Qualifikation arbeitsmedizinischer Assistentinnen/Assistenten, Teil C

Gesetzliche Regelungen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit – Der betriebliche Störfall – Arbeits- und Betriebspsychologie

Auf einen Blick

3,5 Tages-Seminar
location_on Präsenz 14.11.2023 - 17.11.2023
8:00 Uhr
in Ostfildern bei Stuttgart
EUR 1.200,00(MwSt.-frei)
weniger bezahlen – so geht´s
Veranstaltung Nr. 33482.00.014


Referenten:
Dr. med. L. U. Bieser
ehem. Ärztlicher Direktor der, IBM Deutschland GmbH, Stuttgart
Dipl.-Ing. Jürgen Binder
Unfallkasse Baden-Württemberg, Stuttgart
Dr. P. M. Bittighofer
Sindelfingen
Dr. med. Michael Busch
Gemeinschaftspraxis am Schillerplatz, Ludwigsburg
Susanne Geist
DRK Stuttgart
Dr. med. Kay Großmann
Potsdam
Dr. med. Stephanie Jung
Fachärztin für Arbeitsmedizin, Breckerfeld
Dr. med. R. Kittel
Weil der Stadt
Dr. med. Cornelius Kübler
Praxis Dr.Kübler, Stuttgart
Dr. med. Wolfgang Scherrenbacher
ehem. Leiter des Arbeitsmedizinischen Dienstes, der Landeshauptstadt Stuttgart
Dipl.-Ing. Tilman Teuscher
Esslingen
Dr. med. Wolfram Weinsheimer
Elchingen
Dr. Vera Wienhausen-Wilke
Klinikum Esslingen, Klinik für Kardiologie

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Beschreibung

Qualifikation arbeitsmedizinischer Assistentinnen/Assistenten, Teil C Aus- und Weiterbildung entsprechend dem Rahmenplan der Berufsgenossenschaften sowie der Fortbildung der Ärztekammern zur Arztfachhelferin und zum Arztfachhelfer.

Ziel der Weiterbildung

Ihr Weg zur Qualifikation arbeitsmedizinischer Assistent/-innen

Die Qualifikationsmaßnahme setzt sich aus 4 Teilen (A-D) a 4 Tagen zusammen, die als eigenständige Veranstaltungen buchbar sind. Jeder Teil umfasst eine Betriebsbegehung. Haben Sie alle "Bausteine" (in beliebiger Reihenfolge) absolviert und die Prüfungen bestanden, stellen wir Ihnen das Zertifikat aus, das Ihnen die Qualifikation zum arbeitsmedizinischen Assistenten/-in bescheinigt.

Termine der Teile A-D:
Teil A
Organisation, Qualifikation, Arbeitshygiene, Gefährliche Arbeitsstoffe
VA Nr. 33394, 21.-24.03.2023

Teil B
Berufskrankheiten – Qualitätsmanagement – Betreuung Leistungsgeminderter
VA Nr. 33481, 13. -16.6.2023

Teil C
Gesetzliche Regelungen des Arbeitsschutzes und der Arbeitssicherheit, Der Betriebliche Störfall, Arbeits- und
Betriebspsychologie
VA Nr. 33482, 28.06.-01.07.2022 und 14.-17. November 2023

Teil D
Angewandte Arbeitsphysiologie, Gesundheitsaufklärung, Betriebshygiene, Das ärztliche Rettungswerk,
Betriebsbegehung
VA Nr. 33395, 08.-11.11.2022

Sie erhalten Qualität
Das Qualitätsmanagementsystem der Technischen Akademie Esslingen ist nach DIN EN ISO 9001 und AZAV zertifiziert.

Teilnehmer:innenkreis

Dieses Seminar richtet sich an Arzthelferinnen, Fachangestellte in Arztpraxen, Krankenpfleger, Betriebskrankenschwestern, Betriebssanitäter, Krankenschwestern, Med.-techn. Assistentinnen und weitere Mitarbeiter im betriebsärztlichen Dienst.

Inhalte

Dienstag, 14. bis Freitag, 17. November 2023
8.00 bis 18.00 Uhr inklusive Pausen

1. Einführung in die Thematik Kurs C (W. Scherrenbacher)

2. „Der staatliche Arbeitsschutz“: Die Organisation und Umsetzung / Umsetzungsproblematik der Arbeitsschutzgesetzgebung (P.M. Bittighofer).
> der historische Rückblick der Arbeitsschutzgesetzgebung: Die Gewerbeordnung
> die staatliche Arbeitsschutzaufsicht und die Zusammenarbeit mit betrieblichen und außerbetrieblichen Stellen
> die Arbeitsschutzziele und Handlungsfelder / Die Schnittpunkte zum „Betriebsärztlichen Dienst“

3. Die Arbeitsschutzgesetzgebung. (M. Busch, M. Weinsheimer)
3.a. Das Arbeitssicherheitsgesetz: Die Aufgaben, Pflichten und Rechte des BA/der BÄ. Die Zusammenarbeit mit der Betriebsleitung/der Personalvertretung/externen Sachverständigen (M. Busch)
3.b. Die Umsetzung des ASiG/des Arbeitsschutzgesetzes, der UVVs und deren Flexibilisierung im Hinblick auf EU-Anforderungen (W. Weinsheimer)
> die ISO 45001 als international anerkannte Norm für die Anforderung/Anleitung an ein „Arbeitsschutz-Management-System“/Die OHSAS 18001(Occupational Health and Safety- Assessment-Series)/die DIN ISO 45001 als „Deutsche Version“ des „Arbeitsschutz-Management-System“
3.c. Die Arbeit im Wandel der Zeiten…/….die Arbeitswelt der Gegenwart auf dem Sprung in die Zukunft? (W. Weinsheimer)
> Globalisierung, Digitalisierung, Wertewandel, Flexibilität, Mobilitätsanforderungen, Arbeitsverdichtung, Komplexitätsfallen, Abschottung der Märkte (National Shielding) u. v. m.
> Künstliche Intelligenz und Robotic/Healthy-Wealthy-World….

4. Der betriebliche Arbeitsschutz/das betriebliche Arbeitsschutz-Management-System
Die Gefährdungsanalyse und Gefährdungsbeurteilung (K. Großmann, J. Binder, S. Jung, R. Kittel, T. Opitz)
4.1 Die gefährdungsfreie/gefährdungsminimierte Gestaltung der Arbeit und des Arbeitsplatzes (K. Großmann)
> die strikte Beachtung der TRGSA/TRGS, der BGVen und der Einbindung der Unternehmensführung
4.2 Die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen (S. Jung)
> “§ 4 Arbeitsschutzgesetz“: „Die Arbeit ist so zu gestalten, dass eine Gefährdung der Psychischen Gesundheit möglichst vermieden wird“
> die Umsetzungsschritte unter Berücksichtigung der betrieblichen Rahmenbedingungen
4.3 Die Mitwirkung der gesetzlichen Unfallversicherung bei der Umsetzung des betrieblichen Arbeitsschutzes/das betriebliche Arbeitsschutz-Managementsystem (J. Binder)
> Themen: Prävention, Beratung, Messung, Untersuchung sowie Weiterbildung in Themen des Arbeitsschutzes und der Unfallverhütung
4.4 Die Erkenntnisse einer gewerblichen BG über „Unfall-Hot-Spots“ in Produktionsbetrieben und erbringender Leistungen des gesetzl. Unfallversicherers (T. Opitz)
4.5 Arbeit- und Arbeitsplatzgestaltung aus psychologischer Sicht (R. Kittel)
> Anwendung von Farben als Maßnahme:
>> zur psychologischen Unfallverhütung / Kommunikationsförderung
>> zur Mitgestaltung des Betriebsklimas
4.6 Die Vorbeugung von Gefährdungen und Gefahren (W. Scherrenbacher)
> die Primär-, Sekundär-, und Tertiärprophylaxe

5. Die Anforderungen an Arbeitsstätten (T. Teuscher)
5.1 „Die Neue Arbeitsstättenverordnung“
>> die betrieblichen/praxisnahen/organisatorischen Umsetzungsmöglichkeiten
>> die „Prozess-Schritte der Gefährdungsbeurteilung“/die Analyse der Ergebnisse/die differenzierte Festlegung von Maßnahmen

6. Der „Betriebliche Störfall“ (chemische/radioaktive und weitere Gefahrstoffe): Arbeits- und Umweltaspekte (T. Teuscher)
6.1 Die Gesetzlichen Grundlagen
6.2 Die Aufgabenwahrnehmung derjenigen Personen, welche für den betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutz Sorge tragen
> die Beratungsaufgabe für die betriebsbezogene Information zur Gefahrenabwehr in der Emissions- und Imissions- Intoxikations-Thematik
> Maßnahmen zur Minderung der Intoxikationsrisiken: Der Anwendung von § 10 „Arbeitsschutzgesetz“, „Erste Hilfe und sonstige Notfallmaßnahmen“
> die Verwendung und Anwendung spezieller persönlichen Schutzausrüstung zur Brandbekämpfung/Evakuierung/Notversorgung

7. Die Arbeits- und Betriebspsychologie (L. Bieser, W. Scherrenbacher)
7.a. Der klassische/traditionelle Ansatz (L. Bieser)
> Motivation, Leistungsbereitschaft, Konzentration
> Belastung, Beanspruchung, Resilienz: „Der Stress-Zyklus versus dem Balance Zyklus“
> Eignung für Gruppen-/Teamarbeit
> Verhaltens- und Verhältnisprävention
> Über- und Unterforderung
> Mitarbeiterführung
> die kollegiale Dissonanz auf horizontaler und vertikaler Hierarchie-Ebene
7.b. Der Schnittpunkt zur „Künstlichen Intelligenz“ (W. Scherrenbacher)
Der Einsatz der KI am Arbeitsplatz/im privaten-persönlichen Leben/unter dem „Ethischen Narrativ“

8. Die schwere psychische Belastung am Arbeitsplatz/während der Arbeit (R. Kittel)
8.1 Das gestörte Betriebsklima und Defizite der Kommunikation
8.2 “Das psychische Traumata“ durch Geschehnisse am Arbeitsplatz ausgelöst
> “die Anpassungsstörung“ am Beispiel Trauerreaktion
> “die akute- und posttraumatische Belastungsreaktion“ am Beispiel Bedrohung/Schock
> die „Erste seelische Hilfe“ durch das betriebsärztliche Personal/den Betriebsarzt
> die Rolle des „Kriseninterventionsteam“/die Auffanggespräche/das professionelle psychische Betreuungskonzept/REHA-Behandlung/Rente

9. Der Untersuchungsauftrag des Betriebsarztes: (W. Scherrenbacher)
9.a. Unter Berücksichtigung der Zuordnung zur „Grundbetreuung und betriebsspezifischen Betreuung“ mit Beispielen
9.b. Gesetzliche Grundlagen, BG-Verordnungen, UVVs., „ArbMed. Regeln“
> Basisuntersuchung: §3 ASiG/die Änderungsverordnung zur ArbMedV
> Vorsorge: Pflicht-, Angebots- und Wunschvorsorge
> Eignung- und Einstellungsuntersuchungen
> Individualuntersuchungen und Untersuchungsaktionen
> Gutachtenerstellung
> die Stellungnahme bei Arbeitserprobungsmaßnahmen
9.c. Die Ethik in der betriebsärztlichen Aufgabenerledigung

10. Arbeitsbedingte Erkrankungen/Beschwerden (W. Scherrenbacher)
10.1 Abgrenzung zu Krankheiten
> welche während der Arbeitszeit aufgetreten sind
> welche durch die Arbeit auftreten/sich durch die Arbeit verschlimmern
10.2 Abgrenzung der arbeitsbedingten Krankheiten
> vom Arbeitsunfall
> von der Berufskrankheit

11. Umweltbezogene Erkrankungen/Beschwerden (N.N.)
> die typischen Eigenschaften, die Erfassung der Syndrome, der Behandlungsansatz und der „Prognostische Ausblick“
>> Sick Building Syndrome/Multiple Chemical Sensitivity/Chronic Fatigue Syndrome

12. Die Bewältigungsstrategien für das Suchtproblem im Betrieb (W. Scherrenbacher)
12.1 Alkohol, Drogen, Medikamente und weitere innerbetriebliche/außerbetriebliche Sucht-, Missbrauchs- und Abhängigkeitsformen
> die Grundlagen der psychischen und physischen Abhängigkeit/die Toleranzentwicklung/der „Suchtdruck“/das soziale Drama
12.2 Die Sucht und Arbeitsrecht
> die Aufsichts- und Fürsorgepflicht/der §38 UVV
> Überlegungen zum Prozedere der Suchtmittelfeststellung/die Rolle des unmittelbaren Vorgesetzten
> die differenzierte Vorgehensweise beim „Alkoholisierten Beschäftigten“ und „Alkoholsüchtigen Beschäftigten
12.3 Die Betrieblichen Hilfsangebote und die Bedeutung des „Interventionsgesprächs“/die Zusammenarbeit mit Fachleuten innerhalb und außerhalb des Betriebes

13. Aus der „Betriebsärztlichen Praxis“ (T. Teuscher, C. Kübler, R. Kittel, V. Wienhausen-Wilke, S. Geist, W. Scherrenbacher)
13.1 Das Gerätesicherheitsgesetz/die Medizingeräteverordnung (T. Teuscher)
13.2 Das „alltagspraktische Betriebsärztliche Knowhow“ nutzen, um die psychisch-seelische und emotionale Gesundheit zu stärken (C.Kübler)
13.3 Die Nutzung von Vortrags- und Power-Point-Materialen der BGen/Unfallkassen für die Unterweisungen (R. Kittel)
13.4 Der akute lebensbedrohliche Notfall: Bewährtes und Aktuelles aus dem Sanitätsdienst (S. Geist, W. Scherrenbacher)
13.5 Die orientierende Lungenfunktionsprüfung: Die Spirometrie. (V. Wienhausen-Wilke)
> Tipps für die Durchführung und Befundinterpretation
13.6 Erkenntnisse aus der Schlafmedizin für die Schichtplangestaltung (V. Wienhausen-Wilke)

14. Betriebsbegehung (bei der Kurs-Planung sind die Corona-Kontaktbeschränkungen der vorgesehenen Betriebe noch in Kraft). (W. Scherrenbacher)

15. Wissensnachweis

16. Einzelfallbesprechung auf Wunsch (W. Scherrenbacher)

Referent:innen

Leitung:
Dr. med. Wolfgang Scherrenbacher

Referenten:
Dr. med. L. U. Bieser
ehem. Ärztlicher Direktor der IBM Deutschland GmbH, Stuttgart,
Dipl.-Ing. Jürgen Binder
Unfallkasse Baden-Württemberg, Stuttgart
Dr. P. M. Bittighofer
ehem. Arbeitsmedizin, Gewerbearzt, Regierungspräsidium Stuttgart
Dr. med. Michael Busch
Arbeitsmediziner, Internist, Ludwigsburg,
Susanne Geist
DRK Stuttgart
Dr. med. Kay Großmann
Facharzt für Arbeits-/Allgemeinmedizin, Ernährungs-, Flug-, Sport-, Umweltmedizin, Potsdam
Dr. med. Stephanie Jung
Frau Dr. med. Stephanie Jung absolvierte das Studium der Humanmedizin an der Eberhard-Karls-Universität Tübingen von 1989-1996 und promovierte 1997. Im Anschluss praktizierte sie von 1996 – 1998 im Bethesda Krankenhaus Stuttgart und erlangte 1998 die Approbation. Ab 1998 war sie beim Arbeitsmedizinischen Dienst der Stadt Stuttgart bis 2006 betriebsärztlich tätig und legte im Jahr 2000 die Prüfung zur Fachärztin für Arbeitsmedizin ab. Von 2006-2017 war sie bei der Unfallkasse Baden-Württemberg nicht nur für die Belange der Arbeitsmedizin zuständig, sondern leitete auch den Kompetenzbereich „Gesundheit im Betrieb“. Sie war im Rahmen dieser Tätigkeit Beraterin und Ansprechpartnerin für Betriebe und Akteure im Arbeitsschutz zu den Themen Betriebliches Gesundheitsmanagement, Psychische Gesundheit und Betriebliches Eingliederungsmanagement. Als Mitglied im Sachgebiet „Betriebliche Gesundheitsförderung/Betriebliches Gesundheitsmanagement“ der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung (DGUV) gestaltete sie viele Projekte und Fortbildungen. Seit 2018 ist Frau Dr. med. Stephanie Jung als Fachärztin für Arbeitsmedizin selbstständig tätig.,
Dr. med. R. Kittel
Weil der Stadt
Dr. med. Cornelius Kübler
Facharzt für Arbeitsmedizin, Allgemeinmedizin, Stuttgart,
Dr. med. Wolfgang Scherrenbacher
Facharzt für Arbeitsmedizin, Facharzt für Innere Medizin, Verkehrsmedizin, Ltd. Stadtmedizinaldirektor a. D., vorm. Leiter des Arbeitsmedizinischen Dienstes der Landeshauptstadt Stuttgart
Dipl.-Ing. Tilman Teuscher
Leiter des arbeitssicherheitstechnischen Dienstes der Landeshauptstadt Stuttgart
Dr. med. Wolfram Weinsheimer
ehem. Werksarzt, Bosch Rexroth AG, Elchingen
Dr. Vera Wienhausen-Wilke
Fachärztin für Innere Medizin/Pulmonologie Klinikum Esslingen - Klinik für Kardiologie

Termine & Preise

Extras
Die Seminarteilnahme beinhaltet Verpflegung und ausführliche Seminarunterlagen.

Die Teilnehmerzahl ist begrenzt, um den optimalen Lernerfolg zu garantieren.

Kosten
Die Kosten betragen pro Teilnehmer EUR 1.200,00(MwSt.-frei), inklusive aller Extras.

Fördermöglichkeiten
weniger bezahlen – so geht´s

Die nächsten Termine

Datum / Uhrzeit Seminartitel Ort Preis
14.11.2023, 8:00 Uhr Qualifikation arbeitsmedizinischer Assistentinnen/Assistenten, Teil C Ostfildern$$ortdetail$$ EUR 1.200,00

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