Bauwerke und bauliche Infrastruktur im KRITIS-Kontext
1. Symposium Bauwerke und bauliche Infrastruktur im KRITIS-Kontext
Schutz, Resilienz und Wiederherstellung baulicher Systeme in kritischen Infrastrukturen
18. und 19. November 2026
Leitung: Prof. Dr.-Ing. habil. exzellenter Emeritus Norbert Gebbeken, Universität der Bundeswehr München
Kritische Infrastrukturen sichern die Grundversorgung unserer Gesellschaft. Energie, Wasser, Transport und Kommunikation sind ohne funktionierende Bauwerke und bauliche Anlagen nicht denkbar. Bauwerke und bauliche Anlagen bilden die physische Basis dieser Infrastrukturen – sie sichern den Betrieb von Energie-, Wasser-, Verkehrs- und IT-Systemen und schützen deren Funktion auch unter außergewöhnlichen Belastungen. Mit dem KRITIS-Dachgesetz und der EU-CER-Richtlinie (Critical Entities Resilience Directive) entstehen neue rechtliche und technische Anforderungen an den Schutz kritischer Infrastrukturen in Deutschland und Europa. Dadurch stehen Betreiber, Planende und Verwaltungen vor der Aufgabe, bauliche Resilienz systematisch nachzuweisen und zu sichern.
Vor diesem Hintergrund lädt die Technische Akademie Esslingen zum 1. Symposium Bauwerke und bauliche Infrastruktur im KRITIS-Kontext ein.
Wie sichern wir die Funktionsfähigkeit kritischer Infrastrukturen?
Wie reagieren Bauwerke und Infrastruktursysteme auf Naturgefahren, Extremereignisse oder technische Störungen? Welche Anforderungen stellen das KRITIS-Dachgesetz und die EU-CER-Richtlinie künftig an Planung, Bau, Monitoring und Betrieb? Und wie lässt sich bauliche Resilienz so gestalten, dass Versorgungssysteme auch im Störfall funktionieren oder schnell wiederhergestellt werden können?
Bauwerke sind das Rückgrat kritischer Infrastrukturen.
Ob Wasserwirtschaft, Verkehr, Energie oder öffentliche Einrichtungen – ohne belastbare, überwachte und instandhaltbare Bauwerke ist kein KRITIS-Sektor dauerhaft funktionsfähig. Gleichzeitig steigen die Herausforderungen: klimawandelbedingte Extremwetter, geotechnische Risiken, komplexe Abhängigkeiten, erhöhte Sicherheitsanforderungen und steigende Anforderungen an Nachhaltigkeit und Wirtschaftlichkeit.
Die neue Fachtagung „Bauwerke und bauliche Infrastruktur im KRITIS-Kontext“ bringt Expertinnen und Experten aus Planung, Ingenieurwesen, Betrieb, Verwaltung und Forschung zusammen. Sie schafft Raum für Austausch, Orientierung und Lösungen an der Schnittstelle von Sicherheit, Risiko und Resilienz.
Ziel der Fachtagung
- Anforderungen der KRITIS-Gesetzgebung
- bauliche, geotechnische und hydrologische Risiken
- Resilienzkonzepte und bauliche Schutzmaßnahmen
- Monitoring, Sensorik und digitale Zwillinge
- Krisenreaktion, Störfallmanagement und Wiederherstellung
- normative und rechtliche Rahmenbedingungen
Zielgruppen der Fachtagung
- Ingenieur- und Planungsbüros (Wasserbau, Geotechnik, konstruktiver Ingenieurbau, Infrastrukturplanung)
- Betreiber kritischer Infrastrukturen und technische Dienststellen
- Landes- und Bundesbehörden, Bauverwaltungen, Wasserwirtschafts- und Verkehrsträger
- Sachverständige, Prüfingenieur:innen, Gutachter:innen
- Forschungseinrichtungen, Hochschulen und wissenschaftliche Institute
- kommunale und staatliche Entscheidungsträger im technischen Risiko- und Krisenmanagement
Programm der Fachtagung
Plattform für intensiven Erfahrungsaustausch und Networking
Das Tagungsprogramm wird voraussichtlich ab Juli 2026 online gestellt.

Wachsende Anforderungen an die bauliche Resilienz kritischer Infrastrukturen
Relevanz der Fachtagung
Kritische Infrastrukturen stehen vor neuen Herausforderungen: Klimawandel, Naturgefahren, geotechnische Risiken und die Anforderungen des KRITIS-Dachgesetzes und der EU-CER-Richtlinie erhöhen den Druck auf Planung, Bau und Betrieb. Bauwerke sind dabei zentrale Trägerstrukturen, deren Sicherheit und Funktionsfähigkeit über die Versorgungssicherheit ganzer Systeme entscheiden.
Gleichzeitig wächst der Bedarf, alternde Infrastrukturen zu ertüchtigen, Monitoring und Frühwarnsysteme einzusetzen und robuste Resilienzstrategien umzusetzen. Gefragt sind Lösungen, die technische Leistungsfähigkeit, Risiko- und Krisenmanagement sowie gesetzliche Anforderungen integrieren.
Die Fachtagung bündelt Expertise aus Ingenieurwesen, Betreiberpraxis, Behörden und Forschung – und bietet einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen, Herausforderungen und praxistaugliche Lösungsansätze.
Vor Ort oder live-online
Hybride Durchführung
Die Tagung wird im hybriden Flex-Format durchgeführt.
Teilnehmende können frei wählen zwischen:
- Präsenzteilnahme an der TAE
- Live-Online-Teilnahme im Stream
Teilnahmegebühr
Vor-Ort Teilnahme
790,00 EUR (MwSt.-frei)
Online-Teilnahme
690,00 EUR (MwSt.-frei)
Warum teilnehmen?
- Erhalten Sie Einblicke in aktuelle Anforderungen, Entwicklungen und Trends zu KRITIS und Resilienz.
- Lernen Sie konkrete Lösungen für Planung, Betrieb, Bewertung und Wiederherstellung baulicher Infrastruktur kennen.
- Tauschen Sie sich mit Experten aus Wissenschaft, Praxis und Behörden aus.
- Knüpfen Sie wertvolle Kontakte für Projekte, Forschung, Engineering und Betrieb.
- Profitieren Sie von interdisziplinären Perspektiven – technisch, organisatorisch und regulatorisch.
Plattform für Wissenstransfer, Orientierung und Austausch
Programm der Fachtagung
Eröffnung: 18.11.2026 um 11:00 Uhr
Abschluss: 19.11.2026 gegen 15:30 Uhr
Die Tagung ist als einsträngiges Fachsymposium mit 45-minütigen Fachvorträgen inklusive Diskussion konzipiert. Renommierte Experten und Expertinnen aus verschiedenen Disziplinen geben Einblicke in aktuelle Entwicklungen, Forschungsergebnisse und Praxisanwendungen.
Inhalte (Änderungen möglich)
Im Mittelpunkt steht nicht die technische Detailoptimierung einzelner Bauwerke, sondern deren Rolle im Gesamtsystem funktionsfähiger Infrastruktur – von Energie- und Wasseranlagen über Verkehrswege bis hin zu Gebäuden der Daseinsvorsorge. Es geht somit um die systemische Resilienz – also die Fähigkeit ganzer Infrastruktursysteme, Störungen zu verkraften und ihre Funktionsfähigkeit aufrechtzuerhalten.
Das Fachprogramm verbindet technische Tiefe mit systemischem Blick; geplant sind Beiträge zu folgenden Themen:
- Gefährdungen & Szenarien
Hochwasser, Starkregen, Extremwetter, Georisiken, dynamische Einwirkungen - Bauwerke & Bestandsinfrastruktur
Stauanlagen, Schutzbauwerke, Tunnel, Stützbauwerke, geotechnische Systeme - Resilienzkonzepte & bauliche Schutzmaßnahmen
Verstärkungen, Redundanzen, konstruktiver Schutz, Belastungs- und Schadensmodelle - Monitoring & digitale Systeme
Structural Health Monitoring, Sensorik, Prognosemodelle, digitale Zwillinge - Krisenmanagement & Wiederherstellung
Störfallbewältigung, Wiederanlaufkonzepte, organisatorische Resilienz - Sicherheit, Risiko & Normung
KRITIS-Dachgesetz, CER-Richtlinie, Eurocodes, ZTV-ING, Risikobewertung & Haftung
Das Tagungsprogramm wird voraussichtlich ab Juli 2026 online gestellt.
Netzwerken & Austausch
Ein gemeinsamer Abendempfang am 18. November 2026 bietet die Möglichkeit, Diskussionen aus dem Tagesprogramm zu vertiefen und neue Kontakte zu knüpfen.
Ihr Ansprechpartner







