Hochwasserangepasst bauen – Risiken wirksam minimieren
Vorsorgemaßnahmen für Baukonstruktion und Gebäudetechnik praxisnah anwenden
Hochwasserangepasst bauen – Risiken wirksam minimieren
Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann
Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann ist Professor für Baukonstruktion an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden. Seine fachlichen Schwerpunkte liegen in der Baukonstruktion, der Gebäudeinstandsetzung sowie der Analyse von Gebäudeschäden. Ein besonderer Fokus seiner Arbeit liegt auf der Anpassung von Gebäuden an extreme Umwelteinwirkungen wie Hochwasser, Starkregen, Sommerhitze und Hagel. Er verfügt über langjährige Forschungs- und Praxiserfahrung auf nationaler und europäischer Ebene und ist zudem als Ingenieur in den Bereichen Schadensanalyse, Instandsetzung und baubegleitende Qualitätssicherung tätig. Zahlreiche Fachveröffentlichungen und die Mitwirkung an Regelwerken unterstreichen seine ausgewiesene Expertise.
Extreme Hochwasser- und Starkregenereignisse treten in Deutschland immer häufiger auf und verursachen erhebliche Schäden an Gebäuden und Infrastrukturen. Architekten und Ingenieure stehen zunehmend in der Verantwortung, Bauwerke klimaresilient zu planen und zu bauen. Gleichzeitig steigen die Anforderungen durch gesetzliche Regelungen und die Erwartungen von Bauherren und Behörden. Dieses Seminar zeigt Ihnen, wie Sie Risiken gezielt erkennen, Vorsorgemaßnahmen in Baukonstruktion und Gebäudetechnik fachgerecht umsetzen und Projekte rechtssicher und wirtschaftlich realisieren.
Ziel der Weiterbildung
Sie lernen, wie Sie Gebäude hochwasserangepasst planen, konstruktiv und technisch schützen und dabei Normen, rechtliche Vorgaben und Fördermöglichkeiten sicher einbinden.
Nach dem Seminar können Sie:
- Hochwasserrisiken für Gebäude systematisch analysieren – Schadensfälle erheblich reduzieren
- Baukonstruktionen und Baustoffe gezielt auswählen – Hochwasserbeständigkeit erhöhen
- Gebäudetechnik hochwasserangepasst planen – Ausfall- und Sanierungskosten senken
- Rückstausicherungen und Abdichtungen fachgerecht integrieren – Betriebssicherheit steigern
- Förderprogramme und rechtliche Vorgaben berücksichtigen – Projekte rechtskonform und wirtschaftlich gestalten
Methodik
- Fachvorträge mit hohem Praxisbezug
- Fallbeispiele und Schadensanalysen
- Interaktive Gruppenarbeit zur Entwicklung von Schutzkonzepten
- Erfahrungsaustausch und Diskussion
Hinweis
Das Seminar ist gemäß der Weiterbildungsordnung der Ingenieurkammer Baden-Württemberg anerkannt.
Das Seminar ist gemäß der Weiterbildungsordnung der Ingenieurkammer-Bau Nordrhein-Westfalen anerkannt.
Seit über 65 Jahren gehört die Technische Akademie Esslingen (TAE) mit Sitz in Ostfildern – nahe der Landeshauptstadt Stuttgart – zu Deutschlands größten Weiterbildungs-Anbietern für berufliche und berufsvorbereitende Qualifizierung im technischen Umfeld. Unser Ziel ist Ihr Erfolg. Egal ob Seminar, Zertifikatslehrgang oder Fachtagung, unsere Veranstaltungen sind stets abgestimmt auf die Bedürfnisse von Ingenieuren sowie Fach- und Führungskräften aus technisch geprägten Unternehmen. Dabei können Sie sich stets zu 100 Prozent auf die Qualität unserer Angebote verlassen. Warum das so ist?

Dienstag, 24. November 2026
09:00 bis 16:30 Uhr, inkl. Pausen
09:00 – 10:30 Uhr
Schadenserfahrungen, Schadensbilder, Schadensabschätzung (Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann)
- Vorstellungsrunde
- bautechnische Erfahrungen aus abgelaufenen Hochwasserereignissen
- Abgrenzung von Schadenstypen (Feuchte- und Wasserschäden, strukturelle Schäden, Schäden durch Kontamination)
- Beschreibung von Schadensursachen und Schadensmechanismen
- Verletzbarkeit verbreiteter Baukonstruktionen
- Abschätzung zu erwartender Hochwasserschäden, Ermittlung von Schadenspotenzialen
10:00 – 10:45 Uhr Kaffeepause
10:45 – 12:15 Uhr
Klimawandel und rechtliche Grundlagen (Dr.-Ing. Sebastian Golz)
- Bestimmung von Begriffen (u.a. Gefährdung, Exposition,
- Verletzbarkeit, Risiko, Anpassung)
- Informations- und Verhaltensvorsorge (Hochwassergefahren und -risikokarten, Starkregengefahrenhinweiskarten, digitale Informationssysteme)
- Klimawandel und Extremereignisse: Starkregen, Hochwasser, Trends und Schadensentwicklung
- Wasserhaushaltsgesetz (WHG), Hochwasserschutzgesetz II, BauGB
- Normen, Richtlinien, Merkblätter, Förderung
12:15 – 13:15 Uhr Mittagspause
13:12 – 14:45 Uhr
Verletzbarkeit üblicher Baustoffe und Baukonstruktionen gegenüber Starkregen und Hochwasser (Dr.-Ing. Sebastian Golz)
- Bewertungskriterien
- Baustoffe und Baumaterialien: u.a. Naturstein, Ziegel und keramische Produkte, zement-, kalk- und gipsgebundene Produkte, Holz / Holzwerkstoffe, Dämmstoffe, Metalle / Gläser
- Bewertungsinstrumente (Naturgefahrencheck, Hochwasserpass, Hochwasservorsorgeausweis (HWVo-Ausweis), Klimarisikopass, BNB-Kriterium Klimaresilienz)
- Bewertungsbeispiele mit dem HWVo-Ausweis
- Publikationen, Arbeitshilfen
14:45 – 15:00 Uhr Kaffeepause
15:00 – 16:30 Uhr
Konzepte und Beispiele der Bauvorsorge (Prof. Dr.-Ing. Thomas Naumann)
- Bemessungswasserstand und Schutzziel
- Strategien der Bauvorsorge
- Umgang mit typischen Bestandskonstruktionen (Außenwände, Decken- und Fußbodenkonstruktionen)
Das Seminar richtet sich an Architekten und planende Ingenieure, die Neubau- und Sanierungsprojekte in hochwassergefährdeten Regionen verantworten. Ebenso profitieren Fachplaner für Gebäudetechnik, Bauleiter und Sachverständige. Typische Teilnehmer sind in Planungsbüros, bei Bauträgern, Wohnungsbaugesellschaften oder in kommunalen Bauverwaltungen tätig. Vorkenntnisse in Baukonstruktion und Gebäudetechnik werden vorausgesetzt.
73760 Ostfildern
Anfahrt
Die TAE befindet sich im Südwesten Deutschlands im Bundesland Baden-Württemberg – in unmittelbarer Nähe zur Landeshauptstadt Stuttgart. Unser Schulungszentrum verfügt über eine hervorragende Anbindung und ist mit allen Verkehrsmitteln gut und schnell zu erreichen.

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HotelbuchungDie Teilnahme beinhaltet Verpflegung sowie ausführliche Unterlagen.
Preis:
Die Teilnahmegebühr beträgt:
620,00 €
(MwSt.-frei)
Fördermöglichkeiten:
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Für alle weiteren Termine erkundigen Sie sich bitte vorab bei unserer Anmeldung.
Andere Bundesland-spezifische Fördermöglichkeiten finden Sie hier.
Inhouse Durchführung:
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