Metallographische Untersuchungsmethoden, Teil A

Grundlagenseminar Metallographie

In Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Materialkunde e.V. (DGM)

Auf einen Blick

3 Tages-Seminar
21.02.2018 - 23.02.2018
8:30 Uhr
in Ostfildern
Preis: 1.450 EUR(MwSt.-frei)

bis zu 50% Zuschuss möglich!

Veranstaltung Nr. 33545.00.010


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Referenten:
Dipl.-Ing. M. Blankenagel
SCAN-DIA GmbH & Co. KG, Hagen
M. Boss
ATM GmbH, Mammelzen
B. Fenk
Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart
Dr. rer. nat. F. Kauffmann
Materialprüfungsanstalt (MPA), Universität Stuttgart
Dr.-Ing. habil. K. Maile
ehem. Professor an der Materialprüfungsanstalt (MP, Universität Stuttgart, Stuttgart
H.-P. Monzel
Metallographische Beratung, Nellingen
Dr. rer. nat. H. Ruoff
Waldstetten
R. Scheck
Materialprüfungsanstalt (MPA), Universität Stuttgart, Otto-Graf-Institut
C. Schwäbl
Heraeus Kulzer GmbH, Wehrheim
V. Schwarzmüller
Carl Zeiss MicroImaging GmbH, Esslingen
PD Dr.-Ing. M. Seidenfuß
IMWF Institut für Materialprüfung,, Werkstoffkunde und Festigkeitslehre,, Universität Stuttgart
A. Siebert
Materialprüfungsanstalt, Universität Stuttgart (MPA)

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Beschreibung

Die Metallographie ist ein besonderes Verfahren der Werkstoffprüfung und eine unverzichtbare Methode für die quantitative und qualitative Gefügebeurteilung und damit zur Überprüfung der geforderten Eigenschaften von Werkstoffen und Bauteilen.
Metallographische Untersuchungen und die Bewertung der Befunde stellen daher bei der Herstellung, beim Betrieb von Bauteilen und im Schadens- bzw. Garantiefall ein unentbehrliches Element der Qualitätssicherung dar. Für ein erfolgreiches metallographisches Arbeiten sind besondere Kenntnisse über die Herstellung von Schliffen sowie über die werkstoffkundlichen Zusammenhänge des Gefüges mit den Werkstoffeigenschaften, der Herstellung von Bauteilen bzw. dem Schädigungsverhalten notwendig.

Inhalte der vier Seminarteile
Es werden Kenntnisse und Fähigkeiten bei der Durchführung von metallographischen Arbeiten und Analysen erworben. Die praktische Kompetenz bei der Darstellung und Bewertung von Gefügebefunden wird vertieft.
In Teil A werden metallographisches Grundwissen und Handfertigkeiten in Verbindung mit werkstoffkundlichen Grundlagen angeboten.
In Teil B erfolgt eine praxisorientierte Vertiefung der Zusammenhänge zwischen Gefüge und Eigenschaften technisch relevanter Werkstoffe.
Die Vorteile und Möglichkeiten von hochauflösenden metallographischen Gefüge- und Strukturuntersuchungen (Elektronenmikroskopie) werden in Teil C behandelt.
In Teil D werden die besonderen Möglichkeiten der Metallographie zur Klärung von Schadensfällen und Qualitätsreklamationen mit praktischen Hinweisen zur Vorgehensweise vorgestellt.

Bitte bringen Sie für die praktischen Versuche einen Arbeitsmantel, Schutzbrille und Arbeitshandschuhe mit.

Ziel des Seminars

Ziel des Seminars ist die Vermittlung von praktischen Kenntnissen für die fachgerechte und qualitätsorientierte Herstellung und Präparation von Schliffen. Eine gezielte Einführung in die Grundlagen der Werkstoffkunde zeigt den Zusammenhang des Gefüges mit dem Aufbau und der Herstellung von technischen Werkstoffen. Anhand praktischer Beispiele wird die Vorgehensweise bei der lichtoptischen Interpretation von Gefügen demonstriert und geübt.

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen
ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmerkreis

Anfänger und Umschüler in metallographischen Laboratorien, Werkstoffprüfer und Werkstofftechniker zur Aufarbeitung und Aktualisierung des Wissensstands sowie Techniker/Ingenieure, die metallographische Ergebnisse anwenden und interpretieren

Seminarthemen im Überblick

Mittwoch, 21. Februar 2018
8.30 bis 12.00 und 12.45 bis 17:00 Uhr

Theoretischer Teil
1. Einführung in die Metallographie (K. Maile)

2. Kurzeinführung in die Werkstoffkunde – Zustandsdiagramme und Gefüge von Zweistoffsystemen und FeC-Diagramm (M. Seidenfuß)
> Wie entstehen Gefüge?
> Einfluss der Legierungselemente
> Bedeutung Eisen-Kohlenstoffdiagramm

3. Probennahme, Einfassen und Einbetten metallographischer Proben (B. Fenk)
> Worauf ist bei der Probennahme zu achten?
> Welche Methoden bieten sich an?
> Warum wird ein Schliff eingebettet?
> Welche Methoden sind einzusetzen?
> Zusammenhang dieser Arbeitsschritte mit der Schliffqualität

4. Mechanisches Schleifen und Polieren (H.-P. Monzel)
> Schleif- und Poliermethoden
> Mechanismen
> Verformung und Verschmierung
> Abtragsleistung, Verformungstiefe und Schmierschichtenbildung
> Fehlerquellen

5. Metallographisches Ätzen (F. Kauffmann)
> Ätzmethoden, spezifische Ätzmittel
> Welche Verfahren bzw. Arbeitsschritte sind werkstoffspezifisch anzuwenden?
> Fehlerquellen

6. Mikroskopiertechnik (H. Ruoff)
> Funktionsweise von Lichtmikroskopen
> Fehlerquellen
> Dokumentation von Mikrogefügen
> Anforderungen

Donnerstag, 22. Februar 2018
8.30 bis 12.00 und 12.45 bis 16.45 Uhr
Freitag, 23. Februar 2018
8.30 bis 12.00 und 12.45 bis 13.00 Uhr

7. Elektrolytisches Polieren und Ätzen (R. Scheck)
> Vorteile/Nachteile im Vergleich mit mechanischem Polieren
> Einsatzmöglichkeiten
> Vorgehensweise, Fehlerquellen

8. Qualitätsbeurteilung mit Hilfe von Makroätzung (K. Maile, R. Scheck)
> Möglichkeiten der Gefügeentwicklung für die makroskopische Beurteilung

9. Vibrationspolieren – eine Präparationstechnik zur Erzielung besonderer Schliffgüte (R. Scheck)
> Vorgehensweise, Technik und Anwendungsmöglichkeiten

Begleitendes Metallographisches Praktikum

10. Gruppenarbeit mit praktischen Anleitungen – Makroschliff an unterschiedlichen Werkstoffzuständen mit Härteprüfung – Gefügeinterpretation von Stahl nach Wärmebehandlung
> Versuch 1: lamellarer Grauguss, GJS – Schleifen, Polieren und Ätzen
> Versuch 2: Al-Si-Legierung – Warmeinbetten, Schleifen, Polieren
> Versuch 3: 42CrMo4 gehärtet – Kalteinbetten, Schleifen, Polieren, Ätzen
> Versuch 4: Unlegierter Qualitätsstahl mit 0,45 Gew-% C – Kalteinbetten, Schleifen, Polieren, chemisches Ätzen
> Versuch 5: Korngrößenbestimmung nach DIN EN 643
> Versuch 6: Makroschliff an Bauteil, Schweißnähten mit Härteprüfung
> Versuch 7: Gefügeinterpretation von Schliffen verschiedener Werkstoffe

Referenten

Leitung:
Dr.-Ing. habil. K. Maile
R. Scheck

Referenten:
Dipl.-Ing. Matthias Blankenagel
SCAN-DIA GmbH & Co. KG, Hagen,
Mathias Boss
ATM GmbH, Mammelzen,
Bernhard Fenk
Max-Planck-Institut für Festkörperforschung, Stuttgart,
Dr. rer. nat. Florian Kauffmann
Materialprüfungsanstalt (MPA), Universität Stuttgart
Dr.-Ing. habil. Karl Maile
ehem. Professor an der Materialprüfungsanstalt (MPA), Universität Stuttgart
Hans-Peter Monzel
Metallographische Beratung, Nellingen,
Dr. rer. nat. Herbert Ruoff
Waldstetten
Rudi Scheck
Materialprüfungsanstalt (MPA), Universität Stuttgart
Christina Schwäbl
Heraeus Kulzer GmbH, Wehrheim,
Volker Schwarzmüller
Carl Zeiss Microlmaging GmbH, Esslingen,
PD Dr.-Ing. Michael Seidenfuß
IMWF Institut für Materialprüfung, Werkstoffkunde und Festigkeitslehre, Universität Stuttgart
Andrea Siebert
Materialprüfungsanstalt, Universität Stuttgart (MPA)

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Teilnehmer begrenzt, um den optimalen Lernerfolg zu garantieren.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer 1.450 EUR(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Fördermöglichkeiten
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Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
21.02.2018, 8:30 Uhr Metallographische Untersuchungsmethoden, Teil A Ostfildern 1.450 EUR

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