Neues Bauvertragsrecht in der Baupraxis - Nachträge nach § 650b, c BGB

Aufstellen und Prüfen von Nachträgen nach neuem Bauvertragsrecht

Auf einen Blick

1 Tages-Seminar
11.03.2019 - 11.03.2019
8:30 Uhr
in Ostfildern

Technische Akademie Esslingen
An der Akademie 5
73760 Ostfildern

EUR 630,00(MwSt.-frei)

Veranstaltung Nr. 35184.00.003


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Referenten:
Prof. Dr. techn. R. Bartsch
Bartsch Warning Partnerschaft, Ingenieurbüro für Baubetrieb und Bauwirtschaft, Beratende Ingenieure mbB, München
RA Dr. iur. R. Kohlhammer
LUTZ I ABEL Rechtsanwalts GmbH, München

Beschreibung

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Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Mittwoch, 7. März 2018
8.30 bis 11.45 und 13.15 bis 16.30 Uhr

1. Änderung des vereinbarten Werkerfolgs
> Unterschied „Änderung des vereinbarten Werkerfolgs“ und „Änderung, die zur Erreichung des vereinbarten Werkerfolgs erforderlich ist“
> Vergleich zum bisherigen Anordnungsrecht nach VOB/B
> Form und Inhalt des Begehrens
> Wer plant die Änderung in welchem Fall, und welchen Inhalt bzw. welche Tiefe muss diese Planung haben?
> Was bedeutet es, dass die Vertragsparteien Einvernehmen über die Änderung und die infolge der Änderung zu leistende Mehr- oder Mindervergütung anstreben sollen?
> Richtet sich diese Vergütung nach denselben Grundsätzen wie nach Ablauf der 30 Tage?
> Wie erfolgt dieses „Anstreben“ in der Praxis?
> Wie können die Vertragspartner dies in der Praxis innerhalb von 30 Tagen gewährleisten?
> Was ist hierfür im Nachtragsmanagement zu berücksichtigen?

2. Die 30-Tage-Frist
> Wann ist dem Unternehmer die Ausführung der Änderung zumutbar?
> Was passiert, wenn ihm diese nicht zumutbar ist?
> Wie weist der Unternehmer in der Praxis nach, dass sie ihm nicht zumutbar ist, wie der Auftraggeber, dass sie zumutbar ist?
> Was passiert, wenn sich die Vertragsparteien innerhalb von 30 Tagen nicht einigen?
> Was passiert, wenn eine Vertragspartei sich einer Einigung widersetzt oder entzieht?
> Wie kann man diese Eignung rein praktisch erzielen, insbesondere unter dem Gesichtspunkt der Planung und des notwendigen Nachtragsmanagements?

3. Vergütungsanspruch nach § 650 c
> Wie bemisst sich die Höhe des Vergütungsanspruchs für den infolge einer Anordnung des Bestellers nach § 650 b Absatz 2 BGB vermehrten oder verminderten Aufwand?
> Worin bestehen die Unterschiede zu der entsprechenden Regelung nach VOB/B?
> Was sind tatsächlich erforderliche Kosten und angemessene Zuschläge für allgemeine Geschäftskosten, Wagnis und Gewinn? Wie sind diese zu ermitteln oder nachzuweisen?
> Wie wird verfahren, wenn die Vertragspartner hierzu keine Einigung erzielen können?
> Der Unternehmer kann zur Berechnung der Vergütung für den Nachtrag auf die Ansätze in einer vereinbarungsgemäß hinterlegten Urkalkulation zurückgreifen
> Was ist eine vereinbarungsgemäß hinterlegte Urkalkulation? Welchen Inhalt bzw. welche Aussagekraft muss diese haben? Wann ist diese zu hinterlegen?
> Was passiert, wenn eine Vertragspartei der Vermutung, dass die auf Basis der Urkalkulation fortgeschriebene Vergütung der Vergütung nach Absatz 1 entspricht, nicht folgt?
> Wer hat in diesem Fall was nachzuweisen oder zu beweisen, und wie kann das in der Praxis umgesetzt werden?
> Bei der Berechnung von vereinbarten oder gemäß § 632 a BGB geschuldeten Abschlagszahlungen kann der Unternehmer gemäß § 650 c BGB 80 % einer in einem Angebot nach § 650 b Absatz 1 Satz 2 BGB genannten Mehrvergütung ansetzen, wenn sich die Parteien nicht über die Höhe geeinigt haben oder keine anderslautende gerichtliche Entscheidung ergeht. Welche Vor- und Nachteile liegen in der Praxis in dieser Regelung?

4. Bauzeitverlängerung/Behinderung/Kapazitäten und Ressourcen
> Wie ist mit dem Thema der Bauzeitverlängerung/Behinderung umzugehen?
> Was passiert innerhalb der 30 Tage, während derer die Vertragsparteien Einvernehmen erzielen sollen?
> Wie kann der Auftragnehmer ggf. eine hieraus resultierende Behinderung in der Praxis geltend machen?
> Umfasst das Begehren nach § 650 b BGB auch die Bauzeit?
> Wie ist mit der ggf. längeren Ausführungsdauer infolge einer Änderung im Rahmen der Mehr- oder Mindervergütung umzugehen?
> Wie können die Aufgaben, die sich aus dem neuen Bauvertragsrecht ergeben, in der Praxis innerhalb der gesetzten 30 Tage erfüllt werden?
> Welche Kapazitäten müssen die Vertragsparteien hierfür bereitstellen?

Referenten

Leitung:
Prof. Dr. techn. R. Bartsch

Referenten:
Prof. Dr. techn. Ralph Bartsch
Beratender Ingenieur, ö.b.u.v. Sachverständiger, Wirtschaftsmediator (IHK) BARTSCH WARNING PARTNERSCHAFT, München,
RA Dr. iur. Rainer Kohlhammer
Partner der LUTZ I ABEL Rechtsanwalts GmbH, München,

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer EUR 630,00(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
11.03.2019, 8:30 Uhr Neues Bauvertragsrecht in der Baupraxis - Nachträge nach § 650b, c BGB Ostfildern$$ortdetail$$ EUR 630,00

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