Schadenskunde und Schadensverhütung

Auf einen Blick

3 Tages-Seminar
neuer Termin in Planung in Ostfildern
Veranstaltung Nr. 32823.00.015


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Beschreibung

„Aus Schaden wird man klug“ ist eine alte Spruchweisheit, die abgewandelt in „Aus Schadensfällen kann und sollte man lernen“ auf die Technik übertragen werden kann, wobei es als zweckmäßig erscheint, auch aus vorhandenen Erfahrungen – also aus den Schadensfällen anderer – zu lernen. Die Schadenskunde dient diesem Ziel.

Im Vordergrund einer schadenskundlichen Untersuchung steht zunächst das häufig schwierige Bemühen, aus dem komplexen Beanspruchungsbild eines Schadensfalls die Schadensursache und die letztlich schadensauslösende Einflussgröße zu ermitteln. Die möglichen Schadensursachen sind vielfältig. Sie können in einer nicht beanspruchungsgerechten Auslegung eines Produktes oder in einer Werkstoff und Geometrie nicht angepassten Fertigungstechnik liegen, sie können durch Werkstoff- und Fertigungsfehler oder Bedienungs- und Wartungsfehler bedingt sein. Die vielen Einflussgrößen bedingen den oft großen Aufwand für eine Schadensuntersuchung und die Notwendigkeit für Konstrukteure, Fertigungs- und Werkstofftechniker, sich – möglichst gemeinsam – mit der Schadenskunde zu befassen.

Eine erfolgreich durchgeführte Schadensuntersuchung führt zunächst zur Aufklärung des vorliegenden Schadensfalls und zu fallbezogenen Verbesserungsmaßnahmen. Darüber hinaus erlaubt die systematische Auswertung typischer Versagensursachen eine Verallgemeinerung und Übertragung fallbezogener Erkenntnisse. Damit ist eine Grundlage zur technischen und wirtschaftlichen Optimierung, zur Erhöhung der Zuverlässigkeit und Sicherheit von Produkten und der Qualitätskontrolle gegeben.

Dieser Aspekt der Auswertung von Erkenntnissen schadenskundlicher Untersuchungen hat die Bedeutung der Schadenskunde weit über die reine, oft finanziell bedingte Fehlersuche hinausgehoben und zu einem wichtigen Hilfsmittel in allen Bereichen des Maschinenbaus gemacht. Die Schadenskunde ist im Rahmen der FMEA ein Bestandteil des Qualitätsmanagements.

Ziel des Seminars

Im Seminar werden Methodik und Methoden der Schadensuntersuchung und -analyse behandelt und an typischen Schadensbildern und -ursachen Möglichkeiten zur Verallgemeinerung der jeweils fallbezogenen Aussagen eines Schadensfalls gezeigt und daraus Wege zur Schadensverhütung abgeleitet.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Das Seminar ist an Mitarbeiter aus Konstruktion, Fertigung, Werkstofftechnik, Prüftechnik und Qualitätswesen gerichtet.

Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Mittwoch, 21. Juni 2017
8.30 bis 12.30 und 13.30 bis 16.30 Uhr

1. Einführung in die Methodik der Schadensuntersuchung (J. Grosch)

2. Makroskopische und lichtmikroskopische Untersuchungen (J. Grosch)

3. Schadensuntersuchung durch Röntgenfeinstrukturanalyse (W. Zinn)

4. Rasterelektronenmikroskopische und elektronenstrahlmikroanalytische Untersuchungen (J. Grosch)

5. Schadensanalyse bei Polymerwerkstoffen (W. Janzen)

Donnerstag, 22. Juni 2017
8.30 bis 12.30 und 13.00 bis 16.30 Uhr

6. Untersuchung von Gewaltbrüchen metallischer Werkstoffe (J. Grosch)

7. Untersuchung von Ermüdungsbrüchen metallischer Werkstoffe (J. Grosch)

8. Untersuchung von Schäden als Folge thermischer Beanspruchung (A. Werner)

9. Schadenskunde der Schweißverbindungen (L. Issler)

10. Schäden an wärmebehandelten Bauteilen (J. Grosch)

Freitag, 23. Juni 2017
8.30 bis 14.00 Uhr

11. Schadensanalysen bei tribologischen Systemen (A. Vogt)

12. Methoden der Schadensanalyse in der Tribologie (J. Kopp)

13. Schäden durch abtragende Korrosion (B. Thoden)

14. Schäden durch risserzeugende Korrosion (B. Thoden)

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Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.
Beim gemeinsamen Mittagessen findet ein reger Austausch mit den Referenten statt. Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn des Seminars eine Mappe mit ausführlichen Seminarunterlagen.

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