Metallographische Untersuchungsmethoden, Teil D

Schadensfalluntersuchung – Tendenzen in der Entwicklung und Untersuchung von Werkstoffen – Übungen

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM)

Auf einen Blick

3 Tages-Seminar
neuer Termin in Planung
in Ostfildern

Veranstaltung Nr. 33504.00.009


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Beschreibung

Die Metallographie ist ein besonderes Verfahren der Werkstoffprüfung und stellt eine unverzichtbare Methode für die quantitative und qualitative Gefügebeurteilung und damit zur Überprüfung der geforderten Eigenschaften von Werkstoffen dar. Metallographische Untersuchungen und die Bewertung der Befunde stellen während der Herstellung, beim Betrieb von Bauteilen und im Schadens- bzw. Garantiefall ein unentbehrliches Element der Qualitätssicherung dar. Für die erfolgreiche Umsetzung der metallographischen Analysen in die praktische Anwendung sind Kenntnisse über die Herstellung von Schliffen sowie über die werkstoffkundlichen bzw. metallkundlichen Zusammenhänge mit den Werkstoffeigenschaften bzw. dem Schädigungsverhalten notwendig.

Inhalte der vier Seminarteile
Es werden Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Durchführung von metallographischen Arbeiten und Analysen erworben. Die Kompetenzen in Interpretation und Umsetzung von metallographischen Befunden werden werkstoffspezifisch für die praktische Anwendung vertieft.
In Teil A werden metallographisches Grundwissen und Handfertigkeiten in Verbindung mit werkstoffkundlichen Grundlagen angeboten. In Teil B erfolgt eine praxisorientierte Vertiefung der Zusammenhänge zwischen Gefüge und Eigenschaften technisch relevanter Werkstoffe. Die Vorteile und Möglichkeiten von hochauflösenden metallographischen Gefüge- und Strukturuntersuchungen (Elektronenmikroskopie) werden in Teil C behandelt. In Teil D werden die Möglichkeiten der Anwendung der Metallographie bei Schadensfällen und Qualitätsreklamationen mit praktischen Hinweisen zur Vorgehensweise vorgestellt.

Die erfolgreiche Teilnahme wird bescheinigt.

Demonstrationen und Übungen
Die Vorträge werden ergänzt durch Demonstrationen und Übungen in kleinen Gruppen, an denen die Arbeits- bzw. Vorgehensweise an ausgewählten Beispielen vorgestellt wird.
Ziel ist es, Zusammenhänge zwischen metallographischem Befund und Versagen/Qualitätsmangel zu erkennen und diese richtig zu interpretieren.

In den Übungen werden der Ablauf der metallographischen Untersuchungen und die Ergebnisse im Hinblick auf die Identifizierung der Schadensursachen gemeinsam diskutiert und entwickelt. Hierzu führen Sie selbstständige Untersuchungen, zum Beispiel am Stereomikroskop und Lichtmikroskop durch.
Die Schadensfälle decken die in den Vorträgen erwähnten Schädigungsmechanismen aus Kriechen, Ermüdung, Korrosion und Verschleiß sowie typische Herstellungsfehler ab.

Ziel des Seminars

Schäden an Bauteilen führen zu großen Kosten und können auch die Sicherheit von Personen und die Umwelt beeinträchtigen. Fehler bei der Auslegung, der Herstellung und Verarbeitung und eine nicht bestimmungsgemäße Verwendung im Betrieb sind die Auslöser für einen Schadensfall. Jeder Schaden hinterlässt seine typischen Spuren im Werkstoff bzw. im Gefüge. Die qualitative metallographische Untersuchung ist die wichtigste Methode, Schadensursachen zu identifizieren und darauf aufbauend Maßnahmen zum Ausschluss weiterer Schäden einzuleiten.

Das Seminar „Metallographische Untersuchungsmethoden, Teil D“ stellt die grundsätzliche Vorgehensweise und Strategien der metallographischen Untersuchung von Schadensfällen bzw. Qualitätsabweichungen vor. Die werkstoff- und beanspruchungsabhängigen Versagens- bzw. Schädigungsmechanismen technisch relevanter Legierungen werden im Zusammenhang mit den zugeordneten Vorgängen im Werkstoff bzw. Gefüge vorgestellt.
An praktischen Beispielen wird die Vorgehensweise der metallographischen Untersuchung (Schlifflage, Präparation und Auswertung) demonstriert. Die werkstoffspezifischen Einflüsse der Beanspruchung bzw. Herstellung werden vorgestellt bzw. deren Auswirkungen auf das metallographische Erscheinungsbild werden beschrieben.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert. DQS-Zertifizierung

Teilnehmerkreis

> Mitarbeiter/-innen in metallographischen Laboratorien/Werkstoffprüfung
> Techniker/Ingenieure aus dem Bereich Qualitätssicherung und -überwachung
> Verantwortliche für Reklamationen und Schadensverhütung

Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Mittwoch, 23. bis Freitag, 25. November 2016
8.30 bis 17.00 Uhr

1. Einführung in die Systematik der Schadensanalyse (H. Diem)

2. Rasterelektronenmikroskop und Elektronenstrahlmikrosonde in der Schadensanalyse – Gerätetechnik und Schadensfälle (D. Willer, H. Ruoff)

3. Ermittlung und Darstellung von herstellungsbedingten Fehlern im Stahlguss (A. Udoh)

4. Ermittlung und Darstellung von herstellungsbedingten Fehlern in Nichteisenwerkstoffen (J. Kinder)

5. Metallographische Beschreibung von Schäden durch Korrosion (K. Menzel)

6. Metallographische Beschreibung von Schäden durch Verschleiß (K. Sommer)

7. Metallographische Beschreibung von Schäden durch statische Beanspruchung bei hohen Temperaturen (Kriechen) (K. Maile)

8. Metallographische Beschreibung von Schäden bei zeitlich veränderlicher Beanspruchung (Ermüdung) (J. Kinder)

9. Besonderheiten in Schweißverbindungen (K. Maile)

Die Vorträge werden jeweils ergänzt durch Übungen.

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.
Beim gemeinsamen Mittagessen findet ein reger Austausch mit den Referenten statt. Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn des Seminars eine Mappe mit ausführlichen Seminarunterlagen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Teilnehmer begrenzt um den optimalen Lernerfolg zu garantieren.

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