Stanztechnik und Feinschneiden

Auf einen Blick

2 Tages-Seminar
13.03.2019 - 14.03.2019
9:00 Uhr
in Ostfildern bei Stuttgart

Technische Akademie Esslingen
An der Akademie 5
73760 Ostfildern

EUR 1.150,00(MwSt.-frei)

bis zu 70% Zuschuss möglich!

Veranstaltung Nr. 33009.00.013


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Referenten:
Dr.-Ing. E. Bendeich
Industrieberatung, Stuttgart
G. Kassek
Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH, Bergisch Gladbach
Dipl.-Ing. G. Kientopf
Stahlberatung richtig gut, Kaarst
Dipl.-Ing. (FH) H. Kohl
ARKU Maschinenbau GmbH, Baden-Baden
Dipl.-Ing. (FH) C. Maurer
Feintool Technologie AG, Lyss (Schweiz)
T. Müller
SSAB, Borlänge (Schweden)
K. Polnau
WERUCON GmbH, Bremen
G. Roggatz
Strack Norma GmbH & Co. KG, Lüdenscheid
F. Roux
H.P. Kaysser GmbH + Co. KG, Systemlösungen in Metall, Leutenbach
R. Schmidt
Karl Roll GmbH & Co. KG, Mühlacker
E. Schneider
Adval Tech (Germany) GmbH & Co. KG, Endingen
Prof. Dr. Dipl.-Chem. J. Schulz
FUCHS WISURA GmbH, Bremen
P. Vonmüllenen
Feintool Technologie AG, LYSS (Schweiz)

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Beschreibung

Blechteile und Blechkonstruktionen bieten Vorteile gegenüber alternativen Fertigungsverfahren. Das Stanzen von Blechen ist eines der wichtigsten Metallverarbeitungsverfahren.
Die Kombination Feinschneiden/Umformen eröffnet Möglichkeiten für kreative und alternative Lösungen mit Produktivitäts-, Kosten- und Wettbewerbsvorteilen. Werkzeuge beeinflussen durch Teilequalität, Zykluszeiten, Wartungs- und Reparaturzyklen, Zuverlässigkeit und Werkzeugkosten die Effektivität der Fertigungssysteme. Wettbewerbsvorteile durch Automatisierung und Kostenführerschaft bei Stanzteilen, Werkzeugen und Maschinen sind unzureichend. Profitable Differenzierung im Produktentwicklungsprozess und Einsatz neuer Fertigungstechnologien versprechen mehr Erfolg. Die fertigungsgerechte Bauteilkonstruktion ist Basis wirtschaftlicher Fertigung und Erreichung der Qualitätsvorgaben.
Ausgehend von Kundenanfragen wird aufgezeigt, ob Normalstanzen oder Feinschneiden Vorteile bezüglich Qualität und Kosten bietet. Schnitteinsätze und Stempel aus Hartmetall benötigen beim Stanzen (mit geringeren Materialstärken) eine absolut reproduzierbare Schnittkantenpräparation. Das erhöht die Standzeit zwischen 30 bis 200 Prozent. Beim Feinschneiden mit großen Materialdicken werden die PM-Stähle der Stempel und Schneidplatten stark beansprucht. Beste Standzeiten werden nur mit entsprechender Kantenpräparation und anschließend aufgebrachter Beschichtung erreicht.
Mögliche Werkzeugkonzepte werden dargestellt. Weitere Vorträge behandeln Schmierung und Teilereinigung. Organisatorische Fragen und Arbeitsvorbereitung ergänzen die Inhalte.

Ziel der Weiterbildung

Das Seminar gibt einen Überblick über die Möglichkeiten und die optimale Anwendung von Stanzen und Feinschneiden. Fortschrittliche Verfahren und Anwendungsbeispiele für Teilegestaltung, Werkstoffwahl und Prozessgestaltung werden vorgestellt.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Fach- und Führungskräfte aus Entwicklung, Konstruktion, Werkzeugkonstruktion, Arbeitsvorbereitung, Werkzeugbau und Produktion

Inhalte

Mittwoch, 13. März 2019
9.00 bis 12.00 und 13.00 bis 18.00 Uhr
1. Einführung und Überblick (E. Bendeich)
> wichtige Aspekte und Einflussgrößen
> Prozessgestaltung
2. Feinschneiden – Technologiestand (C. Maurer)
> Einleitung, Grundlagen
> aktueller Technologiestand
3. Feinschneiden – Entwicklungen (C. Maurer)
> erfolgreiche Prozesslösungsbeispiele
> Zukunftstrends im Feinschneiden
4. Die neue Welt des Feinschneidens – FB one (P. Vonmüllenen)
> aktuelle und zukünftige Marktanforderungen an eine Feinschneidpresse
> Schlüsselvorteile der neuen Pressengeneration von Feintool
5. Gesamtprozess beim Stanzen (E. Schneider)
> Analyse der Machbarkeit und wichtiger Parameter: Rüstzeiten, Standzeit von Werkzeugen, Ausbringung, Anpassung an Blechparameter
> Werkzeugauslegung mit Einstellmöglichkeiten
> Stanzteil: Auslegung (einfach, links/rechts, doppelt)
> Auswahl Presse (Größe, Art u.a.)
> Losgröße
> Auswirkungen von Entscheidungen in der Planungsphase (Low Cost/High End Werkzeug, Rohmaterial frei/eingeschränkt u.a.)
> Kontrolle der Stanzteile
6. Optimierte Stähle für Stanz- und Feinschneideteile (T. Müller)
> neue Stahlsorten für Schneideprozesse
> Einfluss des Schneidespaltes
Donnerstag, 14. März 2019
8.00 bis 12.00 und 13.00 bis 16.30 Uhr
7. Pressenvorschubanlagen (H. Kohl)
> Aufgaben und Ziele
> Bauformen
> Warum gibt es verschiedene Richtmaschinen?
> Was kann man richten?
8. Hartstoffbeschichtungen für Stanz- und Feinschneidwerkzeuge (G. Kassek)
> Bedeutung der Werkzeugoberfläche für die Bauteilqualität und den Fertigungsprozess
> Dünnfilmbeschichtungen auf der Basis physikalischer Gasphasenabscheidung (PVD)
> Vor- und Nachbehandlung von Werkzeugen im Zusammenhang mit Dünnfilmbeschichtungen
> Entscheidungshilfe: Wann beschichten und wie?
> aktuelle Entwicklungen und Anwendungsbeispiele
9. Ermüdungsrisse in Feinschneidstempeln aus PM-Stählen (G. Kientopf)
> Auswahl des richtigen pulvermettallurgischen Stahls für den Anwendungsfall – Verhalten des PM-Stahls unter zu erwartender Belastung
> Welche Faktoren wirken rissauslösend?
> Welche Faktoren verstärken die Fehlerauslösung?
> Ermüdung metallischer Werkstoffe
> geeignete PM-Stähle zum Feinschneiden
> wünschenswerte Eigenschaften von Werkzeugstählen (PM-Werkzeugstahlwahl)
10. Schmierstoff im tribologischen System Stanzen, Feinschneiden, Umformen (J. Schulz)
> Schmierstoff – Warum?
> tribologische Probleme: Wechselwirkungen mit Werkzeug und Werkstück
> Beobachtungen aus der Praxis
11. Standardisierung und Sicherheit bei Stanzgestellen (G. Roggatz)
> Aufbau von Stanzgestellen
> richtig führen in einem Stanzgestell
> Gasdruckfedern im Stanzwerkzeug
> rechtliche Grundlagen für Gasdruckfedern und deren Systeme
12. Auswirkungen des Sprühverhaltens von Schmierstoffen bei gleichbleibender Viskosität und Temperatur, jedoch unterschiedlichen Inhaltsstoffen (K. Polnau)
> WERUCON GmbH als Bindeglied zwischen Anwender und Schmierstoffhersteller
> Vorstellung der praxiserprobten Schmierstoffe und deren Eigenschaften (anwendungsbezogen)
> Betrachtung Sprühstrahl und Auftragsbild bei unterschiedlicher Düsengeometrie
> typische Anwendungen und optimale Anlagenauslegung – Praxisbeispiele
13. Einführung in wässrige und Lösemittel-Reinigungssysteme sowie deren Einsatzgebiete und Möglichkeiten, Firma Roll (R. Schmidt)
> Reinigen mit Lösemittel
> Reinigen mit wässrigen Medien/Anlagenkonzepte
> Einsatzgebiete anhand von Beispielen
14. Systemlösungen in Metall – effiziente Arbeitsvorbereitung in einer modernen Blechfertigung (F. Roux, S. Lexa)
> intelligente und wirtschaftliche Lösungen in der kompletten Prozesskette Blechbearbeitung (Einzelteile sowie Baugruppen)
> Technologie- und Wirtschaftlichkeitsbetrachtung vom Stanzen gegenüber Laserschneiden bei verschiedenen Losgrößen
> Onlineportal/Laserteile4you.de – Metallzuschnitte, Stanz-, Laser- und Biegeteile online bestellen
> Anwendungsbeispiele
HINTERGRUND
Das Stanzen hat seit vielen Jahren seine Tauglichkeit als formgebendes Trennverfahren zur Herstellung von Serienteilen bewiesen. Mit den entsprechenden Pressen lassen sich heute dünne und dicke Bleche gleichermaßen mit großer Geschwindigkeit stanzen.
Immer leistungsfähigere Maschinen und Automaten sind hochproduktiv. Beim sogenannten Schnittschlag reißt das Material an den Kanten ungewollt mehr Material mit, und die untere Kante franst aus. Bei hohen Anforderungen müssen die Teile nachbearbeitet werden. Diese Nachbearbeitung entfällt, wenn die Blechteile feingeschnitten werden.
Mit dem in den 50er Jahren in der Schweiz entwickelten Feinschneiden kam ein langsameres Verfahren, das alle Schnittflächen mit einem Glattschnitt versieht, der höchste Anforderungen erfüllt. Eine Nachbearbeitung entfällt, Umformprozesse können kombiniert werden.
Feinschneiden bietet im Vergleich zum Stanzen und auch gegenüber Drehen und Fräsen wesentliche Vorteile. Das Blech wird vor und während des Schneidvorganges festgepresst. Es wird ein Spannungszustand induziert, der sich möglichst im Druckspannungsbereich befindet. Das Werkstückmaterial verformt sich plastisch, bis der Stempel vollständig durch das Blech hindurchgefahren ist – es ergibt sich kein plötzlicher Abriss des Materials. Diese abrissfreien Schnittflächen können ohne weitere Nachbearbeitung als Funktionsflächen eingesetzt werden.
Das Feinschneiden benötigt eine dreifach wirkende Presse, die sich durch eine besonders hohe Führungsgenauigkeit des Stößels und einen steifen Pressenrahmen auszeichnet.

Referenten

Leitung:
Dr.-Ing. E. Bendeich

Referenten:
Dr.-Ing. Eugen Bendeich
Industrieberatung, Stuttgart, Lehrbeauftragter an Hochschulen, VDI-Lehrbeauftragter,
Georg Kassek
Oerlikon Balzers Coating Germany GmbH, Bergisch Gladbach
Dipl.-Ing. Gerhard Kientopf
Stahlberatung richtig gut, Hitachi Metals Europe GmbH, Kaarst,
Dipl.-Ing. (FH) Harald Kohl
ARKU Maschinenbau GmbH, Baden-Baden,
Dipl.-Ing. (FH) Christian Maurer
Feintool Technologie AG, Lyss (Schweiz),
Thomas Müller
SSAB, Borlänge (Schweden)
Klaus Polnau
WERUCON GmbH, Bremen
Gerd Roggatz
Strack Norma GmbH & Co. KG, Lüdenscheid
Frank Roux
H.P. Kaysser GmbH + Co. KG, Systemlösungen in Metall, Leutenbach
Roland Schmidt
Karl Roll GmbH & Co. KG, Mühlacker
Eckhard Schneider
Leitung Konstruktion, Adval Tech (Germany) GmbH & Co. KG, Endingen,
Prof. Dr. Dipl.-Chem. Joachim Schulz
FUCHS WISURA Mineralölwerk Goldgräbe & Scheft GmbH & Co., Bremen,
Patrick Vonmüllenen
Feintool Technologie AG, LYSS (Schweiz)

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer EUR 1.150,00(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Fördermöglichkeiten
Für dieses Seminar stehen Ihnen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.
Weitere Informationen

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
13.03.2019, 9:00 Uhr Stanztechnik und Feinschneiden Ostfildern$$ortdetail$$ EUR 1.150,00

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