Notstromversorgung im Krankenhaus

Sicherer Betrieb von Ersatzstromanlagen

In Zusammenarbeit mit dem VDE-Bezirksverein Württemberg e.V. (VDE)

Auf einen Blick

2 Tages-Seminar
neuer Termin in Planung in Ostfildern
Veranstaltung Nr. 34781.00.003


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Beschreibung

Ausfälle des öffentlichen Stromnetzes können nie völlig ausgeschlossen werden. Deshalb ist zur dauerhaften Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in Krankenhäusern zwingend eine Notstromversorgung erforderlich. Permanent zunehmende Technisierung, komplexe Eigenschaften der elektrischen Betriebsmittel und anspruchsvolle Versorgungsstrukturen stellen hier hohe Anforderungen an die Sicherheitsstromversorgung.

Nach diesem Seminar sind Ihnen der Stand der Technik und die relevanten Bestimmungen bekannt, nach denen Sicherheitsstromversorgungen in Krankenhäusern geplant, getestet und betrieben werden.

Ziel des Seminars

Das Seminar vermittelt im Bereich der medizinisch genutzten Einrichtungen Hilfestellung bei Betrieb, Planung, Errichtung und Prüfung von elektrischen Anlagen der Allgemein- und der Sicherheitsstromversorgung, basierend auf der VDE 0107 und der DIN VDE 0100 Teil 710. Dabei werden die Grundlagen und Richtwerte für die Dimensionierung von Sicherheitsstromversorgungen mit BSV/USV und Dieselgeneratoren in Krankenhäusern umfassend erläutert. Weitere wesentliche Bestandteile sind der praxis- und schutzzielorientierte Handlungsspielraum sowie der Umgang mit Verordnungen, Normen, Bestimmungen und Richtlinien im Tagesgeschäft für Planer, Betreiber und technische Verantwortliche.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Betreiber, Planer, Errichter und technische Verantwortliche von elektrischen Anlagen, insbesondere von Notstromversorgungen im Krankenhaus

Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Montag, 20. und Dienstag, 21. November 2017
9.00 bis 12.15 und 13.15 bis 17.30 Uhr

Einführung Notstromversorgung im Krankenhaus
> aktuelle Situation: Schwachstellen, Handlungsbedarf
> Verordnungen, Normen, VDE-Bestimmungen und Richtlinien betreffend der elektrischen Ausstattung im Krankenhaus

Stromversorgung im Krankenhaus und in medizinisch genutzten Bereichen
> Energieanbindung der Allgemein- und der Sicherheitsstromversorgung
>> Mittelspannungsschaltanlage
>> Transformatorenanlage
>> Niederspannungshauptverteilung
>> Gebäudehauptverteilung
>> Unterverteiler
>> Notstromdieselaggregat
> schutzzielorientierte Aufstellung
> zentraler Erdungspunkt (ZEP), Dimensionierung PE-Leiter, Sicherstellung der Schutzmaßnahme
> Versorgungssicherheit, Rückwirkungsfreiheit
> Neu- und Bestandsanlagen
> Kabel- und Leitungsanlage der Allgemein- und der Sicherheitsstromversorgung – Leitungs- und Musterleitungsanlagen-Richtlinie (LAR, MLAR)
> Definitionen für Räume der Gruppen 0, 1, 2
> Wer definiert die Raumgruppen?
> allgemeine Anforderungen, Mindestausstattung für Räume der Gruppen 0, 1, 2
> Übersicht der zu versorgenden Betriebsmittel im Krankenhaus der Gruppen 0, 1, 2
> zentrale- und dezentrale Umschaltautomatiken einschließlich deren Prüfungen
> Versorgungsvarianten für Beleuchtungsanlagen in Räumen der Gruppe 2
> Schutzmaßnahmen: wo und warum welches Netzsystem TN/medizinisches IT/TT?
> Erdung und Potenzialausgleich
> zusätzliche Stromversorgung BSV-Anlage
> übliche Mess- und Überwachungssysteme, u.a. RCM
> typische Ausführungsbeispiele/elektrische Stromlaufpläne
> USV-Anlagen für medizinisch genutzte Geräte
> Praxisbeispiele von ausgeführten Anlagen und Details

Sicherheitsstromversorgung im Krankenhaus
> Anforderungen an die Sicherheitsstromversorgung
> Eigenschaften der zu versorgenden elektrischen Betriebsmittel der Gruppen 0, 1, 2
> zugelassene Stromquellen
>> unterbrechungsfreie Sicherheitsstromversorgung: Batterie/USV/BSV
>> Sicherheitsstromversorgung mit Notstromaggregat: Dieselmotor und Synchrongenerator

Diesel-Notstromaggregate
> Verhalten und Eigenschaften der Komponenten
>> Dieselmotor
>> Synchrongenerator
>> Schaltanlage

Berechnung des Verhaltens des Gesamtaggregats im Zusammenspiel mit der Verbraucheranlage
> statisches Verhalten
> dynamisches Verhalten
> Verhalten bei nichtlinearer Belastung
> Verhalten bei Überlast und Kurzschluss
> maximal mögliche Absicherung bei Überlast und zur Einhaltung der Selektivitätsforderung

Dimensionierung des Notstromaggregats
> Formeln, Richtwerte
> Rechenbeispiele
> Fehler bei falscher Dimensionierung

Vorschriftsgemäße Durchführung von Prüfungen
> Werksprüfung
> Erstprüfungen
> Erstprüfung gemäß Landesbaurecht
>> detailliert beschriebene Vorgehensweise
> Wiederkehrende Prüfungen gemäß Landesbaurecht
>> detailliert beschriebene Vorgehensweise
> monatliche Probeläufe
> jährliche Netzausfallprobe durch den Betreiber

Abschließende Diskussion

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

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