Form- und Lagetolerierung

Beschreibung


Ziel des Seminars:
> Konstruktionszeichnungen von Lieferanten oder Kunden richtig interpretieren, Verbesserungspotenziale sicher erkennen
> Bedeutung aller 14 ISO-Symbole der Formund Lagetolerierung kennen und richtig (funktionsgerecht) anwenden
> Grenzen der Maßtolerierung und Unterschiede zur geometrischen Tolerierung kennen
> Richtige Tolerierungsstrategie in Abhängigkeit von der konstruktiven Aufgabenstellung festlegen
> Unabhängigkeitsprinzip sowie Inhalte der neuen ISO 8015:2011 kennen
> Wesentliche Inhalte der neuen ISO 1101:2014 kennen
> Bezüge und Bezugssysteme auf Basis von ISO 5459:2011 funktionsgerecht festlegen
> Maximum-Material-Bedingung als Instrument zur Toleranzerweiterung und Kostenreduktion (ISO 2692:2006)
> Profiltoleranzen und richtige Einbindung digitaler CAD-Modelle

Sie erhalten Qualität
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ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Seminarthemen im Überblick

Stand der letzten Durchführung:

Donnerstag, 16. und Freitag, 17 Februar 2017
9.00 bis 12.15 und 13.45 bis 17.00 Uhr

1. Seminartag

Einführung
> nicht normkonforme Konstruktionszeichnung – Produkthaftung
> Tolerierungsfehler in Konstruktionszeichnungen
> Konsequenzen einer mangelhaften Form- und Lagetolerierung
> Toleranzen und Kosten
> Geometrische Produktspezifikation (GPS)

Tolerierungsprinzipien und neue ISO 8015:2011
> Unabhängigkeitsprinzip und Hüllbedingung (ISO 8015:1985 und neue ISO 8015:2011)
> Hüllprinzip (DIN 7167:1987, zurückgezogen)
> „rule #1“ (ASME Y14.5:2009)
> Prinzipien und Auswirkungen ISO 8015:2011
> richtige Festlegung eines betrieblich geeigneten Tolerierungsgrundsatzes

Maße und Maßtoleranzen (dimensionelle Toleranzen), Grenzen der Maßtolerierung
> Fehler bei der Maßtolerierung in Konstruktionszeichnungen
> Zweipunktmaß (ISO 14660-2) als internationaler Default für Längenmaße (neue ISO 14405-1:2014)
> funktionsgerechte Maßtolerierung durch Spezifikationsoperatoren für Längenmaße gemäß neuer ISO 14405-1:2014
> Winkelgrößenmaße – Default-Kriterium und Spezifikationsoperatoren (neue ISO 14405-3:2013 Ausblick)
> Grenzen der Maßtolerierung und Unterschiede zur geometrischen Tolerierung (neue ISO 14405-2:2012)
> ISO-codierte Maße (z. B. Ø20 H7) gemäß neuer ISO 286-1:2010

Form- und Lagetoleranzen (Geometrische Toleranzen)

Grundlagen der Form- und Lagetolerierung
> typische Fehler der Form- und Lagetolerierung
> normgerechte Zeichnungseintragung

Formtoleranzen – richtige Interpretation und funktionsgerechte Anwendung (neue ISO 1101:2014)
> Geradheit
> Ebenheit
> Rundheit
> Zylindrizität

2. Seminartag

Funktions-, fertigungs- und prüfgerechte Festlegung von Bezügen (neue ISO 5459:2013)
> normgerechte Eintragung und richtige Interpretation der Symbolik
> Kennzeichnung von Bezugsstellen, Symbolik nach ISO 5459:2013
> Bezugsbildung – funktionsgerechte Festlegung und normgerechte Spezifikation von Bezügen
> Aufbau und Interpretation komplexer Bezüge und Bezugssysteme
> Form- und Lagetolerierung von Bezügen
> Übungsbeispiele

Profiltoleranzen (richtige Interpretation und funktionsgerechte Anwendung)
> Profiltoleranz einer Linie und Profiltoleranz einer Fläche, neue ISO 1660:2014
> Anwendung der Profiltoleranzen als Form-, Richtungs- und Ortstoleranzen (Beispiele)
> Festlegung asymmetrischer Toleranzzonen
> Kennzeichnung eingeschränkter Bereiche
> Einbindung digitaler 3D-CAD-Modelle und vereinfachte CAD-Zeichnungen (VDA 4953)
> Profiltoleranzen als Alternative zu lückenhaften und mehrdeutigen Allgemeintoleranzen
> Übungsbeispiele

Richtungstoleranzen (richtige Interpretation und funktionsgerechte Anwendung)
> Parallelität
> Rechtwinkligkeit
> Neigung
> Übungsbeispiele

Ortstoleranzen (richtige Interpretation und funktionsgerechte Anwendung)
> Symmetrie
> Koaxialität
> Position (ISO 1101:2014, ISO 5458)
> Übungsbeispiele

Neue Tolerierungswerkzeuge in ISO 1101:2014
> Symbolik und Anwendungsbeispiele zur Festlegung von Schnittebenen
> alternative Kennzeichnungsmöglichkeit für abgeleitete Geometrieelemente

Lauftoleranzen (richtige Interpretation und funktionsgerechte Anwendung)
> Einfacher Lauf und Gesamtlauf
> Unterschied zwischen Rundlauf, Koaxialität und Rundheit
> Übungsbeispiele

Allgemeintoleranzen für Form- und Lage – Anwendung und Interpretation, Normänderungen
> spanende Bearbeitung (ISO 2768-2)
> Metallguss (neue ISO 8062-3:2008) und Schweißen (ISO 13920)
> Kunststoff-Formteile (neue DIN 16742:2013)

Maximum-Material-Bedingung (neue ISO 2692:2012) – Einführung
> Maximum-Material-Bedingung als Instrument zur Toleranzerweiterung und Kostenreduktion
> Begriffe und normgerechte Zeichnungseintragung
> Anwendungsgrenzen der Maximum-Material-Bedingung
> Wechselwirkungsbedingung
> Lehrenprüfung
> Übungsbeispiele

Projizierte Toleranzzone (ISO 10578 und neue ISO 1101:2014)

Tolerierung nicht formstabiler Teile (neue ISO 10579:2013)

Referenten

Dipl.-Ing. (FH) Reiner Schock
Projektleiter Steinbeis-Beratungszentrum Konstruktion, Werkstoffe, Normung, Schorndorf,

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 20 Teilnehmer begrenzt, um den optimalen Lernerfolg zu garantieren.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer 1.150 EUR(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Fördermöglichkeiten
Für dieses Seminar stehen Ihnen verschiedene Fördermöglichkeiten zur Verfügung.
Weitere Informationen

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
22.02.2018, 9:00 Uhr Form- und Lagetolerierung Ostfildern 1.150 EUR

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