Holzschutz beim Bauen im Bestand

Holzschäden, vorbeugende Maßnahmen, Instandsetzung

Beschreibung

Der Holzschutz umfasst alle vorbeugenden und bekämpfenden Maßnahmen, um Holz und Holzwerkstoffe vor Qualitätsverlust, Eigenschaftsminderung und Zerstörung zu schützen. Gründe hierfür können fehlerhafte Konstruktionen, biotische Einflüsse (Pilze, Insekten und andere Schädlinge), chemische Einwirkungen, hohe Temperaturen oder Feuer sein.

Gerade beim Bauen im Bestand kommt dem vorbeugenden Holzschutz eine besondere Bedeutung zu, da es hierbei in der Regel um die Sanierung bereits vorhandener Schäden geht. Hier haben Planer und Ausführende eine Vielzahl von Rahmenbedingungen zu beachten.

Der bauliche Holzschutz an sich unterliegt bestimmten Grundregeln. Die besonders relevanten Normen DIN 68800-1:2011 und DIN 68800-2:2012 geben als technische Regelwerke intensive Hilfestellung zur Umsetzung.
Diese Regeln sind sowohl im Neubau wie auch im Bestand einzuhalten. Jedoch bieten die Normwerke diverse Möglichkeiten an, auf die Besonderheit des „Bauen im Bestands“ einzugehen.

Ziel der Weiterbildung

Das Seminar bietet Architekten, Ingenieuren, Holzbauunternehmern, Zimmerern und Sachverständigen eine wertvolle Orientierung im Umgang mit bestehenden Holzbauteilen und Holzkonstruktionen.

Die Veranstaltung zeigt Grundlagen, Möglichkeiten und Grenzen des baulichen und chemischen Holzschutzes im Bestand auf. Sie hilft bei der fachgerechten Umsetzung der Normvorgaben und Regelwerke beim vorbeugenden Holzschutz sowie bei der Sanierung und Bekämpfung von Schäden.

Das Seminar ist gemäß der Fortbildungsordnung der Ingenieurkammer Baden-Württemberg und der Ingenieurkammer-Bau NRW anerkannt.

Diese Veranstaltung wird von der Architektenkammer Baden-Württemberg als Fort-/Weiterbildung mit einem Umfang von 16 Unterrichtsstunden für Mitglieder und Architekten/Stadtplaner im Praktikum für die Fachrichtungen Architektur und Innenarchitektur anerkannt.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Architekten, planende Ingenieure in Entwurfs- und Planungsbüros, Bauunternehmen, Bauträger-, Projektentwicklungs-, Wohnungsbaugesellschaften, Bauverwaltungen, Behörden (Bau, Umwelt), Institutionen, Bauleiter, Bausachverständige sowie Fach- und Führungskräfte im Baugewerbe

Inhalte

Stand der letzten Durchführung:

Donnerstag, 22. Oktober 2020
8:30 bis 12:00 und 13:00 bis 17:00 Uhr

Einflussfaktoren auf die Tragfähigkeit (S. Biebl, F.Scharmacher)
> Holzfeuchte
> holzverfärbende und holzzerstörende Pilze
> holzzerstörende Insekten

Zustandserfassung von Holzkonstruktionen (F. Scharmacher)
> Methodik, Vorgehen
> Methoden der Zustandserfassung (Holzfeuchtemessung, Bohrwiderstandmessung u.a.)

Erfahrungen aus der Bauwerksprüfung (F. Scharmacher)
> Regelwerke
> Praxisbeispiele

Holzschutz in Regelwerken (S. Biebl, F. Scharmacher)
> DIN 68800:1-4
> WTA Merkblätter

Baulicher Holzschutz (F. Scharmacher)
> grundsätzliche bauliche Maßnahmen
> besondere bauliche Maßnahmen
> Lösungsansätze beim Bauen im Bestand

Freitag, 23. Oktober 2020
8:30 bis 12:00 und 13:00 bis 16:00 Uhr

Vorbeugender chemischer Holzschutz (S. Biebl)
> Holzschutzmitteltypen
> Wirkstoffe
> Anwendungsverfahren

Bekämpfungs- und Sanierungsmaßnahmen (S. Biebl, F. Scharmacher)
> Regelsanierung Insekten
> Regelsanierung Naßfäulepilze
> Regelsanierung Echter Hausschwamm
> Sonderverfahren
> Hinweise zu statisch konstruktiver Instandsetzung

Umgang mit alten Holzschutzmitteln (S. Biebl, F. Scharmacher)
> PCP, Lindan, DDT
> Arbeitsschutzmaßnahmen
> Kulturgüter

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Fördermöglichkeiten
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Die nächsten Termine

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