Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) von Stahlbetonbauwerken
22. Symposium Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) von Stahlbetonbauwerken
Fachtagung zur Zustandserfassung, Planung, Ausführung, Betrieb und Wartung
Leitung: Dipl.-Ing. (FH) Armin Faulhaber
Chloridinduzierte Korrosion zählt zu den maßgeblichen Schadensmechanismen an Stahl- und Spannbetonbauwerken. Besonders Brücken, Tunnel, Parkbauten und andere chloridbelastete Konstruktionen können betroffen sein. Konventionelle Instandsetzungen erfordern häufig einen großflächigen Abtrag belasteten Betons und damit erhebliche Eingriffe in die Bausubstanz.
Der Kathodische Korrosionsschutz (KKS) nach DIN EN ISO 12696 bietet für geeignete Bauwerke einen alternativen Ansatz. Sein erfolgreicher Einsatz erfordert jedoch belastbare Zustandsdaten, eine fachgerechte Planung sowie klar definierte Schnittstellen zwischen Sachkundiger Planung, KKS-Fachplanung und Ausführung. Auch Monitoring und Wartung sind entscheidend, um die Schutzwirkung langfristig zu beurteilen und sicherzustellen.
Ziel der Weiterbildung
Die Fachtagung betrachtet KKS von Stahlbetonbauwerken über den gesamten Instandhaltungsprozess: von der Zustandserfassung und fachlichen Bewertung über Planung und Ausführung bis zu Betrieb, Monitoring und Wartung. Aktuelle Forschungsergebnisse, langjährige Messdaten und konkrete Bauwerksprojekte zeigen, welche technischen Informationen für belastbare Entscheidungen erforderlich sind und wie sich KKS-Systeme langfristig beurteilen lassen.
Nach der Weiterbildung können Sie:
• Korrosionsmechanismen und Einsatzmöglichkeiten des KKS fachlich einordnen
• Zustandsdaten als Grundlage für die Planung von KKS-Maßnahmen bewerten
• Schnittstellen zwischen Sachkundiger Planung und KKS-Fachplanung fachlich beurteilen
• Langzeitdaten zur Wirksamkeit unterschiedlicher KKS-Systeme interpretieren
• Monitoring- und Sensortechniken für Betrieb und Wartung fachlich einordnen
Zielgruppe
Die Tagung richtet sich an planende Ingenieure, Sachkundige Planer, KKS-Fachplaner, Sachverständige sowie Fach- und Führungskräfte ausführender Unternehmen. Angesprochen sind außerdem Eigentümer und Betreiber von Parkhäusern, Tiefgaragen, Brücken, Tunneln und weiteren Stahlbetonbauwerken sowie Fachkräfte aus Bauämtern, Verwaltungen und Wissenschaft – auch interessant für Studierende mit fachlichem Bezug zu Korrosionsschutz und Bauwerkserhaltung.
Hinweis:
Die Veranstaltung ist gemäß der Weiterbildungsordnung der Ingenieurkammer Baden-Württemberg, der Bayerischen Ingenieurekammer-Bau und der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen anerkannt.
Die Technische Akademie Esslingen e. V. (TAE) ist als Ausbildungsstätte vom „Ausbildungsbeirat Sachkundiger Planer für die Instandhaltung von Betonbauteilen beim Deutschen Institut für Prüfung und Überwachung e. V. (ABB-SKP)“ offiziell anerkannt. Die Tagung wird von der Technischen Akademie Esslingen als Weiterbildung für Sachkundige Planer gemäß ABB-SKP mit einem Umfang von 12 Unterrichtseinheiten à 45 Minuten anerkannt.
Die Anerkennung als von der fkks cert gmbh geeignete Weiterbildungsmaßnahme im Hinblick auf eine Zertifizierung nach DIN EN ISO 15257 wird beantragt.
Themen der Fachtagung
KKS von der Planung bis zum Langzeitbetrieb
Das Programm verbindet aktuelle Erkenntnisse aus Forschung mit Erfahrungen aus KKS-Fachplanung und ausgeführten Bauwerksprojekten. Im Mittelpunkt stehen technische Entscheidungsgrundlagen, Schnittstellen und die langfristige Bewertung der Schutzwirkung.
Aktuelle Themen sind:
• Grundlagen und Funktionsweise des Kathodischen Korrosionsschutzes
• Langzeiterfahrungen mit unterschiedlichen Anodensystemen
• Schnittstelle zwischen Sachkundiger Planung und KKS-Fachplanung
• KKS an vorgespannten und denkmalgeschützten Konstruktionen
• Korrosionsschutz an exponierten Brückenbauwerken
• zeitabhängige Prognose der KKS-Wirksamkeit
• neue Sensorik zur Feuchte- und Widerstandsmessung
• Betrieb, Monitoring und Bewertung ausgeführter KKS-Systeme
Nutzen der Weiterbildung
Die Fachtagung unterstützt fachlich belastbare Entscheidungen über Einsatz, Planung und langfristige Begleitung von KKS-Maßnahmen. Der Vergleich unterschiedlicher Systeme und ausgeführter Bauwerksprojekte hilft, technische Risiken, Schnittstellen und Anforderungen an den späteren Betrieb frühzeitig in Instandhaltungskonzepte einzubeziehen.

Relevanz der Fachtagung
KKS richtig einordnen und langfristig bewerten
Der Kathodische Korrosionsschutz wird seit Jahrzehnten bei Brücken, Parkhäusern, Tunneln und Meeresbauwerken eingesetzt. Insbesondere bei chloridbelasteten Stahlbetonbauwerken kann das Verfahren unter geeigneten Randbedingungen eine Alternative zu Instandsetzungsmaßnahmen mit umfangreichem Betonabtrag darstellen.
Die fachliche Herausforderung liegt jedoch nicht allein in der Installation eines KKS-Systems. Zustand und Konstruktion des Bauwerks, die Qualität der Ausgangsdaten, das gewählte Anodensystem und die Schnittstellen zwischen Sachkundiger Planung, KKS-Fachplanung und Ausführung beeinflussen die Planung. Nach der Inbetriebnahme sind Monitoring, Messdaten und deren fachliche Bewertung entscheidend, um die Schutzwirkung langfristig zu beurteilen.
Die Fachtagung bietet die Möglichkeit:
• aktuelle Entwicklungen und fachliche Trends im KKS einzuordnen
• Fragestellungen mit Fachleuten aus Forschung, Planung und Praxis zu diskutieren
• Erfahrungen aus realen Bauwerksprojekten und Langzeitbeobachtungen zu nutzen
• das fachliche Netzwerk im Kathodischen Korrosionsschutz zu erweitern
Veranstaltungsort
TAE – Technische Akademie Esslingen e.V.
An der Akademie 5
73760 Ostfildern
Ansprechpartner


Beiträge aus Forschung, Industrie und Praxis
Programm des 22. Symposiums Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) von Stahlbetonbauwerken 2026
Veranstaltungszeiten
Donnerstag, 5. November 2026, 09:30 – 21:00 Uhr einschließlich Abendempfang
Freitag, 6. November 2026, 08:30 – 14:00 Uhr einschließlich Mittagsbuffet
Programm (Änderungen vorbehalten)
Donnerstag, 5. November 2026
09:30 – 09:40 Uhr
Eröffnung
Dipl.-Ing. (FH) Armin Faulhaber, instakorr GmbH
09:40 – 10:35 Uhr
Strom schützt Stahl im Beton – kann das funktionieren? – In 30 Minuten durch die geheimnisvolle Welt des kathodischen Korrosionsschutzes
Martin Fränkel, sakks GmbH
10:35 – 10:50 Uhr
Kaffeepause
10:50 – 11:45 Uhr
Analyse von 20 Jahren Messdaten verschiedener Anodensysteme
Dr.-Ing. Thorsten Eichler, CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG
11:45 – 12:40 Uhr
Schnittstelle SKP – Fachplanung KKS: Welche Daten entscheiden über eine gute Ausführungsplanung?
Dr.-Ing. Till Felix Meyer, Ingenieurbüro Schießl • Gehlen • Sodeikat GmbH
12:40 – 13:30 Uhr
Mittagspause
13:30 – 14:25 Uhr
Die denkmalgeschützte Hyparschale der Alsterschwimmhalle Hamburg – Erhalt der vorgespannten Dachschale mit KKS – fünf Jahre danach
Dr.-Ing. Steven Millar, CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG
14:25 – 15:20 Uhr
Anspruchsvolle KKS-Projekte in der Praxis – Update zur KKS-Instandsetzung des Tunnels Schweizerhalle (CH), KKS-Musterfläche im Hohlkasten der Ganterbrücke (CH)
Dipl.-Bauing. (FH) Daniel Oberhänsli, suicorr AG
15:20 – 15:40 Uhr
Kaffeepause
15:40 – 16:35 Uhr
Modell zur KKS-Wirksamkeit in Stahlbeton – Zeitabhängige Prognose als Entwurfswerkzeug
Dr.-Ing. Sascha Lay, concrete concepts Ingenieurgesellschaft mbH
16:35 – 17:30 Uhr
N. N.
17:30 – 21:00 Uhr
Abendempfang
Am Ende des ersten Veranstaltungstags laden wir zu einem informellen Abendempfang im Foyer der TAE ein – zum fachlichen Austausch in entspannter Atmosphäre.
Freitag, 6. November 2026
08:30 – 09:25 Uhr
Neuartige gedruckte Feuchte- und Widerstandssensoren
Dr.-Ing. Christian Helm, Institut für Baustoffforschung (ibac) der RWTH Aachen University
09:25 – 10:20 Uhr
N. N.
Dr. rer. nat. Dr.-Ing. Franz Pruckner, ZT-Büro Pruckner
10:20 – 10:40 Uhr
Kaffeepause
10:40 – 11:35 Uhr
Innovative KKS-Instandsetzung einer Additivdecke – Pilotprojekt am drittgrößten Parkhaus Europas – Daimler Werk Sindelfingen
Dipl.-Chem. Detlef Koch, Koch Carbon Consulting GmbH
11:35 – 12:30 Uhr
Kathodischer Korrosionsschutz an Stahlbetonbauwerken in den Niederlanden – Rückblick auf 30 Jahre Planen, Bauen, Betreiben
Joost Gulikers, Ministerie van Verkeer en Waterstaat, Utrecht
12:30 – 12:40 Uhr
Schlusswort
Dipl.-Ing. (FH) Armin Faulhaber, instakorr GmbH
12:40 – 14:00 Uhr
Mittagsbuffet
Leitung
Dipl.-Ing. (FH) Armin Faulhaber, instakorr GmbH
Vortragende (Änderungen vorbehalten)
Dr.-Ing. Thorsten Eichler, CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG
Martin Fränkel, sakks GmbH
Joost Gulikers, Ministerie van Verkeer en Waterstaat, Utrecht, Niederlande
Dr.-Ing. Christian Helm, Institut für Baustoffforschung (ibac) der RWTH Aachen University
Dipl.-Chem. Detlef Koch, Koch Carbon Consulting GmbH
Dr.-Ing. Sascha Lay, concrete concepts Ingenieurgesellschaft mbH
Dr.-Ing. Till Felix Mayer, Ingenieurbüro Schiessl Gehlen Sodeikat GmbH
Dr.-Ing. Steven Millar, CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG
Dipl.-Bauing. (FH) Daniel Oberhänsli, suicorr AG, Schweiz
Dr. Franz Pruckner, ZT-Büro Pruckner, Österreich
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