Kathodischer Korrosionsschutz von Stahlbetonbauwerken

Zustandserhebung und -bewertung, Planung, Ausführung, Inbetriebnahme und Wartung

Auf einen Blick

Symposium
14.11.2019 - 15.11.2019
9:00 Uhr
in Ostfildern bei Stuttgart

Technische Akademie Esslingen
An der Akademie 5
73760 Ostfildern

EUR 790,00(MwSt.-frei)

Veranstaltung Nr. 50004.00.014


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Referenten:
A. Asgharzadeh
Mönchengladbach
G. Ebell, M.Eng.
Bundesanstalt für Materialforschung, und -prüfung (BAM), 7.6 Korrosion und Korrosionsschutz, Berlin
Dipl.-Ing. S. Gieler-Breßmer
Vereidigte Sachverständige für Betonschäden, und Betoninstandsetzung, Süßen
Dipl.-Chem. D. Koch
Koch GmbH, Kreuztal
S. Millar, M.Eng.
CORR-LESS Isecke & Eichler, Consulting GmbH & Co. KG, Teltow
Dipl.-Bauing. (FH) D. Oberhänsli
suicorr AG, Dietikon (Schweiz)
M. Sauer
Protector KKS GmbH, Affalterbach
Dr. S. Schulze
Hupfer Ingenieure GmbH, Hamburg
Prof. Dipl.-Bauing. ETH SIA F. Wenk
Hochschule für Technik Rapperswil, Institut für Bau und Umwelt, Rapperswil SG (Schweiz)

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Beschreibung

Schäden an Stahlbetonbauwerken infolge Bewehrungskorrosion und deren Instandsetzung erzeugen weltweit jedes Jahr erhebliche Kosten. Insbesondere chloridinduzierte Korrosion kann ernsthafte Querschnittsverluste an der Bewehrung mit standsicherheitsrelevanten Folgen verursachen.

Die Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen sind in nationalen und internationalen Normen sowie Richtlinien geregelt. Grundlage der Maßnahmen sind Schutz- und Instandsetzungsprinzipien zur Wiederherstellung des Korrosionsschutzes der Bewehrung. In Deutschland regelt derzeit die Richtlinie „Schutz und Instandsetzung von Betonbauteilen“ des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton e.V. diese Maßnahmen. Außerdem ist seit dem 1. Januar 2009 die EN 1504, Teile 1-10 zu beachten. In den Regelwerken werden sowohl konventionelle als auch elektrochemische Instandsetzungsprinzipien aufgeführt.

Die konventionellen Instandsetzungsprinzipien erfordern bei der Instandsetzung von chloridinduzierter Korrosion einen Betonabtrag bis zum korrosionsauslösenden Chloridgehalt unabhängig vom Korrosionszustand an der Bewehrung. Damit stellen sie einen erheblichen Eingriff in die Konstruktion und Statik
der betroffenen Objekte dar. Bei entsprechenden Randbedingungen ist der in der DIN EN ISO 12696 geregelte Kathodische Korrosionsschutz (KKS) eine wirtschaftliche Alternative.

Der KKS wird bereits seit etwa 30 Jahren mit Erfolg bei der Instandsetzung von Meeresbauwerken, Brücken, Parkhäusern und Tunneln weltweit eingesetzt. In Europa gibt es insbesondere in den skandinavischen Ländern, der Schweiz, Deutschland, Österreich, aber auch in England, den Niederlanden und Italien zahlreiche Beispiele für wirtschaftliche und technisch sinnvolle Instandsetzungsmaßnahmen an Verkehrsbauwerken.

Ziel der Weiterbildung

Es werden Grundkenntnisse der Theorie und Praxis des KKS vermittelt. Grundsatzvorträge zu Methoden der Ist-Zustandserfassung runden das Thema ab. Namhafte Referenten stellen Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung vor und berichten über interessante Praxisbeispiele.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Das Symposium ist geeignet für alle Personenkreise, die in die Planung, Errichtung, den Betrieb und die Erhaltung von Stahlbetonbauwerken eingebunden sind, so zum Beispiel
> Eigentümer und Betreiber von Parkhäusern und Tiefgaragen
> Immobilienverwalter
> ausführende Betriebe
> Ingenieurbüros
> Mitarbeiter von Bauämtern, die Verkehrsbauwerke verwalten und betreiben
> Mitarbeiter in wissenschaftlichen Institutionen und Studierende

Inhalte

Donnerstag, 14. November 2019
9:00 bis 12:45 und 13:45 bis 17:15 Uhr

ZUSTANDSERHEBUNG UND -BEWERTUNG

Ortsaufgelöste Quantifizierung von Chlorid in Beton; Möglichkeiten und Grenzen der laserinduzierten Plasmaspektroskopie
> Grundlagen der laserinduzierten Plasmaspektroskopie (LIBS)
> Warum gerade LIBS?
> aktueller Stand der Forschung, Technik und Normungsarbeit
> Praxisbeispiele
> Was können spektroskopische Methoden und künstliche Intelligenz zukünftig zur Zustandsermittlung beitragen?

Bauwerksuntersuchung mit Ultraschall
> physikalische Grundlagen und Beispiele aus der Praxis
> Abbildung von Bauteilquerschnitten (Dimensionen, Bewehrung)
> Zustandsbewertung und Identifikation von Besonderheiten (Verdichtungsmängel, Einbauteile u. a.)

Detektion korrosionsaktiver Bereiche an Stahlbetonbauwerken mittels Potentialfeldmessung
> Potentialfeldmessung
> Lochkorrosion
> Betondeckung
> Widerstandsmessung
> Chlorid in Beton

AUSFÜHRUNG KKS

Dauerhaftigkeit von Carbontextilien als Anodenmaterial für den Kathodischen Korrosionsschutz
> Carbontextilien
> Dauerhaftigkeit
> Mörtel
> Zerstörungsmechanismen
> Oberflächenanalyse
> Polarisation

Inbetriebnahme und Wartung von KKS-Installationen
> Anforderungen nach DIN EN ISO 12696
> Inbetriebnahme
> jährliche Wartung
> Praxisbeispiele

Lineare Rissinstandsetzung mit KKS-Carbonbeton
> Betonschäden/Bewehrungsschäden
> multiple Rissbildung einer TG-Bodenplatte durch späte Zwänge
> Problem hoher Chloridgehalte und feuchter Risse
> erforderliche Verstärkung der Bewehrung und zusätzliche Rissbandagen
> Instandsetzung unter laufendem Betrieb
> Auswertung der Messergebnisse nach 1,5 Jahren Betrieb


Freitag, 15. November 2019
9:00 bis 12:45 Uhr

PLANUNG UND PRAXISBEISPIELE

Planung von Kathodischen Korrosionsschutzmaßnahmen
> Grundlagen
> normative Anforderungen an die sachkundige Planung
> Nachweis, Bemessung und Auswahl von anlagenspezifischen Komponenten
> Inhalte und Detailgrad von Bauzeichnungen im Planungsverlauf

KKS an vorgespannten Strukturen
> aktuelle Beispiele (LKW-Durchfahrt in einer L12 Autobahnbrücke in Hamburg, Schwimmhalle in Basel)
> Vorspannungsart (Spannlitzen und im Hüllrohr)
> Voruntersuchungen
> spezielle Vorkehrungen während der Baumaßnahme

KKS im Stahlbetonbau – Kontrolle der Ausführung und Inbetriebnahme – Erfahrungen in der Praxis
> Norm DIN EN ISO 12696
> Qualitätssicherung
> Inbetriebnahme
> Funktionsprüfungen
> Leistungsbeurteilung

Referenten

Leitung:
Dipl.-Ing. S. Gieler-Breßmer

Referenten:
Amir Asgharzadeh
Mönchengladbach
Gino Ebell, M.Eng.
Bundesanstalt für Materialforschung, und -prüfung (BAM), 7.6 Korrosion und Korrosionsschutz, Berlin
Dipl.-Ing. Susanne Gieler-Breßmer
Vereidigte Sachverständige für Betonschäden und Betoninstandsetzung, Süßen,
Dipl.-Chem. Detlef Koch
Koch GmbH, Kreuztal,
Steven Millar, M.Eng.
CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG, Teltow,
Dipl.-Bauing. (FH) Daniel Oberhänsli
suicorr AG, Dietikon (Schweiz),
Michael Sauer
Protector KKS GmbH, Affalterbach,
Dr. Sebastian Schulze
Hupfer Ingenieure GmbH, Hamburg,
Prof. Dipl.-Bauing. ETH SIA Felix Wenk
Institut für Bau und Umwelt, Hochschule für Technik Rapperswil (Schweiz),

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer EUR 790,00(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
14.11.2019, 9:00 Uhr Kathodischer Korrosionsschutz von Stahlbetonbauwerken Ostfildern$$ortdetail$$ EUR 790,00

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