Betontechnologie heute - Grundlagen und Praxis

Intensivkurs Beton

Beschreibung

Beton ist ein 6-Phasen-System, bestehend aus Zement, Gesteinskörnung, Wasser, Zusatzmittel, Zusatzstoffe und Luft. Daraus ergeben sich zahlreiche Möglichkeiten, technisch und wirtschaftlich Optimierungen durchzuführen. Normative Grenzen sind dabei einzuhalten.
Aufgrund der ständigen Weiterentwicklungen in der Betontechnologie, zum Beispiel unter Einsatz neuer ressourcenschonender Zemente, recyclierter Gesteinskörnungen, aber auch neuer chemischer Zusatzmittel, wird die Vielfalt des Baustoffs vergrößert.

Gleichzeitig steigt jedoch auch dessen Anfälligkeit. Die deutlich erhöhten Schadensfälle aufgrund eines nicht angepassten Umgangs mit frischen Betonen zeigen die Notwendigkeit für eine neue Sensibilität gegenüber dem neuen/alten Baustoff „Beton“. Neue Prüfverfahren zur Abnahme des Betons müssen fest etabliert werden. Insbesondere sollte das Know-how bezüglich der Eigenschaften im frischen und festen Zustand vorhanden sein.

Ziel der Weiterbildung

Die intensive Schulung vermittelt die Grundlagen der aktuellen Betontechnologie, unter Beachtung neuer und ökologischer Stoffe beziehungsweise Materialien und entsprechender Prüfverfahren.

Die Eigenschaften von neuen Ausgangsstoffen, beispielsweise recyclierten Gesteinskörnungen, werden aufgezeigt, und darauf aufbauend Einflüsse auf Frisch- und Festbeton vorgestellt.

Wichtige Grundlagenkenntnisse bezüglich der Frisch- und Festbetonqualitäten für die Baustelle sowie bezüglich Prüfung, Überwachung und Bewertung werden vermittelt und vertieft. Chancen für qualitativ hochwertiges Bauen mit gegenwärtigen und zukünftigen Betonen werden dargestellt.
Anhand typischer Schadensbilder werden wirksame Gegenmaßnahmen aufgezeigt und geschult. Hier werden insbesondere auch sehr einfache, baustellengerechte Prüfverfahren vorgestellt, die auch als Abnahmekriterium vereinbart werden können.
Planer, Ausschreibende, Hersteller und auch Ausführende erhalten eindeutige Handlungsempfehlungen für die Praxis im Umgang mit Beton.

Anerkennung durch Architektenkammer
Diese Veranstaltung wird von der Architektenkammer Baden-Württemberg als Fort-/Weiterbildung mit einem Umfang
von 16 Unterrichtsstunden für Mitglieder (nicht Architekten/Stadtplaner im Praktikum) anerkannt.

Die Seminare sind gemäß der Fort- und Weiterbildungsordnung
der Ingenieurkammer-Bau Baden-Württemberg/NRW anerkannt.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Fachkräfte der Betonherstellung (Betontechnologen, Mischmeister), Architekten, Bauingenieure, Bauausführende aus Handwerksbetrieben und Bauunternehmungen, Poliere, Bauleiter, Oberbauleiter, Kalkulatoren

Inhalte

Stand der letzten Durchführung:

Donnerstag, 4. April 2019
9:00 bis 12:15 und 13:45 bis 17:00 Uhr

Einführung
> Zement
> Gesteinskörnung
> moderne Zusatzmittel
> vorhandene/zukünftige Zusatzstoffe
> Gesteinskörnungsarten, Sieblinie
> Einflüsse auf die Frisch- und Festbetoneigenschaften

Betonzusammensetzungen – Chancen und Grenzen
> Zusammensetzung in Abhängigkeit der Anforderungen – Mischungsberechnung, Dauerhaftigkeit, Gebrauchstauglichkeit, Tragfähigkeit
> normative Grenzen
> leistungsbasiertes Betonkonzept (Performancekonzept)

Frischbeton
> Eigenschaften
> Prüfverfahren
> Abnahmekriterien
> Anwendungen und Beispiele aus der heutigen Praxis: Sichtbeton, WU-Beton, RC-Beton u.a.
> Schadensbeispiele und Möglichkeiten der Schadensvermeidung

Festbeton und Dauerhaftigkeit
> Prüfverfahren Festbetoneigenschaften
> Prüfverfahren Dauerhaftigkeit
> Anwendungen und Beispiele aus der heutigen Praxis
> Schadensbeispiele und Möglichkeiten der Schadensvermeidung
> Dauerhaftigkeit beim Bauen im Bestand – Restnutzungszeiten

Freitag, 5. April 2019
9:00 bis 12:15 und 13:45 bis 17:00 Uhr

Ausgewählte Betontechnologie
> Wasserundurchlässige Bauwerke (WU)
> Sichtbetone: Klassen, Einhaltung und Bewertungsmöglichkeiten, auch zur Streitvermeidung
> Massenbetone
> Faserbetone

Schadensentwicklung – Grundlagen, Klassifizierungen und Prüfung
> Schadensmechanismen im Beton- und Stahlbetonbau
> Bestandsaufnahme zur Abschätzung der Restnutzungsdauer bestehender Bauteile
> prinzipielle Instandsetzungsprinzipien

Prüfmethoden in der Bestandaufnahme
> Vorstellung der Prüfverfahren – Radar, Impact-Echo, Ultraschall u.a.
> Chancen und Grenzen der Prüfverfahren für die Bestandsaufnahme
> Anwendung

Betoninstandsetzung
> Einführung anhand von Praxisbeispielen

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die nächsten Termine

neuer Termin in Planung

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