Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) von Stahlbetonbauwerken

Auf einen Blick

Symposium
location_on Präsenz 10.11.2022 - 11.11.2022
9:00 Uhr
in Ostfildern bei Stuttgart
EUR 790,00(MwSt.-frei)
weniger bezahlen – so geht´s
Veranstaltung Nr. 50004.00.017


Referenten:
Dr.-Ing. Thorsten Eichler
CORR-LESS Isecke & Eichler, Consulting GmbH & Co. KG, Teltow
Jan Eri
Protector KKS GmbH, Remseck
Dipl.-Ing. Susanne Gieler-Breßmer
ö.b.u.v. Sachverständige für Betonschäden, und Betoninstandsetzung, Süßen
Prof. Dr.-Ing. Marc Gutermann
Hochschule Bremen, Institut für Experimentelle Statik
Dr. Johannes Hugenschmidt
Hochschule für Technik Rapperswil, RAPPERSWIL SG (Schweiz)
Prof. Dr. Sylvia Keßler
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg, Fakultät Ingenieurswissenschaften
Dipl.-Chem. Detlef Koch
Koch GmbH, Kreuztal
Dr.-Ing. Steven Millar, M.Eng.
CORR-LESS Isecke & Eichler, Consulting GmbH & Co. KG, Teltow
Dipl.-Bauing. (FH) Daniel Oberhänsli
suicorr AG, Dietikon (Schweiz)
Dr. Sebastian Schulze
Hupfer Ingenieure GmbH, Hamburg
Prof. Dipl.-Bauing. ETH SIA Felix Wenk
Hochschule für Technik Rapperswil, Institut für Bau und Umwelt, Rapperswil SG (Schweiz)

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Beschreibung


Die Instandsetzung von Schäden an Stahlbetonbauwerken infolge Bewehrungskorrosion erzeugt weltweit jedes Jahr erhebliche Kosten. Insbesondere chloridinduzierte Korrosion kann ernsthafte Querschnittsverluste an der Bewehrung mit standsicherheitsrelevanten Folgen verursachen.

Die Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen sind in nationalen und internationalen Normen sowie Richtlinien geregelt. Grundlage der Maßnahmen sind Schutz- und Instandsetzungsprinzipien zur Wiederherstellung des Korrosionsschutzes der Bewehrung. In Deutschland regelt derzeit die Richtlinie des Deutschen Ausschusses für Stahlbeton für Schutz und Instandsetzung von Betonbauwerken diese Maßnahmen. Seit dem 1. Januar 2009 ist die EN 1504, Teile 1-10 zu beachten. In den Regelwerken werden sowohl konventionelle als auch elektrochemische Instandsetzungsprinzipien aufgeführt. Bei der Instandsetzung chloridinduzierter Korrosionsschäden, insbesondere an Verkehrsbauwerken, erfordern konventionelle Maßnahmen häufig einen Betonabtrag in großem Umfang. Damit stellen sie einen erheblichen Eingriff in die Konstruktion der betroffenen Objekte dar.

Bei entsprechenden Randbedingungen ist der in der EN 12696 geregelte kathodische Korrosionsschutz (KKS) eine wirtschaftliche Alternative zur Instandsetzung chloridinduzierter Korrosion. Der kathodische Korrosionsschutz wird bereits seit mehr als 30 Jahren, in Deutschland seit mehr als 25 Jahren, mit Erfolg bei der Instandsetzung von Meeresbauwerken, Brücken, Parkhäusern und Tunneln weltweit eingesetzt. In Europa gibt es insbesondere in den skandinavischen Ländern, der Schweiz, Deutschland, Österreich, aber auch in England, den Niederlanden und Italien zahlreiche Beispiele für wirtschaftliche und technisch sinnvolle Instandsetzungsmaßnahmen an Verkehrsbauwerken.

Ziel des Symposiums:
Das Symposium vermittelt Grundkenntnisse der Theorie und Praxis des kathodischen Korrosionsschutzes. Es gibt einen Überblick über mögliche Anwendungen und deren Realisierung. Dabei stellen namhafte Referenten Ergebnisse aus Wissenschaft und Forschung vor und berichten über interessante Praxisbeispiele.

Referenten:
namhafte Referenten aus Industrie und Forschung



 

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Donnerstag, 11. November 2021
9:00 bis 12:45 und 13:45 bis 17:15 Uhr
17:15 bis 20:00 Uhr: Abendempfang im Foyer der TAE

Begrüßung und Eröffnung (S. Gieler-Breßmer)

Korrosion von Stahl in Beton (Prof. Dr. S. Keßler)
> Einleitungsphase (Karbonatisierung des Betons, Eintrag von Chloriden)
> Schädigungsphase
> Korrosionsmechanismen
> Korrosionsparameter
> Vermeidung von Bewehrungskorrosion

Grundlagen zur Lokalisierung von Korrosion in Stahlbeton mithilfe der Potentialfeldmessung (Dr. S. Schulze)
> Potentialfeldmessung
> Korrosion
> Korrosionsortung
> Bewehrungsstahl
> Zustandsbewertung von Stahlbeton
> Zerstörungsfreie Prüfung im Bauwesen (ZfP)
> Bauwerksprüfung
> Bauwerksdiagnostik
> Bauen im Bestand

Chemische Bauwerksuntersuchungen mit LIBS am Beispiel der Chloridanalyse (S. Millar)
> Grundlagen der Laser Induced Breakdown Spectroscopy (LIBS)
> Unsicherheiten bei der Chloridquantifizierung (allgemein)
> Visualisierung und Quantifizierung von Elementverteilungen
> Chlorideintrag und -quantifizierung in Rissbereichen
> Beispiele zu weiteren Anwendungsfeldern (Karbonatisierung, AKR, usw.)
> Stand der Entwicklung und Normungsarbeit

Korrosionsmonitoring an Stahlbetonbauwerken (Prof. Dr. S. Keßler)
> Merkblatt B12 der Deutschen Gesellschaft für zerstörungsfreie Prüfung (DGZfP)
> Potentialmessung
> Elementstrommessung
> Polarisationsmessung
> Elektrolytwiderstandsmessung
> Anwendungsgrenzen
> Fallstudien

Zerstörungsfreie Prüfung von Stahlbetonbauten im Dienste des KKS (Dr. J. Hugenschmidt, Prof. dipl. Bauingenieur ETH SIA F. Wenk)
> Kathodischer Korrosionsschutz
> zerstörungsfreie Prüfung
> Feuchtigkeit
> Chloride
> Bewehrungsortung

Experimentelle Methoden – ein alternativer Weg zum statischen Nachweis von Bestandsbauwerken (Prof. Dr.-Ing. M. Gutermann, W. Malgut)
> experimentell gestützte Tragsicherheitsbewertung
> Normung/Regelwerke
> Hybride Statik/Monitoring/Belastungsversuche
> Ermüdungsnachweis/Praxisbeispiele


Freitag, 12. November 2021
9:00 bis 13:00 Uhr

Flächige Instandsetzung einer Kassettendecke mit KKS-Carbonbeton (D. Koch)
> numerische Simulation
> Bemessung und Ausführung

KKS – wenn’s schnell gehen muss (D. Oberhänsli)
> KKS-tauglicher Schnellmörtel (innerhalb von Stunden befahrbar)
> 2.500 m2 KKS-Einbau innerhalb von 4 Wochen
> von der Musterfläche zur Projektabgabe im Schnellverfahren

Cathodic Protection in the North (J. Eri)
> Cathodic protection of marine bridge: Conductive paint used as anode for cathodic protection of cantilever road bridge from 1964. The bridge is located at the coast in Svolvær, the heart of the Lofoten Islands, Northern Norway.
> Cathodic protection on oil platforms: Condeep platforms in the North Sea with their extreme reinforcement density and ex environment represents an interesting challenge for CP. Above and under sea level.

Aktuelle Entwicklungen beim KKS im Stahlbetonbau (Dr.-Ing. T. Eichler)
> Normung
> Forschung und Entwicklung
> Anodensysteme
> Theorie und Praxis

Planung von Maßnahmen des Kathodischen Korrosionsschutzes (S. Millar)
> Grundlagen
> normative Anforderungen an die sachkundige Planung
> Nachweise, Bemessung und Auswahl von anlagenspezifischen Komponenten
> Inhalte und Detaillierungsgrad von Bauzeichnungen
> Praxisbeispiele

Schlusswort (S. Gieler-Breßmer)

Referenten

Leitung:
Dipl.-Ing. Susanne Gieler-Breßmer

Referenten:
Dr.-Ing. Thorsten Eichler
CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG, Berlin,
Jan Eri
Protector KKS GmbH, Remseck,
Dipl.-Ing. Susanne Gieler-Breßmer
ö.b.u.v. Sachverständige für Betonschäden und Betoninstandsetzung, Süßen,
Prof. Dr.-Ing. Marc Gutermann
Hochschule Bremen
Dr. Johannes Hugenschmidt
Hochschule für Technik Rapperswil (Schweiz),
Prof. Dr. Sylvia Keßler
Helmut-Schmidt-Universität Hamburg
Dipl.-Chem. Detlef Koch
Koch GmbH, Kreuztal,
Dr.-Ing. Steven Millar, M.Eng.
CORR-LESS Isecke & Eichler Consulting GmbH & Co. KG, Teltow,
Dipl.-Bauing. (FH) Daniel Oberhänsli
suicorr AG, Dietikon (Schweiz),
Dr. Sebastian Schulze
Hupfer Ingenieure GmbH, Hamburg,
Prof. Dipl.-Bauing. ETH SIA Felix Wenk
Institut für Bau und Umwelt, Hochschule für Technik Rapperswil (Schweiz),

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer EUR 790,00(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Fördermöglichkeiten
weniger bezahlen – so geht´s

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
10.11.2022, 9:00 Uhr Kathodischer Korrosionsschutz (KKS) von Stahlbetonbauwerken Ostfildern$$ortdetail$$ EUR 790,00

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