usw. nach festgelegten Regeln ausgeschieden. Verbleibende Fertigungsverfahren werden priorisiert mit Durchlaufzeit, Zykluszeit, Prozessflexibilität, Materialnutzung, Qualität und Fertigungskosten.

Die konventionelle Produktentwicklung verwendet den Ablauf Konstruiere – Fertige – Teste mit langen Lieferzeiten. Durchführende Funktionsbereiche (Fertigungssteuerung, Einkauf, Produktion u.a.) sollten Kostenoptimierungen in Planungsbereiche (vorwiegend Entwicklung und Konstruktion, Fertigungsplanung) vorziehen. Frühzeitige Kostenoptimierungen in der Konstruktionsphase verbessern Entscheidungen und verringern oder vermeiden Änderungskosten sowie Zeitverzögerungen.

Produkt-Prozesswissen ist firmenspezifisch, schwierig zu erfassen, nutzerfreundlich zu visualisieren und bereitzustellen. Die varianten-basierte Methode sortiert Wissen über bekannte Teile, während das generative Vorgehen aufgrund der Teilemerkmale und Fertigungsanforderungen (meist wissensbasiert) einen optimalen Fertigungsplan erzeugt.
Produktleistungen, Qualität und Herstellkosten müssen für konstruktive Überlegungen bereits in deren Konzeptphase verfügbar sein. Alternative Kostenschätzmethoden (wie Life Cycle Costing (LCC) gibt es schon lange, um Schwächen zu beheben. Dies gelingt nur bei einer Integration von E & K, Fertigungs-/Prozessplanung und Fertigung. KMU’s fehlen die Ressourcen, Werkzeuge erfüllen spezielle Anforderungen oft nicht, und vorhandene Lösungen sind unzureichend integriert.
In den Konstruktionsabteilungen entstehen die mechanischen Produktstrukturen und mechatronische Stücklisten. Digitale vollständige und gültige Produktinformationen sind Voraussetzung für die Optimierung in Fertigungsplanung und Fertigung. Ohne komplettes Wissen über die Beschaffenheit von Produkten ist deren Fertigung nicht automatisierbar und ohne komplette Dokumentation von Produkten sind „Digitale Zwillinge“ und „Vorausschauende Wartung“ nicht realisierbar.

Bauteile von Vorzugslieferanten und PLM-Integration mit ERP befähigen dazu, logistische Prozesse zu optimieren. Die auftragsbezogene Fertigung bzw. geringe Eigenwertschöpfung/Fertigungstiefe zwingt Firmen dazu, große technische Unterlagen (CAD-Zeichnungen, Spezifikationen u.a.) mit externen Ingenieurbüros, Lieferanten und Behörden (Zulassungsverfahren) per E-Mail, FTP und Dropbox auszutauschen. Die Alternative besteht in der Nutzung „virtueller Projekträume“ in der Cloud.

Ziel der Weiterbildung

> geringerer Fertigungsaufwand
> Verfügbarkeit, durchgehender Datenfluss
> CAD Costing – Kostendaten direkt aus dem CAD
> weniger Schnittstellen
> kürzere Lieferzeiten, geringere Bestände
> Lösungen für eine effiziente Arbeitsvorbereitung
> marktsynchrone störungsfreiere Produktion durch realitätsnahe Fertigungsplanung
> stärkere Wiederverwendung von Wissen, geringerer Planungsaufwand und weniger Expertenwissen

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Fach- und Führungskräfte aus Arbeitsvorbereitung, Prozessplanung, Fertigung und Montage

Inhalte

Dienstag, 2. und Mittwoch, 3. April 2019
9.00 bis 12.00 und 13.15 bis 17.00 Uhr

1. Aufgaben und Erfolgsfaktoren der Arbeitsvorbereitung (E. Bendeich)
> Trends Arbeitsvorbereitung, Fertigungsplanung und Fertigungssteuerung
> Anforderungen an Fertigungspläne für die Produktionskonzepte
> Prozessplanung verbindet die wichtigen Lebenszyklusphasen Konstruktion und Fertigung
> Unterscheidung Neu-, Anpassungs-, Varianten-, Wiederholplanung zu wenig differenziert
> drei ineinander übergehende Planungsprinzipien: vollständige, teilweise oder keine Übernahme von Lösungen, sondern Verwendung von anerkannten Methoden
> generierende, variantenbasierte, projektierende Arbeitsplanungsmethoden
> Fertigungsplanung/Prozessplanung sollte die aktuelle Fertigungssituation berücksichtigen

2. Arbeitsplanerstellung für Teilefertigung (E. Bendeich)
> Methoden und Eingangsdaten zur Arbeitsplanerstellung
> Material- und Rohteilauswahl/Bestimmung des Materialverbrauchs
> Vergleich der Ansätze Prozess-zuerst versus Material-zuerst
> Bestimmung der Arbeitsvorgangsfolge und Fertigungsmittelzuordnung, dynamische zeitnahe Prozessplanung versus frühzeitige Fertigungspläne (oft nicht verwendet)
> Arbeitsunterweisung, Ermittlung von technologischen Daten
> Vorgabezeitermittlung nach REFA, Bestimmung wirtschaftliche Losgröße

3. Computer-gestützte dynamische anstatt traditionelle Prozessplanung (CAPP) (E. Bendeich)
> übliche Arbeitspläne für CAPP nicht ausreichend, da das alleinige Planungsergebnis ohne Begründung der Entscheidungen für die rechnerunterstützte Planung nicht nutzbar ist
> Aufbereitung modellbasiert mit leicht verständlichen Sinnbildern der Zwischenzustände
> verspricht bessere Designs, geringere Herstellkosten, größere Flexibilität, verbesserte Qualität
> geht von statischem Zustand in der Fertigung und unbegrenzten Kapazitäten aus, daher entstehen Engpässe und Warteschlangen, Prozesspläne werden ineffizient
> Verbindung Design, Fertigungsplanung und Produktion, Geometrien/Toleranzen, Material mit Ressourcen

4. Verzahnung von Entwicklung und Arbeitsplanung (S. Kühner)
> PDM/PLM als Brücke zwischen CAD und ERP
> Collaboratives PLM als Wegbereiter für die Digitalisierung
> Bereitstellung von Vorzugsartikeln aus AV und Einkauf für die Entwicklung
> Austausch von technischen Dokumenten zwischen AV und externen Ingenieurbüros, Lieferanten und Behörden

5. Verbesserung der Prozessplanung durch Feedbackdaten aus der Fertigung (E. Bendeich)
> Kriterien für Planungsqualität: Herstellbarkeit, Prozessgüte, Maschinen, Zeitdaten
> benötigte Planungszeit, Erfahrungsabhängigkeit und Ergebnisgüte
> Rückkopplung aus der Fertigung zur Planungsverbesserung und Einhaltung der Planvorgaben, Umsetzungsdisziplin

6. Verzahnung von Arbeitsplanung und Fertigungssteuerung (E. Bendeich)
> Integration von Prozessplanung und Terminierung der Aufträge
> Potenziale durch Integration der Prozessplanung und Terminierung
> Überwindung von Zeit- und Informationsverlusten, Verbesserung der Auftragsabwicklung
> Nutzen einer Anpassung bei veränderten Randbedingungen (alternative Prozesspläne)
> Potenziale und Verbesserung logistischer Kennzahlen – Flexibilität, Durchlaufzeit, Termintreue, Bestände, Anlagennutzung u.a.
> Auswirkungen unvorhersehbarer Ereignisse bei fehlender Rückkopplung zur FPL

7. Auf kürzeren Wegen zum besseren Arbeitsplan (A. Hess)
> Warum eine Zeitbasis selbst aufbauen, wenn man sie vorgefertigt bekommt?
> Planungsaufwände mit Generierung senken
> Integrierte Planzeitermittlung – in jedem ERP-System möglich
> Varianten ja – wenn es schnell geht!
> Demonstration am System

8. Intuitive Auftragssteuerung (A. Hess)
> Fertigungsaufträge aus Kalkulationen, Plänen und Rückmeldungen
> der "rechnende" Fertigungsauftrag – aktualisierte Planzeiten in letzter Sekunde
> Terminierung unter Betrachtung von Mensch- und Maschinenkapazität
> Nur die Planung gegen begrenzte Kapazitäten liefert reale Termine
> Verbesserung der Prozessplanung durch Feedback Daten aus der Fertigung
> automatische Neuplanung auf der Basis von Auftragsfortschritt, Kapazität und Priorität
> digitale Bereitstellung von Fertigungsinformationen – papierlose Rückmeldung

9. Arbeitspläne vollautomatisch aus 3D-CAD-Modellen erstellen (J. Weißkopf)
> Ermittlung der Bearbeitungsfolgen, Maschinen- und Planzeiten „per Knopfdruck“ auf Basis der 3D-CAD-Modelle
> Berechnung von Arbeitsplanvarianten und Kosten schon während der Konstruktion
> einfaches Auffinden von Vorlage-Arbeitsplänen anhand ähnlicher CAD-Modelle
> flexibler Detaillierungsgrad
> automatische Übernahme der Arbeitspläne in das ERP-System

Referenten

Leitung:
Dr.-Ing. E. Bendeich

Referenten:
Dr.-Ing. Eugen Bendeich
Industrieberatung, Stuttgart, Lehrbeauftragter an Hochschulen, VDI-Lehrbeauftragter,
Dipl.-Ing. Andreas Heß
Geschäftsführer der HSi GmbH, Erfurt. Langjährige Erfahrungen bei der Einführung von Systemen zur Arbeitsvorbereitung und Kalkulation in den Bereichen Maschinen-, Anlagen- und Werkzeugbau, sowie der Zulieferindustrie.,
Dipl.-Inform. Stefan Kühner
Karlsruhe
Dr.-Ing. Jörg Weißkopf
simus systems GmbH, Karlsruhe,

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer EUR 1.150,00(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
02.04.2019, 9:00 Uhr Effiziente Fertigungsplanung und Fertigungsplanerstellung Ostfildern$$ortdetail$$ EUR 1.150,00

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