Kurz- und Schnellkalkulation

Frühzeitige Kosteninformation für Angebotswesen und Konstruktion

Beschreibung

Im Seminar werden Methoden für Vorkalkulationen und Schnellkalkulationen in Angebotswesen und Konstruktion vorgestellt. Einsatzgebiete, Voraussetzungen, erreichbare Genauigkeiten und Einsatzgrenzen werden aufgezeigt.
Das Seminar regt an, diese Verfahren im eigenen Unternehmen einzusetzen.

Bereits in frühen Phasen der Produktentwicklung und in der Konzeptphase der Konstruktion werden 60 bis 80 Prozent der Herstellkosten festgelegt. Während der Konstruktion und in der Angebotsphase sind nur unvollständige Informationen über Produkt, verwendete Teile, Materialverbrauch, Fertigungsabläufe und -zeiten verfügbar. Kalkulationsverfahren liefern jedoch trotz der lückenhaften Informationen hinreichend genaue Kosten unter Verwendung von
> Kostengesetzmäßigkeiten
> Kostenkennzahlen
> Vergleichen, Schätzungen
> anderen Erfahrungsdaten.

Ziel des Seminars

Die Verfahren zur Kurz- und Schnellkalkulation werden mit Beispielen und Fallstudien erläutert.
Die Teilnehmer werden in der Lage sein, die Verfahren in der eigenen betrieblichen Situation anzuwenden. Die notwendigen, mit diesen Verfahren erreichbaren Genauigkeiten werden erläutert.

Die Teilnehmer erhalten eine umfangreiche Seminarunterlage mit Erläuterungen zu den Methoden und benötigten Hilfsmitteln.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Teilnehmerkreis
Fach- und Führungskräfte aus Angebotswesen, Kalkulation, Konstruktion, Planung, Arbeitsvorbereitung, Einkauf, Vertrieb, Entwicklung und Controlling

Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Montag, 29. Mai 2017
9.00 bis 12.15 und 13.00 bis 18.15 Uhr

1. Verfahren zur Kostenermittlung (E. Bendeich)
> Gewichtskosten-Kalkulation, Kilokosten- und Materialkostenmethode
> Beispiele Schmiedeteile, gegossene Teile

2. Verfahren zur Kostenermittlung bei mehreren Kostentreibern (E. Bendeich)
> kostenbestimmende Einzelteile, Faktorkostenmethode

3. Entwicklungs- und konstruktionsbegleitende Kalkulation (E. Bendeich)
> Kostenschätzung bei unfertigen Produktfestlegungen und lückenhaften Daten
> notwendige Genauigkeit bei Projekten, Genauigkeit und Kostenanteil, Fehlerausgleich
> Kostenermittlung bei lückenhaften Werten

3. Kostenwachstums-Gesetze und Kostenfunktionen ermitteln für ähnliche Wiederholteile (E. Bendeich)
> Kostenfunktionen durch grafische Methode, Hoch-Tief-Methode
> Methode „Kleinste Quadrate“, Regressionsanalyse

4. Analytische Verfahren zur Kostenermittlung rotationssymmetrischer Teile (E. Bendeich)
> Kalkulation Fertigung von rotationssymmetrischen Teilen (Drehen)
> Berechnung über Bearbeitungsflächen (Schleifen)

5. Analytische Verfahren für Frästeile (E. Bendeich)
> Berechnung Prismatische Teile (Fräsen)
> Berechnungsverfahren, Volumen, Gewicht, Oberfläche

6. Kalkulation von Fertigungsverfahren (E. Bendeich)
> Lackieren, Galvanisieren, Glühen, Härten
> Blechverarbeitung, Schweißkonstruktionen

7. Zusammensetzung der Kosten und Kalkulationsgenauigkeit (E. Bendeich)
> notwendige Genauigkeit, Maßnahmen zur Erhöhung der Genauigkeit
> Produktstrukturen, Beispiel Antrieb

Zusammenfassung, Beantwortung spezieller Fragen

Dienstag, 30. Mai 2017
8.00 bis 12.00 und 13.00 bis 16.30 Uhr

8. Workshop: Kalkulation von Beispielteilen (E. Bendeich)
> Kalkulation Lagerbock, Mischerdeckel
> Kostenvergleiche geschweißte, zerspante und gegossene Produkte

9. Kalkulation von Beispielen aus dem Teilnehmerkreis (E. Bendeich)

10. Mit IT-Lösungen schnell und doch punktgenau kalkulieren? (A. Heß)
> mit bereits hinterlegten Schnitt- und Zeitwerten Einführungsaufwände sparen
> gemeinsame Wissensbasis für mechanische Bearbeitung, Stahlbau und Montage
> schneller durch Zugriff auf Stücklisten- und CAD-Daten
> richtige Entscheidungen durch Technologie- und Standortvergleiche
> Best-Practice-Beispiele von Teilen aus dem Maschinenbau und von Lohnfertigern

11. Kosten-Schätzung für Maschinen und Anlagen (E. Bendeich)
> Kapital-Kosten-Kapazitäts-Modell
> Basiskostenmethode, Faktor-Methode
> Lebenszykluskosten-Betrachtungen

12. Vollkostenrechnung (E. Bendeich)
> Schwächen und Grenzen der Vollkostenrechnung

13. Deckungsbeitragsrechnung als Teilkostenrechnung (E. Bendeich)
> Gewinnschwelle/Break-Even-Point, Kriterien, Einflussgrößen
> Eigenfertigung oder Fremdbezug

14. Zielkostenrechnung – Target Costing (E. Bendeich)
> Produkt- und Kostenstruktur, Zielkostenrechnung und -kontrolle

Schlussdiskussion, Beantwortung spezieller Fragen

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die nächsten Termine

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