Kathodischer Korrosionsschutz von Stahlbetonbauwerken

Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen

In Zusammenarbeit mit dem fkks cert gmbh

Auf einen Blick

Symposium
22.11.2018 - 23.11.2018
9:00 Uhr
in Ostfildern

Technische Akademie Esslingen
An der Akademie 5
73760 Ostfildern

EUR 890,00(MwSt.-frei)

Veranstaltung Nr. 50004.00.013


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Referenten:
Dipl.-Ing. H. Arweiler
IGF Ingenieurgesellschaft f. Bauwerksinstandsetzun, Gieler-Breßmer & Fahrenkamp GmbH, Süßen
Dr. Dipl.-Bauing. ETH M. Brem
SGK Schweizerische Gesellschaft für, Korrosionsschutz, ZÜRICH (Schweiz)
Dr.-Ing. T. Eichler
CORR-LESS Isecke & Eichler, Consulting GmbH & Co. KG, Berlin
Dipl.-Ing. G. Gerhard
instakorr GmbH, Darmstadt
Dipl.-Ing. S. Gieler-Breßmer
Vereidigte Sachverständige für Betonschäden, und Betoninstandsetzung, Süßen
Dipl.-Ing. U. Guttenberg
Helmut Wiemer Ingenieurgesellschaft, für Bauwesen mbH, Hamburg
Dipl.-Chem. D. Koch
Koch GmbH, Kreuztal
Dipl.-Ing. F. Mayrhofer
VCK Betonschutz + Monitoring GmbH, Mainz
Dipl.-Bauing. (FH) D. Oberhänsli
suicorr AG, Dietikon (Schweiz)
T. Wölfle
Stadtwerke Biberach GmbH

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Beschreibung

Die Instandsetzung von Schäden an Stahlbetonbauwerken infolge Bewehrungskorrosion erzeugt weltweit jedes Jahr erhebliche Kosten. Insbesondere chloridinduzierte Korrosion kann ernsthafte Querschnittsverluste an der Bewehrung mit standsicherheitsrelevanten Folgen verursachen.

Der Erfolg des Instandsetzungsprinzips des Kathodischen Korrosionsschutzes beruht auf der intensiven interdisziplinären Zusammenarbeit und Kommunikation zwischen Planer, ausführendem Unternehmen und Bauherrn. Der Planer trägt in dieser Zusammenarbeit eine besondere Verantwortung. Die Entscheidung für den Einsatz von KKS bedarf einer sorgfältigen Abwägung aller technischen und konstruktiven Aspekte, sowie einer belastbaren Wirtschaftlichkeitsbetrachtung.

Ein Beispiel für eine erfolgreiche, partnerschaftliche Zusammenarbeit ist das Parkhaus Ulmer Tor in Biberach. In drei Vorträgen wird die Sicht der Projektbeteiligten vorgestellt, die Sicht des Bauherrn, des Fachplaners und des ausführenden Unternehmens. Nach rund eineinhalbjähriger Bauphase wurde das Bauvorhaben am 1. Juni 2018 eröffnet. Von den knapp sieben Millionen Euro Baukosten entfallen circa eine Million Euro auf den Kathodischen Korrosionsschutz. Diese Größenordnung ist bei einem Neubau in Deutschland einmalig. Geplant und überwacht wurde das Bauwerk von der IGF Ingenieur-Gesellschaft für Bauwerksinstandsetzung Gieler-Breßmer & Fahrenkamp GmbH in Süßen. Eine weitere Besonderheit des Parkhauses ist, dass die in das Dach eingebundene Photovoltaikanlage, verbunden mit einem Batteriespeicher, es ermöglicht, das gesamte Parkhaus energieautark zu betreiben.

Ziel des Seminars

Das Symposium vermittelt Grundkenntnisse der Theorie und Praxis des kathodischen Korrosionsschutzes. Es gibt einen Überblick über mögliche Anwendungen und deren Realisierung. Dabei stellen namhafte Referenten Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung vor und berichten über interessante Praxisbeispiele.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Das Symposium ist geeignet für alle Personenkreise, die in die Planung, Errichtung, den Betrieb und die Erhaltung von Stahlbetonbauwerken eingebunden sind, so zum Beispiel Eigentümer und Betreiber von Parkhäusern und Tiefgaragen, Immobilienverwalter, ausführende Betriebe, Ingenieurbüros, Mitarbeiter von Bauämtern, die Verkehrsbauwerke verwalten und betreiben, Mitarbeiter in wissenschaftlichen Institutionen und Studierende.

Seminarthemen im Überblick

Donnerstag, 22. November 2018
9.00 bis 12.15 und 13.30 bis 18.00 Uhr

1. Kathodischer Korrosionsschutz von Stahl in Beton – Einführung (M. Brem)
> Grundlagen der Korrosion und des Korrosionsschutzes
> Voraussetzungen für den Kathodischen Korrosionsschutz
> Planung, Installation und Betrieb
> messtechnische Kontrolle des KKS

2. Kathodischer Schutz einer bestehenden Tiefgarage – Erfahrungen mit geschlitzten Anoden (Ausführungsphase) (D. Oberhänsli)
> Korrosionsangriffe nach 14 Jahren Betrieb
> Instandsetzungskonzept
> Erfahrungen aus der Musterfläche
> Instandsetzung unter Betrieb
> Ausführungsphase mit knappen Zeitverhältnissen

3. Streustrombeeinflussung von Stahlbetonbauwerken und die daraus resultierende Gefahr von Streustromkorrosion (T. Eichler)
> Grundlagen Streustromkorrosion
> normative Regelungen zur Beeinflussung,
> Fallbeispiele
> FEM Berechnungen

4. Gegenüberstellung der Instandsetzungsprinzipien R-CL und K „Kathodischer Korrosionsschutz“ (G. Gerhard)
> Ist-Zustandsermittlung
> Planung
> Ausführung
> Kosten und Bauzeit

5. KKS-Carbonbeton (D. Koch)
> Betonschäden/Bewehrungsschäden
> neue Forschungsergebnisse (Dauerstandversuche, Potentiodynamische Untersuchungen u.a.)
> Bemessung und Anwendungsgrenzen (elektrisch und statisch)
> Neues von der Baustelle

6. Workshop über die Bedeutung der Statik bei der Bearbeitung von KKS-Projekten (U. Guttenberg)
> standsicherheitsrelevante Betonschäden/Bewehrungsschäden
> Reststandsicherheiten
> Sicherungsmaßnahmen
> baubegleitende Tragwerksplanung
> Standsicherheitsrelevanz bei Instandsetzungsarbeiten im Allgemeinen und KKS-Arbeiten im Besonderen
> Ausführungsbeispiele

Abendveranstaltung im Foyer der TAE

Freitag, 23. November 2018
9.00 bis 13.00 Uhr

7. Von der Bauwerksuntersuchung zur Systemplanung von KKS-Anlagen (M. Brem)
> durchzuführende Untersuchungen und Beschaffung der Grundlagen
> Schutzziele, Schutzkriterien, Bemessung des Anodensystems
> Modellierung der Stromverteilung, Schutzbereiche
> praktische Beispiele

8. Parkhaus Ulmer Tor aus Sicht des Bauherrn (T. Wölfle)
> Entscheidungsweg
> Überzeugung der Eigentümer
> erhoffte Vorteile durch KKS
> Planung, Umsetzung/Ablauf, Entwicklung
> Kosten/Technik (letzteres aus Auftraggebersicht)

9. Parkhaus Ulmer Tor aus Sicht des Planers (H. Arweiler)
> Planungskonzept – Was ist präventiver Schutz?
> besondere Anforderungen des Bauwerks und Einfluss auf das Planungskonzept KKS
> Umsetzung in die Regelplanung
> Ausführung aus Sicht des Planers, Bauüberwachung

10. Parkhaus Ulmer Tor aus Sicht des ausführenden Unternehmens (F. Mayrhofer)
> Zusammenarbeit mit Rohbaufirma und Stahlbau
> Flexibilität der Mitarbeitereinsätze
> Vorprüfungen im Werk für die Betonfertigteile
> besondere Konstruktionen und Lösungen
> Inbetriebnahme und Einregelung

11. Schlusswort (S. Gieler-Breßmer)

Referenten

Leitung:
Dipl.-Ing. S. Gieler-Breßmer

Referenten:
Dipl.-Ing. Henning Arweiler
IGF Ingenieurgesellschaft für Bauwerksinstandsetzung Gieler-Breßmer & Fahrenkamp GmbH, Süßen,
Dr. Dipl.-Bauing. ETH Martin Brem
SGK Schweizerische Gesellschaft für Korrosionsschutz, Zürich (Schweiz),
Dr.-Ing. Thorsten Eichler
CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG, Berlin,
Dipl.-Ing. Gregor Gerhard
instakorr GmbH iG, Darmstadt,
Dipl.-Ing. Susanne Gieler-Breßmer
Vereidigte Sachverständige für Betonschäden und Betoninstandsetzung, Süßen,
Dipl.-Ing. Uwe Guttenberg
Helmut Wiemer Ingenieurgesellschaft für Bauwesen mbH, Hamburg,
Dipl.-Chem. Detlef Koch
Koch GmbH, Kreuztal,
Dipl.-Ing. Franz Mayrhofer
TPA KKS GmbH, Korneuburg (Österreich),
Dipl.-Bauing. (FH) Daniel Oberhänsli
suicorr AG, Dietikon (Schweiz),
Thorsten Wölfle
Stadtwerke Biberach GmbH

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer EUR 890,00(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
22.11.2018, 9:00 Uhr Kathodischer Korrosionsschutz von Stahlbetonbauwerken Ostfildern$$ortdetail$$ EUR 890,00

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