Schwierige Mitarbeiter - was kann ich rechtlich tun?

Arbeitsrechtliche Maßnahmen und Strategien

Beschreibung

Schlechtleistung belastet Unternehmen und ihre Führungskräfte. Der Umgang mit schwierigen und leistungsschwachen Mitarbeitern ist für Führungskräfte eine der herausforderndsten Aufgaben. Vorgesetzte wissen meist nicht, wie man den schwierigen und unbefriedigenden Situationen rechtssicher begegnet und sie lösen kann. Ggf. durchgeführte Verhaltenstrainings für schwierige Führungssituationen hinterlassen regelmäßig offene Rechtsfragen.
> Darf ich dies oder jenes überhaupt anordnen?
> Was ist später gerichtsfest?
> Wie soll/darf ich Ereignisse dokumentieren?
Das sind nur einige der ungelösten Fragen, welche die Führungskraft oft an einem rechtsicheren, verbindlichen Handeln hindern, insbes. gegenüber Low Performern.

Ziel der Weiterbildung

Das arbeitsrechtliche Seminar behandelt derartige Fragen sowie mögliche Lösungen. Es gibt eine juristisch-flankierende Hilfestellung bei der Bewältigung der Arbeits- und Führungsprobleme. Dabei wird das Spektrum gegebener Handlungsmöglichkeiten aufgezeigt. Gleichzeitig wird erläutert, welche Maßnahmen aus welchem Grund rechtlich nicht möglich sind.

Seminarziel ist ein rechtssicheres, stringentes und rechtzeitiges Führungshandeln, das zu einer Leistungsverbesserung führt oder eine Trennung unterstützt.

Methodik
Vortrag, Diskussion, Lehrgespräch, Falllösung

Voraussetzung
Kenntnisse über die Grundzüge des Arbeitsrechts sind wünschenswert/vorteilhaft.

HINWEIS
Das Seminar kann als Präsenzveranstaltung oder online besucht werden.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Führungskräfte aller Ebenen, Geschäftsführer, Personalleiter und Mitarbeiter des Bereiches Human Resources (Betreuung und Entwicklung)

Inhalte

Stand der letzten Durchführung:

Mittwoch, 20. Oktober 2021
9:00 bis 12:30 und 13:30 bis 17:00 Uhr

1. Grundlagen
> Rechte und Pflichten von Mitarbeitern
> Rechtsgrundlagen: Woraus können sich die Pflichten für die Mitarbeiter ergeben? – insbesondere Gesetz, Arbeitsvertrag, Betriebs-/Arbeitsordnung, Betriebsvereinbarung, Richtlinien/Codes, Weisungen durch die Führungskraft
> arbeitsvertragliche Nebenpflichten des Mitarbeiters, Pflichten im Zusammenhang mit Krankheit (Anzeige- und Nachweispflichten), Problematik der Krankheitsvortäuschung

2. Direktions-/Weisungsrecht
> Weisungsrecht als Anknüpfungspunkt – Was darf ich anweisen?
> Ausübung und Reichweite des Weisungsrechts, Mitarbeiteranspruch auf adäquate Beschäftigung
> Weisungen
>> In welcher Form können/sollten Weisungen erfolgen und ggf. dokumentiert werden?
>> Kann der Mitarbeiter auf schriftliche Weisungen bestehen?
>> Vorteile und Risiken dokumentierter Weisungen
> Zuweisung von Tätigkeiten
>> Welche Tätigkeiten kann ich Mitarbeitern zuweisen?
>> Wann handelt es sich um eine Versetzung?
>> Was ist der Unterschied zwischen arbeitsvertraglicher und betriebsverfassungsrechtlicher Versetzung?
>> Welche Konsequenzen für das Führungshandeln ergeben sich daraus?
> Tätigkeitsveränderung durch Versetzung oder Änderungskündigung, Verlust des Führungskräftestatus bzw. Wegnahme von Führungsverantwortung

3. Personal-/Disziplinargespräch
> Pflicht zur Teilnahme durch den Mitarbeiter
> Teilnahmerecht und/oder -pflicht für Mitglieder des Betriebsrats
> Teilnahmerecht für Dritte, insbesondere Rechtsanwälte des Arbeitnehmers
> Gesprächsvorbereitung, -inhalte und -dokumentation

4. Fehlverhalten und Low Performance – Führung in schwierigen Situationen: Reaktionen und Möglichkeiten der Führungskraft
> Zuständigkeiten, Zusammenarbeit mit der Personalfunktion im Unternehmen
> Low Performance und Pflichtverletzung – Was ist Low Performance?
> Dokumentation
>> Bedeutung von Zahlen, Daten und Fakten
>> Dokumentation von Fehlverhalten durch die Führungskraft
>> Personalaktenrelevanz: Grundsätze zur Führung von Personalakten
> Ultima-ratio-Prinzip – Welche Reaktionsmöglichkeiten gibt es auf Pflichtverstöße?
> Hilfestellungen zur Leistungsverbesserung
> Versetzung als Sanktionsmaßnahme?
> Degradierung und Entgeltsanktionen/-abgruppierung – Was geht?
> Rechtsfolgen und Trugschlüsse, Führungshandeln in der sogenannten Wartezeit
> Disziplinarmittel: Ermahnung, Abmahnung, Kündigung
>> Was ist das? Wie geht es? Wer macht was?
>> richtig und rechtssicher abmahnen
> Kündigungsarten, außerordentliche und ordentliche verhaltensbedingte Kündigung
> allgemeiner und besonderer gesetzlicher Kündigungsschutz
> Handeln bei neuen Mitarbeitern: Vereinbarung und Bedeutung einer „Probezeit“
> Einsatzbereiche einer personenbedingten Kündigung
>> Low Performance durch fehlende Eignung
>> unverhältnismäßiges krankheitsbedingtes Fehlen: häufige Kurzzeiterkrankungen, Langzeiterkrankung, Beachtung des BEM-Verfahrens
> alternative Modelle und Strategien zu einer verhaltensbedingten Kündigung
> Wege zur Trennung
>> Ausscheidensgespräch
>> Aufhebungsvertrag
>> Abwicklungsvertrag
>> Trennung im Kündigungsschutzprozess
> Einbeziehung des Betriebsrats in Maßnahmen

Termine & Preise

Extras
Die Teilnahmegebühr beinhaltet ausführliche Seminarunterlagen und bei Teilnahme vor Ort Verpflegung.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um den optimalen Lernerfolg zu garantieren.

Fördermöglichkeiten
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Die nächsten Termine

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