Kathodischer Korrosionsschutz von Stahlbetonbauwerken

In Zusammenarbeit mit dem fkks cert gmbh

Auf einen Blick

Symposium
17.11.2016 - 18.11.2016
9:00 Uhr

in Ostfildern
Preis: 910 EUR
Veranstaltung Nr. 50004.00.011


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Referenten:
Dr.-Ing. T. Eichler
CORR-LESS Isecke & Eichler, Consulting GmbH & Co. KG, Berlin
Dipl.-Ing. G. Gerhard
instakorr GmbH, Darmstadt
Dipl.-Ing. S. Gieler-Breßmer
Vereidigte Sachverständige für Betonschäden, und Betoninstandsetzung, Süßen
Prof. Dr.-Ing. B. Isecke
CORR-LESS Isecke & Eichler, Consulting GmbH & Co. KG, Berlin
Dipl.-Bauing. (FH) D. Oberhänsli
suicorr AG, Dietikon (Schweiz)
Dr. F. Pruckner
instakorr GmbH, Technische Beratung, Kalkulation, Darmstadt
Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Raupach
Institut für Bauforschung, der RWTH-Aachen (ibac)

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Beschreibung


Die Instandsetzung von Schäden an Stahlbetonbauwerken infolge Bewehrungskorrosion erzeugt weltweit jedes Jahr erhebliche Kosten. Insbesondere chloridinduzierte Korrosion kann ernsthafte Querschnittsverluste an der Bewehrung mit standsicherheitsrelevanten Folgen verursachen.

Die Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen sind in nationalen und internationalen Normen sowie Richtlinien geregelt. Grundlage der Maßnahmen sind Schutz- und Instandsetzungsprinzipien zur Wiederherstellung des Korrosionsschutzes der Bewehrung. In Deutschland regelt derzeit die Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton für Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken diese Maßnahmen. Seit dem 1. Januar 2009 ist die EN 1504, Teile 1-10 zu beachten. In den Regelwerken werden sowohl konventionelle als auch elektrochemische Instandsetzungsprinzipien aufgeführt. Bei der Instandsetzung chloridinduzierter Korrosionsschäden, insbesondere an Verkehrsbauwerken, erfordern konventionelle Maßnahmen häufig einen Betonabtrag in großem Umfang. Damit stellen sie einen erheblichen Eingriff in die Konstruktion der betroffenen Objekte dar.

Bei entsprechenden Randbedingungen ist der in der EN 12696 geregelte kathodische Korrosionsschutz (KKS) eine wirtschaftliche Alternative zur Instandsetzung chloridinduzierter Korrosion. Der kathodische Korrosionsschutz wird bereits seit mehr als 30 Jahren, in Deutschland seit mehr als 25 Jahren, mit Erfolg bei der Instandsetzung von Meeresbauwerken, Brücken, Parkhäusern und Tunneln weltweit eingesetzt. In Europa gibt es insbesondere in den skandinavischen Ländern, der Schweiz, Deutschland, Österreich, aber auch in England, den Niederlanden und Italien zahlreiche Beispiele für wirtschaftliche und technisch sinnvolle Instandsetzungsmaßnahmen an Verkehrsbauwerken.

Ziel des Symposiums:
Das Symposium vermittelt Grundkenntnisse der Theorie und Praxis des kathodischen Korrosionsschutzes. Es gibt einen Überblick über mögliche Anwendungen und deren Realisierung. Dabei stellen namhafte Referenten Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung vor und berichten über interessante Praxisbeispiele.

Referenten:
namhafte Referenten aus Industrie und Forschung



 

Ziel des Seminars

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert. DQS-Zertifizierung

Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Donnerstag, 5. November 2015
9.00 Uhr bis 12.45 Uhr und 13.45 Uhr bis 18.00 Uhr

Einführungsvortrag: Kathodischer Korrosionsschutz von Stahl in Beton – Grundlagen und Anwendungen (Th. Eichler)
> Elektrochemischer Korrosionsschutz
> Kinetik der Elektrodenreaktion
> Elektrochemisches Potential
> Systeme, Anwendungen und Anwendungsgrenzen

Instandsetzung Tiefgarage Örlikerhus, Zürich (D. Oberhänsli)
> Ca. 7500 m2 KKS Anlage
> Bearbeitungsdauer in Etappen über total 2 Jahre
> Von Projektinitialisierung bis zur Abnahme
> Instandsetzung unter Betrieb: eine Chance für den KKS
> Herausforderungen auf der Baustelle: erfahrene Betoninstandsetzer – KKS Fachleute

Kathodischer Korrosionsschutz von Spannbetonbauteilen am Beispiel vorgespannter Dachbinder (Th. Eichler)
> Spannstahl
> Wasserstoffinduzierte Spannungsrisskorrosion
> Leitfähige Beschichtung

Die Grömitzer Welle aus Sicht des Bauherren (L. Möller)
> Geschichte und Rolle der Grömitzer Welle
> Politische Entscheidungsfindung zur Instandsetzung
– Erste Vorstellungen in den Gremien
– Der Weg bis zur Generalinstandsetzung
> Vorbereitung und Durchführung des Ideenwettbewerbs
– Projektvorstellung
– Grundrisse, Ansichten, Schnitte, Lageplan
> Umsetzung aus Sicht des Bauherren
– Förderantrag und Baugenehmigung
– Strukturelle Folgen für den Ort Grömitz
– Emissionsschutz
– Bauliche Grundlagenermittlung
– Gutachten
> Bauausführung
– Teilrückbau Grömitzer Welle
– Teilabbruch Grömitzer Welle
– Umsetzung der Maßnahmen
> Fertigstellung
– Erneuerung sicherheitstechnisch relevanter Anlagen
– Erweiterung
– Architektur
– Fotos

Die Grömitzer Welle aus Sicht des Tragwerkplaners (U. Guttenberg)
> Wettbewerbsphase (Ideenwettbewerb)
> Erkennen und Erstbeurteilung der Stahlbetonschäden
– Einschaltung Sachverständige Beton- und Stahlbeton
> Erhebungen zur Vorgeschichte
> Rekonstruktion der Unterlagen
> Vorhandene Reststandsicherheiten
> Tragwerkskonzept
– Umbau/ Neubau
– Bauzustände
– Erste Überlegungen zur Betoninstandsetzung
– Abstimmung mit Sachverständigen
> Gewerke übergreifende Ausführungsplanung Stahlbetonbau
> Baubegleitende Tragwerksplanung

Die Grömitzer Welle – ein außergewöhnliches KKS-Projekt (S. Gieler-Breßmer)
> Gutachtenphase
> Grundlagenermittlung
> IST-Zustandserhebung
– Visuelle Schadensaufnahme und Kartierung
– Betontechnologische Voruntersuchungen
– – Chloridgehalte
– – Betondeckung
– – Karbonatisierung
– – Potentialfeldmessung
– – Alkali-Silika-Bestimmung
> Erstes Instandsetzungskonzept
– Warum KKS?
– Sonderthema Spannbetonbinder
– Notwendigkeit Teilabbruch
– AKR
> Kostenschätzung
> Planungsphase
– Präventiver KKS
– KKS als Instandsetzungsprinzip
– Enge Abstimmung Statik, Betontechnologie, Objektplanung, Gebäudetechnik
> Ausführung:
– Umsetzung KKS
– Abstimmung mit anderen Gewerken (Schwimmbadtechnik, Elektro, Sanitär usw.)
– Bedeutung der Bauüberwachung
– Einschaltung externer Gutachter KKS
– ZiE
> Hochfeste und vergütete Stähle
> die DIN EN ISO 12969

Numerische Simulation zur Leistungsfähigkeit ausgewählter Anodensysteme (M. Raupach)
> Stahl
> Beton
> Kathodischer Korrosionsschutz
> numerische Simulation und Anodensysteme

Neuartige Anodensysteme beim KKS: allgemein anerkannte Regeln der Technik, Forschung und Ausblick (D. Koch)
> Erfahrungen mit leitfähigen Beschichtungen und Anpressanoden
> Neue verklebbare Anodensysteme
> Neue Anodentypen (Carbon-Gewebe, Multifilament) und neue Einbettmöglichkeiten
> Der direkt befahrbare KKS-Parkhausbelag

Freitag, 6. November 2015
9.00 Uhr bis 12.30 Uhr und 13.30 Uhr bis 15.30 Uhr

Untersuchungen zur Wirksamkeit von KKS zum Schutz der unteren Bewehrungsanlage bei Trennrissen in Zwischendecken (C. Dauberschmidt)
> Kathodischer Korrosionsschutz
> Stahlbeton
> Tiefgarage
> Chloridbelastung
> Trennrisse
> Instandsetzung

Bringen Zertifizierungen wirklich Vorteile? (H.-G. Köpf)
> Zertifikat
> Konformitätsbewertung
> akkreditiertes Verfahren
> Erleichterung des Nachweises der Qualifikation
> Präqualifikation
> Kontinuierlicher Verbesserungsprozes
> Kathodischer Korrosionsschutz (KKS)
> Personenzertifizierung nach DIN EN 15257:2007 i.V. DIN EN ISO/IEC 17024:2012; Ausblick ISO DIS 15257:2014
> Fachfirmenzertifizierung nach fkks Richtlinie Güteüberwachung:2013 (GW11) i.V. DIN EN ISO/IEC 17065:2012

Praktische Beispiele (G. Gerhard)
> Sonderlösungen mit dem kathodischen Korrosionsschutz
> Ausführungsbeispiele mit verschiedenen Anodensystemen

Kathodischer Korrosionsschutz bei der Instandsetzung des Rendsburgtunnels (M. Bruns)
> Ausgangslage
> Instandsetzungskonzept
> Besondere Herausforderungen
> Umsetzung bei der Instandsetzung

Korrosionsmonitoring an Stahl in Beton mit eingebetteten Sensoren – Unterstützung für das Life-Cycle Management (F. Pruckner)
> Korrosionsrate
> Linearer Polarisationswiderstand
> Monitoring
> Life-Cycle-Management
> Anwendungsbeispiel

Der Jomanda-Effekt beim kathodischen Korrosionsschutz (H. Esteves)
> Grundlagen kathodischer Korrosionsschutz
> Regelwerk EN 12696
> kathodische Polarisierung der Bewehrung
> Jomanda-Effekt
> Wirkweise von KKS

Referenten

Leitung:
Dipl.-Ing. S. Gieler-Breßmer

Referenten:
Dr.-Ing. Thorsten Eichler
CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG, Berlin,
Dipl.-Ing. Gregor Gerhard
instakorr GmbH, Darmstadt,
Dipl.-Ing. Susanne Gieler-Breßmer
Vereidigte Sachverständige für Betonschäden und Betoninstandsetzung, Süßen,
Prof. Dr.-Ing. Bernd Isecke
CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG, Berlin,
Dipl.-Bauing. (FH) Daniel Oberhänsli
suicorr AG, Dietikon (Schweiz),
Dr. Franz Pruckner
Korupp GmbH, Kathodischer Korrosionsschutz, Twist,
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Michael Raupach
Institut für Bauforschung der RWTH-Aachen (ibac)

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.
Beim gemeinsamen Mittagessen findet ein reger Austausch mit den Referenten statt. Jeder Teilnehmer erhält zu Beginn des Seminars eine Mappe mit ausführlichen Seminarunterlagen.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer 910 EUR (mehrwertsteuerfrei), inklusive aller Extras.

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
17.11.2016, 9:00 Uhr Kathodischer Korrosionsschutz von Stahlbetonbauwerken Ostfildern 910 EUR

© Technische Akademie Esslingen e.V., An der Akademie 5, 73760 Ostfildern  | Impressum