EMV in der Kraftfahrzeugentwicklung

Expertentraining zur aktuellen Normenlage

In Zusammenarbeit mit dem VDE-Bezirksverein Württemberg e.V. (VDE)

Beschreibung

Die Entwicklung moderner Kraftfahrzeuge beinhaltet die gezielte Beeinflussung und Validierung der elektromagnetischen Verträglichkeit (EMV) der Elektroniksysteme an Bord eines Kraftfahrzeugs. Die EMV kann auf Grund der Komplexität des Elektronikumfanges nur sichergestellt werden, wenn die Entwicklung der EMV-Eigenschaften gezielt von Schaltkreis über Einzelelektroniken bis in das Fahrzeug beeinflusst wird. Die Elektroniksysteme sollen modular in verschiedenen Fahrzeugklassen und -typen eingesetzt werden können. Jedes der vielen Elektroniksysteme wirkt potentiell als Störquelle, die andere Elektroniksysteme beeinflussen kann.
Zur EMV-gerechten Auslegung des Kraftfahrzeugs ist die Kenntnis der verschiedenen Störquellen und der physikalischen Grundlagen der Kopplung von Störungen im Fahrzeug von entscheidender Bedeutung. Die Entwicklung und Validierung des Antriebsystems von Elektrofahrzeugen stellt eine besondere Herausforderung für EMV-Ingenieure dar. Dies lässt sich nur in einem konsequenten EMV-Entwicklungsprozess umsetzen, in dem die elektrischen und elektronischen Komponenten eines Kraftfahrzeuges alle EMV-Anforderungen sowohl auf Komponentenebene im Labor als auch im Fahrzeug erfüllen müssen. Komponenten von Elektrofahrzeugen bedingen eine zusätzliche Betrachtung hinsichtlich Verkopplung zwischen Hochvoltsystemen und konventionellem Bordnetz sowie der Beeinflussung durch Störungen aus dem Niederspannungsnetz.

Ziel der Weiterbildung

Die Teilnehmer kennen nach dem Seminar die Herausforderungen der EMV im Kraftfahrzeug. Sie verstehen die EMV-spezifischen Verkopplungen zwischen Elektroniksystemen im Kraftfahrzeugbordnetz, um Maßnahmen zur Entkopplung der Störungen umzusetzen. Zudem sind ihnen die EMV-Mess- und Prüfverfahren zur Bewertung der Kraftfahrzeugelektroniken sowie die Haupteinflüsse auf die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse bekannt. Auf die mess- und prüftechnischen Besonderheiten bei der Validierung von Hochvoltkomponenten in Elektrofahrzeugen sowie bei der Verbindung mit dem Niederspannungsnetz wird ein besonderer Schwerpunkt gelegt. Die Teilnehmer lernen auch die gesetzlichen Anforderungen sowie die Verfahren zum Nachweis der Erfüllung dieser Anforderungen kennen.

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Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Ingenieure, Physiker und Techniker aus dem Bereich der Elektronikentwicklung und -validierung von Fahrzeugherstellern/-zulieferern und Dienstleistern, Ingenieure aus dem Umfeld der Elektromobilität sowie Mitarbeiter von Prüflaboratorien.

Die Teilnehmer sollten Grundkenntnisse der Elektrotechnik, EMV und Hochfrequenzmesstechnik besitzen.

Inhalte

Stand der letzten Durchführung:

Dienstag, 13. und Mittwoch, 14. November 2018
8.30 bis 11.45 und 13.15 bis 16.30 Uhr

1. Grundlagen der EMV mit spezifischen Aspekten der Kraftfahrzeugtechnik

2. EMV-Entwicklungsprozess von Kraftfahrzeugherstellern

3. EMV-Anforderungen an Fahrzeuge, Komponenten und ICs

4. Spezifische EMV-Herausforderungen bei Elektro- und Hybridfahrzeugen

5. Fahrzeugmess- und -prüfverfahren zur Sicherung der Störfestigkeits-, Störaussendungs- und ESD-Anforderungen

6. Komponentenverfahren zur Sicherung der EMV gegenüber leitungsgebundenen, induktiv/kapazitiv gekoppelten und gestrahlten Störungen (inklusive ESD)

7. OEM- und gesetzliche Anforderungen und deren Validierung

8. Herausforderung EMV von Elektro- und Hybridfahrzeugen sowie spezifische Aspekte der Mess- und Prüftechnik

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die nächsten Termine

neuer Termin in Planung

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