Prozessorientierte Kalkulation und Komplexitäts-Reduzierung

optimierte Ergebnisse bei Variantenvielfalt

Auf einen Blick

2 Tages-Seminar
13.10.2016 - 14.10.2016
9:00 Uhr

in Ostfildern
Preis: 1.040 EUR
bis zu 50% Zuschuss möglich!
Veranstaltung Nr. 34951.00.001


Seminarübersicht drucken

Seminar weiterempfehlen

Seminar merken und informiert werden


Referent:
H. Schlichting
FENWIS GmbH, Stockdorf

Teilnehmer dieser Veranstaltung interessierten sich auch für

Beschreibung

Die Prozessorientierte Kalkulation (POK) bietet den Vorteil, dass den zu kalkulierenden Teilen, Baugruppen und Produkten/Varianten, die Einzel-, Gemein- und Prozesskosten im Unternehmen, mit hoher Genauigkeit verursachungsgerecht zugerechnet werden. Dabei werden in den Herstell- und Selbstkosten wichtige Allokations-, Komplexitäts- und Degressionseffekte sichtbar, die die traditionelle Zuschlagskalkulation nicht aufzeigen kann.
Dieser methodische Vorteil ist besonders bei steigender Variantenvielfalt, bei heterogenen Fertigungsstückzahlen (Exoten mit kleinen Stückzahlen und Großserie) und auch bei einem breiten Produktprogramm von großer Bedeutung. Die Stärke dieser Vorgehensweise liegt in der höheren Genauigkeit bei der Ermittlung der Herstell- und Selbstkosten für Produkte. Sie führt somit auch zu Erleichterungen in der marktgerechten Preisgestaltung.

Besonders bei zunehmender Komplexität durch steigende Produkt- und Variantenvielfalt sichert eine realistische Kalkulation die Wirtschaftlichkeit schon in der Planung ab. Ohne entsprechende Maßnahmen zur Komplexitätsbeherrschung können sinkende Gewinne durch unsichtbare Kosten auf Dauer sogar zu einer existenziellen Gefahr für ein Unternehmen werden. Die „Prozessorientierte Kalkulation“ (POK) ist die Grundlage für erfolgreiche Komplexitäts-Analysen, um Kostensenkungspotenziale zu identifizieren und somit dauerhaft zur Ergebnisverbesserung beizutragen.

Inhalte
> Vorteile der Prozessorientierten Kalkulation (POK) als Instrument zur Geschäftsverbesserung
> Elemente der Prozesskostenrechnung
> vereinfachtes Vorgehen zur Ermittlung der Prozesse und Prozesskostensätze als Basis für die Prozessorientierte Kalkulation, ohne die aufwendige Einführung der Prozesskostenrechnung
> Risiken einer mehrstufigen Zuschlagskalkulation bei der Ermittlung der Produktkosten
> verursachungsgerechte Darstellung der komplexitätsbedingten Kosten eines Unternehmens auf Basis der POK und deren Auswirkungen auf das Ergebnis für Produkte, Kunden, Absatzwege
> Ansätze zur Komplexitätsbeherrschung durch Komplexitätsanalysen und -controlling
> Praxisbeispiele, die Auswirkungen von der Unternehmensstrategie bis hin zu Programmen zur Komplexitätsreduzierung für Komponenten-, Produkt- und Systemhersteller zeigen

Methodik
Trainerinput, Gruppenarbeit, Diskussion.
Die Teilnehmer erarbeiten, wie komplexitätsbedingte Kosten eines umfangreichen Produktspektrums und deren Auswirkungen auf das Ergebnis sichtbar gemacht werden.

Unterlagen
Neben ausführlichen Seminarunterlagen erhalten Sie als Download nach dem Seminar zwei EXCEL-Tools zur „Prozessorientierten Kalkulation“ und „Komplexitäts-Reduzierung“, die im Seminar verwendet werden. Damit können Sie in Ihrem Unternehmen erste einfache Kalkulationen mit unterschiedlichen Stückzahlen und einfache Komplexitäts-Analysen durchführen.

Ziel des Seminars

Das Seminar gibt eine praxisnahe Einführung in den Nutzen der Prozessorientierten Kalkulation (POK). Sie ist die Grundlage für Komplexitätsreduzierung in modernen Unternehmen. Mit ihr können sonst unsichtbare Kostenwirkungen durch heterogene Fertigungsstückzahlen (Exoten und Renner), sowie durch Produkt-, Varianten- und Kundenvielfalt aufgezeigt werden. Mit diesem Wissen können Kostentreiber der Komplexität ermittelt und Maßnahmen für Ergebnisverbesserungen abgeleitet werden.

Das Seminar erläutert nicht nur die Ermittlung der Herstellkosten, sondern zeigt auch auf, wie die Selbstkosten des Unternehmens verursachungsgerecht den Produkten, Kunden und Absatzwegen zugeordnet werden.

Die Vorteile der Prozessorientierten Kalkulation gegenüber der Zuschlagskalkulation werden an praxisnahen Beispielen verdeutlicht. Es wird auch besonderer Wert darauf gelegt, zu zeigen, wie die Prozessorientierte Kalkulation (POK) ohne die aufwendige Einführung einer Prozesskostenrechnung eingesetzt wird.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert. DQS-Zertifizierung

Teilnehmerkreis

kaufmännische Mitarbeiter und Führungskräfte, Controller, Kostenmanager, Komplexitätsmanager, Produktmanager, Prozessmanager

Seminarthemen im Überblick

Donnerstag, 13. und Freitag, 14. November 2016
9.00 bis 12.15 und 13.45 bis 17.00 Uhr

Einführung in die Prozesskostenrechnung – Gemeinkosten versus Prozesskosten
Identifikation der Prozesse, Prozesskosten und Prozessmengen
> Gemeinkosten und Prozesskosten: Worin liegt der Unterschied?
> Prozessanalyse: Wie führen wir sie aufwandsarm durch?
> Prozessmengen: der Schlüssel zum Kalkulieren – Wie gehen wir damit um?
> Prozesskosten: leistungsmengenneutrale und -induzierte Prozesskosten als Basis zum Kalkulieren

Schwächen der mehrstufigen Zuschlagskalkulation bei zunehmender Komplexität
> Produktivitätsentwicklung: Welche Auswirkungen hat das auf die Zuschlagskalkulation?
> Kalkulationsschema der Zuschlagskalkulation und Herstellkostenermittlung
> Beispiel Materialbeschaffung: Sind die MGK wirklich richtig?
> Projektbeispiel: die tatsächlichen Kosten eines Produktherstellers

Herstellkosten mit der Prozessorientierten Kalkulation (POK) ermitteln
> Kalkulationsschema der Prozessorientierten Kalkulation
> Vergleich Zuschlagskalkulation zu Prozessorientierter Kalkulation: Wo liegen die Unterschiede?
> Abwicklung eines Beschaffungsauftrags
> Abwicklung eines Fertigungsauftrags
> Darstellung von Ratio-Effekten
> Abweichungen zur Zuschlagskalkulation analysieren: Was sind die Ursachen für Abweichungen?
> Allokations-, Komplexitäts- und Degressionseffekte verstehen

Selbstkosten mit der Prozessorientierten Kalkulation ermitteln
> Kalkulationsschema: Unterschiede von „Prozessorientierter Kalkulation“ gegenüber der „Zuschlagskalkulation“
> Abwicklung einer Kundenlieferung berechnen
> Abweichungen zur Zuschlagskalkulation analysieren

Komplexitätsbedingte Kosten aufzeigen
> Komplexitätsanalysen durchführen: der Schlüssel zum erfolgreichen Komplexitätsmanagement
> Komplexitätstreiber ermitteln: Was ist das, und wie geht das?
> Komplexitätscontrolling aufbauen: Welche Kennzahlen brauchen wir?
> Beispiel aus der Praxis: Komplexitätskosten erkennen, mögliche Maßnahmen zur Komplexitätsreduzierung entwerfen

Beispiele und Tipps aus der Praxis
> Ermittlung der komplexitätsbedingten Kosten: Produkt-/Varianten- und Kundenvielfalt
> Auswirkungen auf die Preisgestaltung: ein sensibles Thema
> Make- or Buy-Entscheidungen: Wird es jetzt einfacher?
> Ziele für die Produktentwicklung: Wie können diese aussehen?
> Projektbeispiel: komplexitätsbedingte Kosten und Maßnahmen eines Komponentenherstellers
> Projektbeispiel: komplexitätsbedingte Kosten und Maßnahmen eines Produkt-/Systemherstellers
> Auswirkungen auf die Unternehmensstrategie: Produkt- und Preisstrategie, Ziele für Bereiche u.a.

Referenten

Hermann Schlichting
FENWIS GmbH, arbeitet heute als Unternehmensberater. Er studierte Feinwerktechnik und verfügt über langjährige Praxiserfahrung als Kostenmanager in Produkt-Kalkulation und Controlling sowie als interner Berater in einem international tätigen Unternehmen. Als Projektleiter zu den Themen Design to Cost, Komplexitätsreduzierung, Prozessoptimierung, Führung, Kooperation und Teamarbeit, sowie als Coach von Führungskräften hat er breite Erfahrungen in Planung und Umsetzung von Verbesserungen gesammelt. Schwerpunkte seiner Projektarbeit waren Maschinenbau, Automatisierungstechnik, IT und Telekommunikation. Die Praxisorientierung bei der Vermittlung neuer Konzepte ist ihm besonders wichtig.,

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.
Beim gemeinsamen Mittagessen findet ein reger Austausch mit den Referenten statt. Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn des Seminars eine Mappe mit ausführlichen Seminarunterlagen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 12 Teilnehmer begrenzt um den optimalen Lernerfolg zu garantieren.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer 1.040 EUR (mehrwertsteuerfrei), inklusive aller Extras.

Fördermöglichkeiten
Für dieses Seminar stehen Ihnen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.
Weitere Informationen

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
13.10.2016, 9:00 Uhr Prozessorientierte Kalkulation und Komplexitäts-Reduzierung Ostfildern 1.040 EUR

Anmeldung per Fax

Inhaltsübersicht und Anmeldung ausdrucken, unterzeichnen und gleich senden
per Fax an: +49 711 34008-27

© Technische Akademie Esslingen e.V., An der Akademie 5, 73760 Ostfildern  | Impressum