Schutz und Instandsetzung von abwassertechnischen Anlagen

Präventiver Schutz beim Neubau – Instandsetzung Altbau

Auf einen Blick

Symposium
23.11.2017 - 24.11.2017
9:00 Uhr
in Ostfildern
Preis: 910 EUR(MwSt.-frei)

Veranstaltung Nr. 50007.00.010


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Referenten:
Dr. K. Beyer
GSTT German Society for Trenchless Technology e.V., Berlin
Prof. Dr.-Ing. B. Falter
Münster
Dipl.-Ing. J. Gerlach
Institut für Baustoffe, Leibniz Universität Hannover
Dipl.-Ing. O. Kern
Sika Deutschland GmbH, Leimen
Prof. Dr.-Ing. K. Kerres
Fachhochschule Aachen, University of Applied Sciences
Dipl.-Min. E. Kleen
MC-Bauchemie Müller GmbH & Co. KG, Bottrop
Dipl.-Ing. M. Liebscher
IKT – Institut für Unterirdische, Infrastruktur gGmbH, Gelsenkirchen
R. Modes
Pleus Grundwasser- und Bodenschutz GmbH, Lingen
Dr. D. Niepmann
Kerneos GmbH, Oberhausen
Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Raupach
Institut für Bauforschung, der RWTH-Aachen (ibac)
J. Ruppelt, M.Sc.
Institut für Siedlungswasserwirtschaft, der RWTH Aachen
Dipl.-Ing. J. Schauerte
Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen
Dipl.-Ing. R. Schulte Holthausen
Institut für Bauforschung, der RWTH-Aachen (ibac)
H. Stahl
Massenberg GmbH, Essen

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Beschreibung

Die umweltschonende, geruchsarme Abwasserentsorgung von 82 Millionen Einwohnern in Deutschland bedingt bei einer Vielzahl von abwassertechnischen Anlagen wachsende Schäden. Sinkende Wassermengen in den Anlagen führen zur Verringerung der Fließgeschwindigkeit bei gleichzeitig verstärkter Ablagerung und Bildung von biogener Schwefelsäure. Vor dem Hintergrund einer Vielzahl projektspezifischer Rahmenbedingungen bringen Neubau wie auch Schutz und Instandsetzung von Abwasseranlagen planerische und materialtechnische Herausforderungen mit sich.

Aufgrund der großen Anzahl bestehender Bauwerke, des weiteren Ausbaus des Abwassersystems und des kontinuierlich wachsenden Alters der Infrastruktur sind angepasste Konzepte zur Bauwerkserhaltung erforderlich. Jede einzelne Maßnahme beginnt mit einer Bauwerksdiagnose und der darauf basierenden Planung durch einen sachkundigen Planer. Voraussetzung für eine nachhaltige Planung sowie eine erfolgreiche Instandsetzung ist die detaillierte Kenntnis über Schadensursachen und mögliche Maßnahmen zur Prävention bzw. Schadensbehebung. Hierzu sind ein breites Wissen, insbesondere über Baumaterialien, und ein verstärkter Erfahrungsaustausch notwendig. Zudem erfordert die Entwicklung neuer Baumaterialien und Untersuchungsmethoden die kontinuierliche Weiterbildung auf diesem Arbeitsgebiet.

Am Beispiel von Abwasseranlagen aus Stahlbeton werden Bauteilschutz und Instandsetzung erläutert und die Adaption der aus den Schadensbildern gewonnenen Erkenntnisse beim Bau neuer Anlagen veranschaulicht. Der Oberbegriff abwassertechnische Anlagen soll dabei alle ober- und unterirdischen Einrichtungen zur Abwassersammlung, Abwasserableitung, Abwasserbehandlung und Abwasserbeseitigung umfassen.

Ziel des Seminars

Im Rahmen des Symposiums werden die relevanten Schadensmechanismen erläutert und Methoden der Prävention, Inspektion sowie Instandsetzungsstrategien vorgestellt. Häufig erfordert die unzureichende Zugänglichkeit der abwassertechnischen Anlagen spezielle Instandsetzungsverfahren. Dabei stellt nicht nur beim Neubau auch die Beurteilung der Dauerhaftigkeit der eingesetzten Materialien ein wesentliches Kriterium dar. Diese Fragen sowie die Vorstellung ausgewählter Instandsetzungssysteme und deren Realisierung sind Themen des Symposiums.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Mitarbeiter aus Planungs- und Ingenieurbüros, Sachverständige, Architekten, Mitarbeiter von Wasserverbänden und Abwassernetzen, Behörden, Baufirmen, Bauleiter, Bautechniker und Bauherren

Seminarthemen im Überblick

Donnerstag, 23. November 2017
9.00 bis 12.45 und 14.30 bis 18.00 Uhr
Abendveranstaltung im Anschluss an die Vorträge

Schadensmechanismen und Schutzmöglichkeiten bei abwassertechnischen Anlagen aus Stahlbeton (M. Raupach)
> Untersuchungsmethoden und Beurteilungskriterien
> Betonkorrosion (Biogene Schwefelsäurekorrosion)
> Korrosion der Bewehrung
> Möglichkeiten für Schutz und Instandsetzung

Anforderungen an den Korrosionsschutz beim Bau des Abwasserkanals Emscher (J. Schauerte)
> besondere Randbedingungen und Belastungssituation
> Voruntersuchungen/Korrosionsschutzkonzept
> Entwicklungen Beton/Polymerbeton

Verfahren zur Prüfung des Säurewiderstands von Beton (J. Gerlach)
> Vergleichbarkeit und Vereinheitlichung der Prüfverfahren
> Prüfergebnisse und Abschätzung der Dauerhaftigkeit

Kommunale Abwasserbauwerke – äußere Einwirkungen – Wie kann man sie schützen? (O. Kern)
> Schadensursachen und -mechanismen
> Welche Betonersatzsysteme stehen zur Verfügung?
> Möglichkeiten eines Oberflächenschutzes

Anwendung und Dimensionierung von Schlauchlinern (B. Falter)
> Materialien und Einsatz von Schlauchlinern
> Neuerungen im Arbeitsblatt DWA-A 143-2

Zustand der Kanalisation in Deutschland – Ergebnisse der DWA-Umfrage 2015 (J. Ruppelt)

PE als Schutz im Abwasserbereich (R. Modes)
> Vorstellung des PE-Werkstoffes
> Möglichkeiten und Verfahren mit dem PE-Werkstoff

Instandsetzung unterirdischer Abwasserbauwerke mit Blick auf die Arbeitssicherheit (H. Stahl)
> Praxisbeispiele zweier Abwasserbauwerke
> Betonabtrag mit Höchstdruckwasserstrahlen
> Instandsetzung mittels mineralischer Oberflächenschutzsysteme
> Arbeitssicherheit aus Sicht der Ausführungsfirma

Freitag, 24. November 2017
9.00 bis 12.30 und 13.30 bis 15.00 Uhr

Kommunikation im Kanal – Herausforderungen beim Verlegen von Kabeln (K. Beyer)
> Verlegetechniken
> Breitband/DigiNetzG

Prognosegestützte Substanzerhaltungsstrategien – Bewertung, Ausschreibung und Vergabe (K. Kerres)
> verschiedene Instandhaltungsstrategien
> Vor- und Nachteile verschiedener Modellansätze
> Ausschreibung und Vergabe von Dienstleistungen

Sanierung von Abwasserschächten (M. Liebscher)
> Ergebnisse eines Forschungsprojektes zu Abdichtungs- und Beschichtungsverfahren auf Basis von In-situ-Maßnahmen

Calciumaluminatmörtel zum Schutz von abwassertechnischen Anlagen (D. Niepmann)
> Problem – biogene Schwefelsäurekorrosion
> Wirkmechanismus Calciumaluminatmörtel

Neuartige Schutzsysteme auf Basis von Geopolymer (E. Kleen)

Aktuelle Forschungsergebnisse in der Diagnose und Erforschung von Instandsetzungsmaterialien abwassertechnischer Anlagen (R. Schulte Holthausen)

Referenten

Leitung:
Univ.-Prof. Dr.-Ing. M. Raupach
Dipl.-Ing. R. Schulte Holthausen

Referenten:
Dr. Klaus Beyer
GSTT German Society for Trenchless Technology e. V., Berlin,
Prof. Dr.-Ing. Bernhard Falter
Münster
Dipl.-Ing. Jesko Gerlach
Institut für Baustoffe, Leibniz Universität Hannover
Dipl.-Ing. Olaf Kern
Sika Deutschland GmbH, Leimen,
Prof. Dr.-Ing. Karsten Kerres
Netzingenieurwesen, Fachhochschule Aachen
Dipl.-Min. Eugen Kleen
MC-Bauchemie Müller GmbH & Co. KG, Bottrop,
Dipl.-Ing. Martin Liebscher
IKT – Institut für Unterirdische Infrastruktur gGmbH, Gelsenkirchen,
Ralf Modes
Pleus Grundwasser- und Bodenschutz GmbH, Lingen,
Dr. Dirk Niepmann
Kerneos GmbH, Oberhausen,
Univ.-Prof. Dr.-Ing. Michael Raupach
Institut für Bauforschung der RWTH-Aachen (ibac)
Jan Ruppelt, M.Sc.
Institut für Siedlungswasserwirtschaft der RWTH Aachen
Dipl.-Ing. Josef Schauerte
Emschergenossenschaft/Lippeverband, Essen,
Dipl.-Ing. Robert Schulte Holthausen
Institut für Bauforschung der RWTH Aachen (ibac)
Heiner Stahl
Massenberg GmbH, Essen,

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer 910 EUR(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
23.11.2017, 9:00 Uhr Schutz und Instandsetzung von abwassertechnischen Anlagen Ostfildern 910 EUR

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