Fachausbildung Energieberater

Start: 19. Januar 2018

Sanierungsstau – Energiewende – Energetische Sanierungen – Chancen für Energieberater

Energieberater

Millionen Häuser in Deutschland wurden vor der Einführung der ersten Wärmeschutzverordnung errichtet. In der Regel heißt das: schlechte Gebäudedämmung, hohe Wärmeverluste und ineffektive Heizungssysteme.
40 Prozent Endenergieverbrauchs entfallen auf den Gebäudebereich. In einem unsanierten Einfamilienhaus fallen nach Berechnungen der Deutschen Energieagentur in 20 Jahren Heizkosten von 107.000 € an. Ist das Haus aber voll energetisch saniert, sind es nur 21.000 €. Gebäude umfassend energetisch zu sanieren und den optimierten Energiebedarf durch erneuerbare Energien zu decken – das ist der Weg in Deutschland, den Gebäudebestand bis zum Jahr 2050 nahezu klimaneutral zu optimieren.

Der entscheidende Hebel, um Sanierungen in Gang zu bringen, ist die verlässliche Information der Gebäudeeigentümer. Ein qualitativ hochwertiger Energieausweis soll Kosten und Wirtschaftlichkeit der empfohlenen Maßnahmen klar benennen. Förderfähig ist eine Energieberatung für Wohngebäude, die Gebäudeeigentümern Möglichkeiten der energetische n Gebäudesanierung aufzeigt. Hierzu hat die Energieberaterin /der Energieberater einen Energieberatungsbericht (z.B. eine individueller Sanierungsfahrplan) zu erstellen. Voraussetzung ist die Ausbildung zum Energieberater. Mit der Neufassung der Richtlinie „Energieberatung für Wohngebäude (Vor-Ort-Beratung, individueller Sanierungsfahrplan)“ vom 1. Dezember 2017  wurden die Zulassungsvoraussetzungen für Energieberater erweitert, so dass künftig qualifizierte Fachleute aus mehreren Branchen beraten können, sofern sie die hohen Qualifikationsanforderungen erfüllen.

Das gesamte Weiterbildungsprogramm hat eine Dauer von ca. 8 Monaten. Es ist wie folgt aufgeteilt:

1. Selbststudienphase ca. 18 Wochen
1. Präsenzphase 1 Woche
2. Selbststudienphase ca. 12 Wochen
2. Präsenzphase 1 Woche
3. Selbststudienphase ca. 14 Wochen
3. Präsenzphase 1 Woche
4. Schriftliche Abschlussprüfung 90 Minuten

Während der Selbststudienphasen werden Lehrgangsunterlagen und Übungsaufgaben bearbeitet, die einerseits zur selbstständigen Wissensüberprüfung dienen und andererseits von den Lehrgangsleitern/Dozenten korrigiert und mit Verbesserungsvorschlägen an die Teilnehmer zurückgegeben werden. Im Laufe der Präsenzphasen besteht neben dem normalen Lehrprogramm die Möglichkeit, individuelle Problemstellungen zu diskutieren.

Das Programm ist in sich eine geschlossene Weiterbildungsmaßnahme und nur die Absolvierung aller Teile führt zu dem gewünschten Erfolg, Energieberatungen auf wissenschaftlich fundierten Kenntnissen mit Berücksichtigung aller für das Gesamtsystem zur Verfügung stehenden Maßnahmen durchführen zu können.

Das Weiterbildungsprogramm basiert auf den neuesten Ergebnissen technischer Entwicklungen und auf den neuesten zur Verfügung stehenden Planungstools und Datenmaterialien.

Veranstaltungsprogramm

Ansprechpartner

Bauwesen, Energieeffizienz und Umwelt

Dipl.-Ing. Wolfgang Krause
wolfgang.krause@tae.de

Telefon +49 711 3 40 08-57
Telefax +49 711 3 40 08-65

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