Metallographische Untersuchungsmethoden, Teil D

Schadensfalluntersuchung – Tendenzen in der Entwicklung und Untersuchung von Werkstoffen – Übungen

Beschreibung

Die Metallographie ist ein besonderes Verfahren der Werkstoffprüfung und eine unverzichtbare Methode für die quantitative und qualitative Gefügebeurteilung und damit zur Überprüfung der geforderten Eigenschaften von Werkstoffen und Bauteilen.
Metallographische Untersuchungen und die Bewertung der Befunde stellen daher bei der Herstellung, beim Betrieb von Bauteilen und im Schadens- bzw. Garantiefall ein unentbehrliches Element der Qualitätssicherung dar. Für ein erfolgreiches metallographisches Arbeiten sind besondere Kenntnisse über die Herstellung von Schliffen sowie über die werkstoffkundlichen Zusammenhänge des Gefüges mit den Werkstoffeigenschaften, der Herstellung von Bauteilen bzw. dem Schädigungsverhalten notwendig.

Inhalte der vier Seminarteile
Es werden Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Durchführung von metallographischen Arbeiten und Analysen erworben. Die praktische Kompetenz bei der Darstellung und Bewertung von Gefügebefunden wird vertieft.
In Teil A werden metallographisches Grundwissen und Handfertigkeiten in Verbindung mit werkstoffkundlichen Grundlagen angeboten.
In Teil B erfolgt eine praxisorientierte Vertiefung der Zusammenhänge zwischen Gefüge und Eigenschaften technisch relevanter Werkstoffe. Die Vorteile und Möglichkeiten von hochauflösenden metallographischen Gefüge- und Strukturuntersuchungen (Elektronenmikroskopie) werden in Teil C behandelt. In Teil D werden die besonderen Möglichkeiten der Metallographie zur Klärung von Schadensfällen und Qualitätsreklamationen mit praktischen Hinweisen zur Vorgehensweise vorgestellt.

Weitere Einzelheiten können der TAE-Internetseite www.metallografiekurs-tae.de entnommen werden.

Ziel der Weiterbildung

Schäden an Bauteilen führen zu großen Kosten und können auch die Sicherheit von Personen und die Umwelt beeinträchtigen. Fehler bei der Auslegung, der Herstellung und Verarbeitung und eine nicht bestimmungsgemäße Verwendung im Betrieb sind die Auslöser für einen Schadensfall. Jeder Schaden hinterlässt seine typischen Spuren im Werkstoff bzw. im Gefüge. Die lichtmikroskopische und elektronenmikroskopische metallographische Untersuchung ist die wichtigste Methode, Schadensursachen zu identifizieren und darauf aufbauend Maßnahmen zum Ausschluss weiterer Schäden einzuleiten.

Das Seminar „Metallographische Untersuchungsmethoden, Teil D“ stellt die grundsätzliche Vorgehensweise und Strategien der metallographischen Untersuchung von Schadensfällen bzw. Qualitätsabweichungen vor. Die Auswirkungen von werkstoff- und beanspruchungsabhängigen Versagens- bzw. Schädigungsmechanismen im Gefüge technisch relevanter Legierungen werden vorgestellt und erläutert. An praktischen Beispielen wird die Vorgehensweise der metallographischen Untersuchung (Schlifflage, Präparation und Auswertung) bei Schadensuntersuchungen demonstriert. Die Erkennbarkeit typischer Schäden und der zugehörige Schadensablauf in technischen Legierungen wird anhand des metallographischen Erscheinungsbildes beschrieben. Ursachen und (werkstofftechnische) Abhilfemaßnahmen werden vorgestellt.

Die Vorträge werden ergänzt durch Demonstrationen und Übungen in kleinen Gruppen, an denen die Arbeits- bzw. Vorgehensweise an ausgewählten Beispielen vorgestellt wird. Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen metallographischem Befund und Versagen/Qualitätsmangel bei unterschiedlichen Werkstoffen zu erkennen und diese richtig zu interpretieren. Es besteht die Möglichkeit in begrenztem Umfang aktuelle Problemfälle der Teilnehmer/-innen zu diskutieren.
Die erfolgreiche Teilnahme wird bescheinigt.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

> Mitarbeiter/-innen in metallographischen Laboratorien/Werkstoffprüfung
> Techniker/Ingenieure aus dem Bereich Qualitätssicherung und -überwachung
> Verantwortliche für Reklamationen und Schadensverhütung

Inhalte

Stand der letzten Durchführung:

Mittwoch, 13. bis Freitag, 15. November 2019
1. Tag: 8:30 bis 12:00 und 12:45 bis 17:00 Uhr
2. Tag: 8:30 bis 12:00 und 12:45 bis 16:15 Uhr
3. Tag: 8:30 bis 12:00 und 12:45 bis 13:30 Uhr

1. Einführung in die Systematik der Schadensanalyse (H. Diem)

2. Rasterelektronenmikroskop und Elektronenstrahlmikrosonde in der Schadensanalyse – Gerätetechnik und Schadensfälle (D. Willer)

3. Entstehung, Ermittlung und Darstellung von herstellungsbedingten Fehlern im Stahlguss, Schmiedestücke (A. Udoh)

4. Ermittlung und Darstellung von herstellungsbedingten Fehlern in Nichteisenwerkstoffen (J. Kinder)

5. Metallographische Beschreibung von Schäden durch Korrosion (K. Menzel)

6. Metallographische Beschreibung von Schäden durch Verschleiß (K. Sommer)

7. Metallographische Beschreibung von Schäden durch statische Beanspruchung bei hohen Temperaturen (Kriechen) (K. Maile)

8. Metallographische Beschreibung von Schäden bei zeitlich veränderlicher Beanspruchung (Ermüdung) (J. Kinder)

9. Besonderheiten in Schweißverbindungen (K. Maile)

Die Vorträge werden jeweils ergänzt durch Übungen und Demonstrationen an praktischen Beispielen.

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um den optimalen Lernerfolg zu garantieren.

Die nächsten Termine

neuer Termin in Planung

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