• Tagung Erhaltung von Bauwerken

    Kolloquium Erhaltung von Bauwerken

    19. und 20. Januar 2021

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    Kolloquium Erhaltung von Bauwerken

    19. und 20. Januar 2021

7. Kolloquium Erhaltung von Bauwerken – 19. und 20. Januar 2021

Die Erhaltung von Bauwerken hat bereits in vielen Bereichen eine größere Bedeutung als der Neubau. Die Individualität der Bauwerke hinsichtlich Tragkonstruktion, Bausubstanz, Bauablauf, bauliches Umfeld und Einwirkungen über die Bauteillebensdauer erlaubt hierbei keine Standardlösung, sondern erfordert meist objektindividuelle Lösungen.
Zudem sind die Aufgaben beim Bauen im Bestand vielfältig. Sie beinhalten die Bauwerksdiagnose, die Instandsetzungsplanung unter Berücksichtigung aktueller Regelwerke und Rechtsprechung, die Produktauswahl, die Ausführung und Qualitätssicherung sowie Aspekte des Bauwerksmanagements. Dies alles erfordert eine enge und frühzeitige Abstimmung zwischen Bauherren, Architekten, Fachplanern, Behörden und Bauunternehmen.

Ziel des Kolloquiums

Ziel des Kolloquiums ist der Austausch aktueller Erkenntnisse auf dem Gebiet der Erhaltung von Bauwerken. Dabei sollen sowohl die Erfahrungen bei der Planung und Umsetzung von Instandsetzungsmaßnahmen als auch der Kenntnisstand bei der Entwicklung neuer Verfahren, Materialien und Untersuchungsmethoden kommuniziert werden.

Themenschwerpunkte der mehrzügigen Fachtagung

Im Rahmen des 7. Kolloquiums „Erhaltung von Bauwerken“ werden etwa 80 Beiträge aus Forschung, Industrie und Praxis in mehreren parallelen Sessions zu folgenden Themenschwerpunkten präsentiert:

  • Bauwerksdiagnostik
  • Denkmalpflege: Tragwerksplanung, Fassade, Mörtel, Fallbeispiele
  • Ingenieurbauwerke: Brücken, Wasserbauwerke
  • Ausführung
  • Betonersatz
  • Mauerwerk
  • Oberflächenschutz
  • Rissbehandlung
  • Textilbeton
  • Schadstoffe/Gefahrstoffe
  • Regelwerke
  • Dauerhaftigkeit
  • Forschung und Entwicklung
  • Digitalisierung und BIM

Parallel zur Fachtagung findet eine begleitende Ausstellung statt.

Programm

Die zweitägige Fachtagung präsentiert neue und innovative Verfahren, Methoden und Technologien für die Beurteilung, Instandhaltung und Instandsetzung von Bauwerken und fördert den persönlichen Erfahrungsaustausch. Ausführliche Informationen zum Programm folgen in Kürze.

Zielgruppe

  • Planer
  • Ausführende (Bauleiter, Betreuer, Überwacher)
  • Sachverständige
  • Baubehörden
  • Bauherren
  • Baustoffhersteller
  • Anbieter von Diagnoseverfahren
  • Anbieter spezieller Instandsetzungsverfahren
  • Forschungseinrichtungen
  • Prüfinstitute

Unsere Partner

Fachzeitschrift Der Bausachverständige
Fachzeitschrift Bausubstanz

Ansprechpartner

TAE Mitarbeiter

Bauwesen, Energieeffizienz und Umwelt

Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Dipl.-Ing. Gregor Reichle
gregor.reichle@tae.de
Telefon +49 711 3 40 08-57
Telefax +49 711 3 40 08-65

 

Martina Fischer
martina.fischer@tae.de
Telefon: +49 711 340 08-35
Telefax: +49 711 340 08-65

Nachlese - 6. Kolloquium Erhaltung von Bauwerken - 22. und 23. Januar 2019

Aufgrund der immensen Anzahl bestehender Bauwerke, von denen ein großer Anteil mehrere Jahrzehnte alt ist, hat die Erhaltung von Bauwerken gegenüber dem Neubau zunehmend an Bedeutung gewonnen. Schäden an der Betonoberfläche, aber auch Schäden infolge Korrosion der Stahlbewehrung sind häufig Anlass für Schutz- und Instandsetzungsmaßnahmen bei Stahlbetonbauwerken. Bei Bauwerken am Mauerwerk stehen hingegen Feuchtigkeitsprobleme im Vordergrund. Ferner rücken mehr und mehr Fragen der Instandhaltung, Wartung und Inspektion in den Vordergrund.
Die Aufgaben bei der Erhaltung spezieller Bauwerke sind äußerst vielfältig. Sie beinhalten die Bauwerksdiagnose, die Instandsetzungsplanung auch unter Berücksichtigung aktueller Regelwerke und der rechtlichen Situation, die Produktauswahl, die Ausführung und Qualitätssicherung sowie Aspekte des Bauwerksmanagements.
Diese facettenreichen Themen wurden im Rahmen des 6. Kolloquiums „Erhaltung von Bauwerken“ in etwa 70 Beiträgen behandelt. Dazu gab es 4 bis 5 parallele Sessions sowie eine Ausstellung, in der Firmen ihr Leistungsspektrum bzw. ihre Produkte vorstellten. Es wurden sowohl Beiträge aus der Praxis als auch aus der Wissenschaft behandelt. Dabei stand der Austausch von Wissen sowie Erfahrung zwischen Praxis und Wissenschaft wieder einmal im Vordergrund. In diesem Jahr wurde mit ca. 260 Teilnehmern ein neuer Rekord verbucht, was uns natürlich sehr freut.
Eröffnet wurde die Veranstaltung mit zwei Plenarvorträgen: Zunächst referierte Herr Professor Gutermann, Hochschule Bremen, zum Thema „Experimentelle Methoden – ein alternativer Weg zum Tragsicherheitsnachweis von Bestandsbrücken“. Der Vortrag umfasste sowohl die Möglichkeiten der Nachrechnung als auch die der Erfassung relevanter Bauwerksdaten zur Tragfähigkeit durch gezielte Belastungsversuche am Bauwerk. Die theoretischen Grundlagen wurden durch viele praktische Projektbeispiele sehr anschaulich dargestellt.
Es folgte der Vortrag von Frau Dabringhaus, Bundesanstalt für Straßenwesen. Sie trug zum Thema “Infrastruktur im Wandel – Die intelligente Brücke“ vor. Sie zeigte eindrucksvoll, wie sich die Digitalisierung allgemein entwickelt und in welchen aktuellen Projekten die Digitalisierung auch im Bereich Betonbrücke Einzug hält.
Anschließend ging es über zu den Fachsessions mit den Themen Bauwerke/Praxisbeispiele, Forschung, Inspektion, Bauphysik, Dauerhaftigkeitsbemessung, Instandhaltungsrichtlinie, Hydrophobie, Regelwerke, Smart-Deck, Ab-/Wasserbauwerke/Kanäle, Mauerwerk, Risse/Fugen, Mörtel/Estrich/Beton, Brücken, Carbon und Produkte. Am Ende von jedem Vortrag gab es jeweils die Möglichkeit zur Diskussion, die i.d.R. ausgiebig genutzt wurde, so dass die Diskussionen häufig in den Pausen fortgesetzt wurden.
Zwei weitere Plenarvorträge beleuchteten am zweiten Tag des Kolloquiums den neuen Rechtsrahmen für die Planung und Ausführung von Bauwerkserhaltungsmaßnahmen (Professor Motzke) und Stolpersteine für Planer und Bauherren öffentlicher Bauaufgaben (Herr Giermann).
Wie schon bei den vorigen Veranstaltungen erhielten die Teilnehmer einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen bei der Erhaltung von Bauwerken. Die Abendveranstaltung gab Gelegenheit zu einem individuellen Informationsaustausch und wurde rege genutzt. Auch trug die wieder einmal perfekte Organisation durch die Mitarbeiter der Technischen Akademie Esslingen zum Erfolg der Veranstaltung bei.

Univ.-Prof. Dr.-Ing. Michael Raupach
RWTH Aachen University

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