Warum Führungskompetenz erwerben und erweitern?

TAE-Interview mit unserer Referentin Dipl.-Päd. Sylvia Krauss: Warum diesen Zertifikatslehrgang?

Zertifikatslehrgang: Führungskompetenz erwerben und erweitern

Frau Krauss, es gibt zahlreiche Führungstrainings – warum ausgerechnet dieses?
Ja, es gibt viele interessante Angebote. Dieses Training ist vergleichsweise umfangreich. Die Gruppe trifft sich innerhalb eines halben Jahres vier Mal für zwei Tage. Dazwischen gibt es die Möglichkeit, das Gelernte am eigenen Arbeitsplatz auszuprobieren und die Erfahrung wieder im Seminar auszuwerten. Dadurch enthält  dieses Training einen Entwicklungsaspekt, nicht nur fachlich, sondern auch persönlich. Eine gewachsene Gruppe gibt Rückhalt, und von den verschiedenen Erfahrungshintergründen und Sichtweisen der Teilnehmer profitieren alle.

Das hört sich nach Grundlagentraining an. Ist es nur für Führungsneulinge gedacht?
Nein. Ich habe viele Teilnehmer/-innen, die schon jahrelang führen und ihr Führungsverhalten reflektieren und fachlich unterfüttern wollen. Die Führungs-Neulinge wollen erste Erfahrungen machen und mehr Verhaltenssicherheit bekommen. Sie haben noch einen unroutinierten Blick auf die Dinge. Das ergänzt sich prima. Viele Führungskräfte wachsen in die Führungsrolle hinein und lernen sie aus der Praxis.

Warum sollte man überhaupt ein Führungstraining machen?
Aus der Praxis zu lernen ist eine gute und harte Schule. Gleichzeitig wird Führung immer komplexer, der Druck immer höher. Die Gefahr, zum Getriebenen zu werden, ist groß. Ein Führungstraining hilft, kreative Distanz zu wahren, die eigene Rolle zu klären, das persönliche Verhaltensrepertoire zu erweitern und Gestaltungsmöglichkeiten auszuloten. Es gibt Orientierung, wie das eigene Verhalten im Benchmark mit anderen Optionen abschneidet. Und der Austausch mit anderen, die ähnliche Erfahrungen machen, kann unterstützen und bereichern.

Frau Krauss, Sie trainieren Führung seit dem Jahr 2001. Wie gelingt es Ihnen, das Thema up to date und aktuell zu halten?
Ich habe es stets vermieden, das Training an jeweiligen Management-Modetrends zu orientieren. Diese kommen und gehen. Gleichzeitig entwickle ich die Module stets weiter, aber nicht in Richtung Modetrends, sondern hinsichtlich veränderter Anforderungen an Führung. Neu hinzugekommen ist zum Beispiel das Thema Gesundheit.

.. Ja, und was ist dann Ihr Ansatz?
Ich gehe von einem entwicklungs- und werteorientierten Menschenbild aus. Führung bewegt sich in massiven Spannungsfeldern, und diese gilt es zu erkennen und damit umzugehen. Ich bin kein Fan von Rezepten, weil diese der jeweiligen Situation oft nicht gerecht werden und eine Sicherheit suggerieren, die es nicht gibt. Führungskräfte brauchen meiner Meinung nach eher Unterstützung, um mit der wachsenden Unsicherheit und Unplanbarkeit umzugehen, getreu dem Motto: Lieber Angeln lernen als ständig Fische kaufen. Sie brauchen Hilfen, um Komplexität zu managen. Damit kommt mein Ansatz dem, was gerade im Management diskutiert wird, recht nah, und das eigentlich schon all die Jahre, in denen ich das Training durchführe.
Heute heißt das dann unter anderem: Agilität, Volatilität und VUCA.

Heißt das, Sie vermitteln viel Führungstheorie?
Teilweise, aber der Schwerpunkt liegt eindeutig beim Führungsalltag. Wir behandeln Theorie Insbesondere dort, wo sie für die Praxis des Führens hilft. Und die Teilnehmerinnen haben meiner Meinung nach ein Recht darauf, zu erfahren, welche Menschenbilder und theoretische Grundannahmen einem bestimmten Führungsansatz zugrunde liegen und wie validiert sie sind. Das hilft auch, sich im Dschungel der Führungsmodelle und Führungsliteratur zurecht zu finden.

Das vollständige Interview mit Frau Krauss lesen Sie bitte in unserem Download.

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Führungskompetenz erwerben und erweitern - Vier Stufen zur erfolgreichen Führungskraft


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